Sich von vorn herein professionell Aufstellen!

VennTec hat eine explosionsgeschützte Einsatzstellen- Markierungsleuchte  G.i.L® entwickelt

Stellen Sie sich und das Unternehmen VennTec kurz unseren Lesern vor!
Die Firma VennTec GmbH ist ein Startup Unternehmen und wurde am 01.03.2016 gegründet. Die zwei geschäftsführende Gesellschafter Nico Thomas und Frank Läufer sind die Gründer des Startup Unternehmens und führen dieses auch. Nico Thomas (30 Jahre) ledig, ist Konstrukteur im Maschinenbau und staatlich geprüfter Betriebswirt. Frank Läufer (38 Jahre) verheiratet, 2 Kinder, ist Oberbrandmeister und Rettungsassistent bei einer Berufsfeuerwehr.

Eine innovative Geschäftsidee bzw. Problemlösung haben uns zur Unternehmensgründung angespornt. Die VennTec GmbH hat eine explosionsgeschützte Einsatzstellen- Markierungsleuchte (Produktname G.i.L®[djill]) entwickelt, die Einsatzkräften hilft, Ihre Einsatzstelle zu optimieren und zu strukturieren. Unser Ziel ist es, den Einsatzkräften die Einsatzstelle Best möglichst zu optimieren, ihnen die Arbeit zu erleichtern, den Patienten und Beteiligten eine schnelle Versorgung zukommen zu lassen und eine einheitliche Markierungsleuchte für alle Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Polizei o.ä. Hilfsorganisationen zu bieten.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?
Fachsimpelei über Probleme bei Feuerwehreinsätzen haben uns auf die Idee einer einheitlichen Einsatzstellenmarkierung gebracht. Wichtige Zeit, u.U. zur Lebensrettung kann mit unserer Leuchte eingespart werden. Die Internetrecherche zeigte schnell, dass sich kein vergleichbares Produkt auf dem Markt befindet.

Es gibt zwar Möglichkeiten Eingangstüren, Einsatzorte o.ä. mit Behelfsmitteln, wie Kreide, Baustellenlampen usw. zu kennzeichnen, aber dies ist eher suboptimal, da z.B. Baustellenlampen nur auf dem Boden platziert werden können, daher schnell übersehen werden, und Kreide im Dunkeln nicht leuchtet.

So reifte die Idee einer einheitlichen Einsatzstellenmarkierung über die Produktentwicklung bis zur Firmengründung.

Welche Vision steckt hinter G.I.L?
Die Idee zu dieser Erfindung stammt aus dem Berufsalltag der Feuerwehr. Bei verschiedenen Einsätzen, ob Brand-, Chemie-, Gasaustritte o.ä. ist es schon häufiger vorgekommen, dass die Einsatzkräfte den betroffenen Zugang zur Einsatzstelle nicht sofort identifizieren konnten. Über die o.g. Problemstellung wurden wir schnell darauf aufmerksam, dass die gleiche Problematik auch für den Rettungsdienst gilt. Die Rettungssanitäter sind meist zuerst vor Ort, der Notarzt rückt nach und weiß meist nicht direkt, wo sich der Zugang zum Einsatzort befindet. Er muss genauso wie die Sanitäter erkunden, auf welcher Etage oder Wohnung sich der Patient befindet. Zudem sind die Zugangstüren dann meist wieder verschlossen, wenn nicht gerade ein Türstopper am Hauseingang vorhanden ist.

Hierüber gehen wichtige bzw. kostbare Minuten verloren, die den Beteiligten oder Patienten zu Gute kommen würden.
Nach ausgiebigen Marktanalysen, haben wir festgestellt, dass keine geeigneten Produkte auf dem Markt vorhanden sind, womit Einsatzkräfte die o.g. Probleme lösen könnten. Somit haben wir uns dieser Problemstellung angenommen und ein ergänzendes Hilfsmittel entwickelt, womit Einsatzstellen zur besseren und schnelleren Orientierung optimiert und strukturiert werden können.

