Veggie und Fit? – Die 7 häufigsten Mythen rund um Fitness und vegetarische Ernährung

Veggie und Fit : Nährstoffmangel, weniger Kraft, viel zu teuer: Hartnäckig halten sich Gerüchte rund um die vegetarische Lebensform

GYMONDO Ernährungsexpertin Christiane Hübbe räumt mit weit verbreiteten Irrtümern auf

Wahrscheinlich hat jeder schon einmal den einen oder anderen Mythos gehört, der angeblich mit der Umstellung auf eine vegetarische Ernährung einhergehen soll. Im Zuge dessen wird nämlich immer wieder von Mangelerscheinungen, Nährstoffarmut und fehlender Energie für körperliche Aktivitäten gesprochen. Dabei zeigt z.B. das Veggie Fit Programm von GYMONDO, dass fleischlose Ernährung optimal im Einklang mit einer vitalen und sportlichen Lebensweise stehen kann. Christiane Hübbe, Ernährungsberaterin bei GYMONDO, Deutschlands führendem Online-Fitness-Portal, stellt die bekanntesten Vegetarier-Mythen vor – und erklärt, wie viel Wahrheit dahinter steckt:

Mythos 1: Fleischverzehr liegt in der Natur des Menschen
„Ich bestehe zu einem Großteil aus Wasser – deswegen trinke ich es.“ Das Äquivalent dazu wäre: „Ich bestehe aus Fleisch – also esse ich es.“ Liegt Fleischkonsum also in der Natur des Menschen? Und ist er evolutionär bedingt nicht ohnehin ein Allesfresser? Bis heute ist nicht abschließend geklärt, ob der Ur-Mensch beuteerlegender Jäger oder friedlicher Sammler war. Dennoch gibt es diverse anatomische Gegebenheiten (glatte Zunge, stumpfe Zähne), die darauf hindeuten, dass wir eigentlich eher als Pflanzenfresser konzipiert sind.

Mythos 2: Vitamin Adé?
Zwar findet sich Vitamin-D primär in tierischen Lebensmitteln. Aber: Der chronische Vitamin-D-Mangel in der Bevölkerung verhält sich völlig unabhängig von der Ernährungsweise. Dies liegt vor allem daran, dass Vitamin-D in der Haut produziert wird – und hierfür ist Sonnenlicht unverzichtbar! Beim Sport bewirkt Vitamin D einen besseren Muskelaufbau, die Vergrößerung der einzelnen Muskelfasern und eine erhöhte Sauerstoffaufnahme.

Mit Vitamin B12 verhält es sich ein wenig anders – bei rein pflanzlicher Ernährung ist hier ein Mangel durchaus möglich, da ein Vorkommen fast ausschließlich in tierischer Nahrung besteht. Im Training kann sich ein Fehlen des Nährstoffs vor allem durch nachlassende Kondition und Atemlosigkeit bemerkbar machen. Auch bei komplettem Fleischverzicht stehen jedoch zwei wertvolle Vitamin-B12-Quellen zur Verfügung: Ei- und Milchprodukte. Für Veganer gestaltet sich dieser Umstand allerdings schon schwieriger. Hier wird mehrheitlich die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln empfohlen.

Mythos 3: E² – Eiweiß- und Eisenmangel
Proteine sind essentiell für körperliche Ausdauer, Muskelaufbau und ein gelungenes Fitness-Programm. Dem Gerücht, dass Vegetarier dabei angeblich nicht genug Eiweiß aufnehmen können, ist übrigens eine klare Absage zu erteilen. Neben Milch- und Ei-Produkten oder verschiedenen Käsesorten existiert nämlich auch eine breite Palette an pflanzlichen Eiweiß-Lieferanten. Hierzu zählen vor allem Hülsenfrüchte, weiße Bohnen, Nüsse, Erbsen oder Tofu.

Ähnlich gestaltet es sich bei Eisen. Der Nährstoff ist mitverantwortlich für den Sauerstofftransport im Körper. Also ist auch die sportliche Leistung unmittelbar an das Vorhandensein von Eisen geknüpft. Eisenmangel ist aber nur bedingt auf eine vegetarische Ernährungsweise zurückzuführen, denn auch hier existieren zahlreiche Alternativen: Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen oder Getreideprodukte sind nur einige Beispiele für eisenhaltige Nahrungsmittel.

