Nie die eigene Vision aus den Augen verlieren

verpaport.de: B2B-Ausschreibungs-Plattform für den Handel mit Verpackungen und Zuschnitten aus Wellpappe

Stellen Sie sich und das Startup verpaport.de doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind eine reine B2B-Ausschreibungs-Plattform für den Handel mit Verpackungen und Zuschnitten aus Wellpappe. Also die klassischen Versandkartons, die jeder Online-Händler benötigt und Zuschnitte, die Weiterverarbeiter von Wellpappe benötigen oder auch z.B. Getränkehersteller als Zwischenlagen für PET-Flaschen.

Wie ist die Idee zu verpaport.de entstanden ?
Meine (alleinerziehende) Mutter hat 15 Jahre im Außendienst für ein Wellpappe-Werk gearbeitet. Sie hat immer so eine vage Idee gehabt, dass das mit der ganzen Telefoniererei nach Ausschreibung und Angebot doch einfacher online laufen könnte. Irgendwann hat sie mir davon erzählt und ich war Feuer und Flamme. Wir haben uns dann einen sehr engagierten Freelancer über Twago gesucht, mit dem wir über 6 Monate die Seite erstellt haben.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Für mich war eigentlich schon immer klar, dass ich eines Tages selbständig und für meinen eigenen Erfolg verantwortlich sein möchte. Mich reizt besonders an einer Unternehmensgründung, dass man etwas in der Welt verändern kann. Mit verpaport.de haben wir uns genau das als Ziel gesetzt. Wir möchten die Verpackungsbranche in das 21. Jahrhundert führen und somit den Markt transparenter, effizienter und unkomplizierter machen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Eine große Herausforderung waren die ganzen Hintergrund-Berechnungen zu den verschiedenen Verpackungs- und Auftragsgrößen, die jede einzelne Ausschreibung den wirklich passenden Lieferanten zuordnet. Für mich persönlich, mir das Fachwissen anzueignen. Dann natürlich, Lieferanten dazu zu bringen, sich bei verpaport.de zu registrieren. Das hat schon ein gutes halbes Jahr gedauert inkl. Messeauftritt auf der „Fachpack“ in Nürnberg, der vom Bund gefördert wurde.
Ansonsten sind wir jedoch bis heute noch komplett eigenfinanziert

Wer ist die Zielgruppe von verpaport.de?
Alle, die Verpackungen und Zuschnitte aus Wellpappe benötigen und einen optimalen Preis erzielen wollen. Oder die schnellstmögliche Lieferung. Die Preise für das Papier, aus dem Wellpappe gemacht wird, sind sehr schwankend. Ein guter Einkäufer sollte deshalb stetig am Markt anfragen. Das machen wir ihm mit verpaport.de sehr leicht – kein Nachverhandeln, keine Nachfass-Anrufe von Lieferanten.

Wie funktioniert verpaport.de?
Der Kunde/ Einkäufer stellt – intuitiv geführt – den Auftrag, den er zu vergeben hat, bei verpaport.de ein mit einer frei wählbaren Laufzeit und das System schickt diesen automatisch an genau die Lieferanten, die geeignet sind, ihn zu produzieren. Und diese stellen dann ihren Preis ein und können auch beliebig oft nach unten korrigieren.

Welche Vorteile bietet verpaport.de?
Alle Ausschreibungen, die geeignete Lieferanten automatisch per Mail bekommen, sind übersichtlich und vor allem vollständig. Es bedarf keiner Rückfragen beim Kunden. Der Einkäufer kann sich zurücklehnen und beobachten, wie sich potenzielle Lieferanten gegenseitig unterbieten, jeder einzelne sieht, wo er steht. Und das müssen diese nicht einmal öffentlich tun, es ist auch möglich anonym anzubieten. Nicht vor dem Kunden anonym aber vor den Marktbegleitern. Der Einkäufer bleibt von den üblichen „Nachfass-Anrufen“ verschont und kann am Ende der Ausschreibung frei einen der Lieferanten wählen genau wie bei einer klassischen Ausschreibung per Mail oder Fax. Und das ganze komplett kostenlos.

verpaport.de, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen das ganze System ausbauen. Zunächst sollen auch Stanzverpackungen und geklebte Verpackungen aus Wellpappe dazu kommen, dann Vollpappe, Folie, Kunststoff, Etiketten. Unser großes Ziel ist es, eines Tages die gesamte Verpackungsbranche abdecken zu können, schließlich bedeutet ver-pa-port: VER-PAckungs-PORTal.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Freunden und Familie von ihrer Idee erzählen und die Resonanzen aufsaugen.
2. Nie die eigene Vision aus den Augen verlieren.
3. Nicht verzweifeln, auch wenn es manchmal einen langen Atem benötigt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tim Buschmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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