Mit unserem patentierten Produkt lassen sich gerade in der Chaosphase (so nennt man die ersten 3 Minuten zu Beginn eines Einsatzes) wertvolle Minuten für Einsatzkräfte im Bereich Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, o.ä. Hilfsorganisationen um ein Vielfaches verkürzen.

G.i.L® (Go in Light) ist die explosionsgeschützte Markierungsleuchte inklusive numerischer Anzeige, die durch eine Trägerplatte auf fast allen Untergründen mittels einer speziell entwickelten Klebetechnik befestigt werden kann, ohne dabei Rückstände zu hinterlassen. G.i.L® dient zur Markierung von Einsatzstellen jeglicher Art. Durch den Gebrauch der Markierungsleuchte ist für jede Einsatzkraft schnell ersichtlich, wo sich der Zugang zum Schadensereignis befindet. Die Markierungsleuchte zeichnet sich durch ihre schnelle und einfache Anwendung sowie durch ihre sehr hohe Qualität aus.

Die Überlebenschancen einer vermissten Person im Brandrauch sinken laut Statistik pro Minute um 10%.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größten Herausforderungen die wir meistern mussten, lagen wohl in der Konstruktion von G.i.L um verschiedene Zertifikate zu erhalten. Los ging es aber mit der Namensfindung für Produkt und Firma. Durch die Nähe zum Nationalpark Hohes Venn kamen wir schnell auf unseren Firmennamen „VennTec“ und zum Glück, gab es diesen bis dato auch noch nicht. Der Produktname G.i.L (Go in Light), ausgesprochen „djill“, war ein Geistesblitz. Go in Light übersetzt „gehe ins Licht“ oder „folge dem Licht“ passte optimal zum Produktnutzen.

Uns war von vorn herein klar das wir die Marke G.i.L® registrieren lassen möchten, was dann auch nach der Markenrecherche durchgeführt wurde.

Zudem wurden Recherchen über eine mögliche Patentierung unseres Produktes getätigt. Diese verliefen positiv und somit wurde das „Verfahren zum Markieren von Einsatzstellen“ angemeldet und im Oktober 2018 durch das Deutsche Patentamt erteilt. Auch hier gab es die ein oder anderen Schwierigkeiten die gemeistert werden mussten. Hinzu kam dann auch die Hersteller- und Zulieferersuche, Prototypenbau, eine EMV-Prüfung und die CE-Konformitätserklärung.

Die größte Herausforderung war aber der ATEX / Explosionsschutz, hier müssen Richtlinien und Normen eingehalten werden. Es dürfen nur bestimmte Materialien verbaut und dokumentiert werden. Man dachte man hätte die perfekte Lösung und dann kam von der Prüfstelle wieder ein „das müssen wir anders regeln“. Aber nach einem Jahr intensivster Arbeit in diesem Bereich, hat G.i.L die Explosionschutzprüfung bestanden und wurde zertifiziert.

Finanziert haben wir uns über einen Gründerkredit der Kfw-Bank und zum Teil auch privat.

Wer ist die Zielgruppe von G.I.L?
Als Zielgruppe definieren wir alle Feuerwehren, öffentliche, private oder Betriebsfeuerwehren, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen, Polizei, Chemie- und Industrieparks, Veranstalter von Großveranstaltungen, Hotels, Seniorenheime usw.

VennTec G.i.L.Wie funktioniert G.I.L? Wo liegen die Vorteile?
G.i.L® ist die explosionsgeschützte Markierungsleuchte, die durch eine Trägerplatte auf verschiedenen Untergründen mittels Klebetechnik befestigt werden kann und sich ohne Rückstände zu hinterlassen wieder entfernen lässt. Somit ist ein schnelles, unkompliziertes und eindeutiges Markieren einer Einsatzstelle oder deren Zugang möglich. Die Markierungsleuchte ist mit 4 Blinkmustern, einer nummerischen Anzeige, einer Batteriezustandsanzeige und einer Trägerplatte ausgestattet. Die ersten zwei Blinkmuster sind undefiniert. Durch die Blinkmuster 3 (linksblinkend) und Blinkmuster4 (rechtsblinkend) kann beispielweise ein Trupp richtungsweisend geleitet werden. Über die nummerische Anzeige kann Beispielsweise die betroffene Etage im Gebäude angezeigt werden