Mythos 4: Automatisch schlank
Schön wär’s – aber so einfach ist es natürlich nicht. Auch bei vegetarischer Ernährung gilt: Der Erfolg beim Abnehmen stellt sich dann ein, wenn abends mehr Energie verbraucht als zu sich genommen wurde. Grundsätzlich ist der Verzicht auf fettreiche Fleischprodukte hierfür eine super Ausgangslage. Werden in der Folge jedoch Schwarzwälder Kirschtorte, Schokopudding und fettige Pizza auf den Speiseplan gesetzt, bleiben die erwünschten Ergebnisse aus.

Mythos 5: Nur der Geldbeutel nimmt ab
Im direkten Vergleich zum Otto-Normal-Fleischkonsumenten ist der Einkaufskorb von Vegetariern im Durchschnitt wohl etwas teurer. Dies liegt aber auch daran, dass viele Vegetarier ihre Lebensmittel grundsätzlich bewusster auswählen und daher mehr auf Regionalität, fairen Handel und biologischen Anbau achten. Diese Produkte sind im Verhältnis etwas kostspieliger. Viele Grundnahrungsmittel wie Reis, Nudeln, Haferflocken und auch saisonales Obst oder Gemüse sind aber durchaus günstig zu erhalten und nicht weniger erschwinglich als vergleichbare Fleischprodukte.

Mythos 6: Ewiges Leben
Vegetarier leben länger – diese These ist nicht eindeutig zu widerlegen. Es gibt Forschungsergebnisse, die darauf hindeuten, dass etwa das Herzinfarktrisiko bei Vegetariern signifikant geringer ist. Grund hierfür seien die gesättigten Fettsäuren im Fleisch, die den Cholesterin-Spiegel in die Höhe treiben. Andere Forschungsberichte stellen jedoch keinen Zusammenhang zwischen Vegetarismus und Herz-Kreislaufkrankheiten fest. Fleischloses Leben ist also leider kein Freifahrtschein für hohes Alter.

Mythos 7: Wackelpudding in den Armen
Fleisch = Proteine = Muskeln. So lautet die einfache Gleichung, auf die dieser Mythos vermutlich zurückzuführen ist. Dass diese Rechnung auch anders aufgehen kann, zeigen verschiedenste Beispiele aus dem Bodybuilding und Profisport. Es gibt genügend vegetarische Alternativen, die für einen gewünschten Muskelmasseaufbau sorgen können. Eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird dies vom Sieger der Strongmen-Meisterschaft 2011, Patrick Baboumian. Der Kraftsportler lebt bereits seit über 10 Jahren vegetarisch und seit 2011 sogar vegan.

Das Veggie Fit Programm von GYMONDO verbindet die Besonderheiten fleischloser Ernährung optimal mit dem passenden Trainingsplan. So wird genau gezeigt, wie das Abnehmen bei Veggies funktioniert und die Nährstoffversorgung trotzdem optimiert werden kann. Der einfache Wegweiser für ein gesundes Leben ohne Fleisch!

 

Über Christiane Hübbe, Ernährungswissenschaftlerin und Ökotrophologin
Christiane Hübbe begann ihre Laufbahn im Bereich Ernährung im Jahr 2007 mit dem Bachelor-Studium zur Ernährungswissenschaftlerin an der Martin-Luther-Universität in Halle. Daraufhin folgte das Master-Studium in Ökotrophologie in Bernburg. Christiane konnte bis dato beruflich sehr viel Erfahrung in der Ernährungsbranche sammeln, da sie neben ihrer Arbeit bei GYMONDO auch als interner Auditor für Lebensmittelsicherheit und sensorischer Produkttester tätig ist. Bei GYMONDO ist Christiane vorrangig für die Ausarbeitung der Ernährungspläne zuständig und unterstützt die Community bei Fragen rund um das Thema Ernährung.

Quelle Mashup Communications GmbH

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