Veggie Love: veganer Lifestyle-Blog

Veggie Love: Mode, Kosmetik und Gastronomie

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Veggie Love doch kurz vor!
Ich bin Franziska Schmid, ursprünglich vom Bodensee, Wahlberlinerin und vom BWL-Studium erst in die PR und von dort zum Schreiben und Bloggen. 2010 habe ich Veggie Love gegründet, der damals erste vegane Lifestyle-Blog. Darüber hinaus bin ich die Autorin von zwei Büchern und habe viele Jahre lang für zahlreiche Magazine on- und offline ebenfalls über veganen Lebensstil und Nachhaltigkeit geschrieben.

Wie ist die Idee zu Veggie Love entstanden?
Als ich Veganerin wurde, wollte ich nicht aufhören, in coole Cafés zu gehen, schöne Klamotten zu kaufen oder tolle Kosmetikprodukte zu benutzen. Mein Anspruch an die Dinge, die ich konsumiere hat sich verändert und alles ist nun vegan, möglichst öko, fair, nachhaltig. Nicht geändert hat sich aber mein Stilempfinden und da es offenbar vielen wie mir geht, habe ich angefangen, meine Entdeckungen auf Veggie Love zu teilen. Für mich geht es um Inspiration und zu zeigen, dass eine Lebensweise, die viele sicherlich mit Verzicht und Entbehrung verbinden, cool ist und es einem an überhaupt nichts fehlt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
2010 war die Monetarisierung von Blogs herausfordernd und keinesfalls an der Tagesordnung. Damals musste ich immer erklären, was ein Blog überhaupt ist und darüber hinaus, was es mit diesem Veganismus auf sich hat. Heute berichtet fast jedes Medium über Veganismus und auch Content Creator ist inzwischen ein Beruf, der ernst genommen wird. Finanziert habe ich mich mit Kommunikationsberatung für Social Media und dem Schreiben für verschiedene Medien.

Sie beschäftigen sich schon seit längerem mit Veganismus. Wie hat sich die Einstellung der Menschen zum Veganismus geändert?
Veganismus ist nicht mehr so erklärungsbedürftig, da heutzutage zumindest die meisten Menschen schon mal davon gehört oder darüber gelesen haben. Gerade hier in Berlin bieten viele Restaurants und Cafés vegane Gerichte ganz selbstverständlich mit auf der Speisekarte an – das war vor einigen Jahren noch anders. Früher wurde mir sehr oft die Frage „Was isst du als Veganerin eigentlich?“ gestellt, statt dessen höre ich nun oft: „Ich habe mir gerade ein veganes Kochbuch gekauft und koche ganz viel daraus.“

Man liest immer mehr über Veganer und vegane Restaurants und mittlerweile gibt es auch Lebensmittel im Supermarkt zu kaufen. Wie sehen Sie die Entwicklung?
Vor einigen Jahren war Bio ein großes Trendthema. Inzwischen sind Biolebensmittel in jedem Supermarkt ganz selbstverständlich Teil des Sortiments. Genauso das erleben wir gerade mit veganen Lebensmitteln. Wobei sehr viele Grundnahrungsmittel wie Gemüse und Obst sowie Pasta, Reis, Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse ohnehin vegan sind.

Welche Themen behandeln Sie auf Veggie Love?
Die drei Hauptthemen sind Mode, Kosmetik und Gastronomie – mit dem Relaunch Anfang Februar kommt nun auch Reisen dazu. Daraus wird in der Gesamtheit ein Guide für veganen und nachhaltigen Lifestyle mit all den Orten, Marken und Produkten, die das Leben schöner machen. Viele Menschen hinterfragen inzwischen ihren Konsum kritisch und wollen Produkte kaufen, die rundum gut sind und die anderen Menschen, Tieren und der Umweltkeinen Schaden zufügen.

Was sind Ihre Ziele mit Veggie Love?
Meine Grundmotivation ist seit Beginn gleich: meine Begeisterung zu teilen. Ich liebe es, die Geschichten von Menschen und Marken zu erzählen und damit vielen Menschen zugänglich zu machen. Mein Ziel ist es, Veggie Love zu der Destination zu machen, die für gutes Leben steht. Nur ist meine Definition von gut eben etwas spezieller, nämlich öko, vegan und fair.
Darüber hinaus sind derzeit die Inhalte auf Veggie Love nur deutschsprachig verfügbar. Schon mittelfristig werden neue Formate, wie City Guides, zusätzlich auf Englisch angeboten. Langfristig und um eine internationales Publikum zu erreichen, werden alle Inhalte deutsch und englisch zu lesen sein. Zudem habe ich im vergangen Dezember in Berlin erfolgreich einen Pop-up Shop veranstaltet – ein sehr spannendes Format, mit dem ich zukünftig immer wieder arbeiten will.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
International etabliert mit einem Redaktionsteam, eigenen Veggie Love Produkten, Veranstaltungsformaten und definitiv als ein Hybrid zwischen on- und offline.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ich glaube fest an die Erfolgsformel: Eine klare Vision haben, sie zielstrebig und dennoch flexibel verfolgen sowie bereit zu sein, hart und viel zu arbeiten. Und nett zu anderen zu sein – die Wirkung von Freundlichkeit und Respekt wird leider viel zu oft unterschätzt.

Foto  Franziska Schmid Foto von Grit Siwonia

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Franziska Schmid für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

One thought on “Veggie Love: veganer Lifestyle-Blog

  • 21. März 2016 at 11:18
    Permalink

    Klingt nach einem spannenden Blog & einer interessanten Persönlichkeit 🙂 Hast du Lust auf einen Gastartikel? Schau gerne vorbei bei http://www.veganfitme wir sind ein Startup das dabei hilft vegan in Form zu kommen 🙂

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