G.i.L® ist mit einer Batteriezustandsanzeige ausgerüstet. Somit kann es nicht vorkommen, dass die Leuchte bei einem Einsatz plötzlich, aufgrund mangelnder Batteriekapazität, ihren Nutzen nicht mehr erfüllen kann.

Die Trägerplatte auf der Rückseite ist ein Verschleißteil. Wir empfehlen, diese nach jedem Einsatz zu erneuern. Sie wird durch eine einfache Klettverbindung vom Gerät getrennt. Eine neue Trägerplatte anheften und G.i.L ist wieder Einsatzbereit. Die Leuchte verfügt über eine Öse, woran ein Schlüsselband (mit Trennstelle) oder ein Karabinerhaken befestigt werden kann. Dadurch kann die Leuchte an der Einsatzjacke befestigt oder am Körper getragen werden.

G.i.L ist die optimale Markierungsleuchte,

die hilft eine Einsatzstelle eindeutig zu definieren, zu optimieren und zu strukturieren.
die, die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöht, da Schadensausbreitungen schneller behoben sind.
die eine einheitliche und eindeutige Markierung für alle Einsatzkräfte darstellt.
die auf fast allen Untergründen haftet und sich innerhalb weniger Sekunden anbringen lässt.
die explosionsgeschützt- und somit vielseitig einsetzbar ist.
die durch richtungsweisende Blinkmuster, die Einsatzkräfte schneller zum Schadensereignis führt.
mit der sich die Schadensausbreitung, durch Zeitersparnis, um ein Vielfaches reduzieren lässt.
die durch eine numerische Anzeige, beispielsweise nachfolgenden Kräften die Etage anzeigen kann.
mit der sich eine theoretische Kostenreduktion pro Einsatz ergibt.
mit der sich nachweislich Zeit einsparen lässt, die Geschädigten gewiss zu Gute kommt.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback ist durchweg positiv, die meisten sind von der Idee überzeugt, so langsam kommt der Zug ins rollen. Wir bekommen Anfragen von extern und man berichtet über uns. Unsere Vision die Einsatzstellen-Markierung in jeglichen Einsätzen durchzuführen, benötigt wohl noch eine Weile. Es ist ja durchaus bekannt das die Mühlen im öffentlichen Dienst sehr langsam mahlen. Daher nutzen wir die Zeit für Weiterentwicklungen und Marketing.

VennTec, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir hoffen das wir es innerhalb der nächsten 5 Jahre schaffen die Einsatzstellen-Markierung so bekannt zu machen das sie Flächendeckend in Deutschland eingesetzt wird. Egal ob im Bereich Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und weitere Hilfsorganisationen. Wir hoffen, dass auch das europäische Ausland dies übernimmt.

Genau hier sind wir gerade dabei Kontakte aufzubauen und haben das Europa-Patent angemeldet.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Sich frühzeitig um Förderungen zu kümmern bevor man den 1. Schritt macht. Denn diese sind oft so aufgestellt das man nach dem 1. Schritt nicht mehr förderfähig ist.

2.sich von vorn herein professionell Aufzustellen, und eben nicht mal alle 9 grade sein lassen. Es wird einem hinten raus gedankt.

3.Sich die richtigen Partner raus zu suchen und ruhig auch mal alles hinterfragen. Manche versprechen einem das blaue vom Himmel und es ist nichts dahinter oder man wird als Unerfahrener über den Tisch gezogen. Beratungen in Anspruch nehmen. Auch diese werden oft für Startups bis zu 90% gefördert.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nico Thomas und Frank Läufer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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