Dienstag, November 29, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

VANDLEZ: vegane, tierversuchsfreie und nachhaltige Kerzen, Diffusoren, Raumsprays und Home & Living Accessoires

Stellen Sie sich und das Startup VANDLEZ doch kurz unseren Lesern vor!

VANDLEZ steht für Vegan Candles und wurde von meiner Partnerin Marie Brandenburg und mir, Sebastian Wenning, im März letzten Jahres gegründet. Wir bieten vegane, tierversuchsfreie und nachhaltige Kerzen, Diffusoren, Raumsprays und Home & Living Accessoires an. Alle Rezepturen wurden von uns selbst entwickelt, um die beste Qualität garantieren zu können. Seit September 2021 kann man unsere Produkte über unseren eigenen Onlineshop bestellen!

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Marie bekam von ihrem Großonkel kurz vor dessen Tod eine Flasche Wein geschenkt, die sie nach dem Verbrauch nicht wegwerfen wollte und daher als Kerzenständer umfunktionierte. Sie ist schon immer ein riesiger Kerzen-Fan, weshalb ihre Wohnung meistens mit über 30 Duftkerzen ausgestattet war.

Im Italienurlaub unterhielten wir uns über Dinge, die uns glücklich machen – Marie kam sofort auf das Thema Kerzen zu sprechen. Da wir beide aber mit keinem Produkt zufrieden waren und uns vor allem die Inhaltsstoffe, Materialien und das Abbrennverhalten störten, wollten wir einen Selbstversuch wagen und uns in der Herstellung eigener Kerzen versuchen.

Die Flasche von Maries Großonkel ließ uns dabei nicht los, daher gossen wir die ersten Prototypen in geschnittene Weinflaschen. Als wir nach über 300 Prototypen die perfekte Rezeptur in der Hand hielten, hatten wir nicht nur eine neue Leidenschaft, sondern auch den Wunsch gefunden, daraus ein eigenes Unternehmen zu machen.

Welche Vision steckt hinter VANDLEZ?

Mit VANDLEZ wollen wir den Duft-, Kerzen- und Interior-Markt grüner und nachhaltiger gestalten.

Nicht nur der ökologische, sondern auch der soziale Impact motiviert uns:

Wir sourcen sämtliche Rohstoffe selbst, achten auf eine vollständig faire und nachhaltige Lieferkette, geben transparent Auskunft über alle Hintergründe und Inhaltsstoffe unserer Produkte und bedenken den gesamten Lebenszyklus derselben. Aus diesem Grund bestehen unsere Glas-Gefäße zum Beispiel bereits aus 85% Altglas und können nach dem Verbrauch ihrer Inhalte ideal weiterverwendet werden: Als Trinkglas, Zahnputzbecher, Vase oder vieles mehr.

Auch der soziale Impact wird weiter ausgebaut: Unsere Leinenservietten werden beispielsweise in der Nähe von Berlin in Zusammenarbeit mit einer pädagogisch wertvollen Einrichtung für Menschen mit Behinderung gefertigt. Unsere Vision ist es, mit genau solchen Herstellungsweisen und einem respektvollen und zukunftsweisenden Umgang mit Ressourcen mit gutem Beispiel voranzugehen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung bestand darin, den Weg vom Prototypen bis zum fertigen Produkt zu meistern. Wir mussten jede Menge Rückschläge einstecken, waren monatelang auf der Suche nach Partnerfirmen für die Herstellung und nach Lieferanten für die Rohstoffe und Materialien.

Es schien zwischenzeitlich schon absolut unmöglich, diese Vision umzusetzen – Das finale Produkt letztendlich in der Hand zu halten, war daher ein unglaubliches Gefühl! VANDLEZ konnte durch eine Mischung aus Eigenkapital, Familiendarlehen und einen Mikrokredit finanziert werden.

Wer ist die Zielgruppe von VANDLEZ?

Wir haben uns auf eine Zielgruppe konzentriert, die sich für qualitativ hochwertige, optisch ansprechende Produkte interessiert und der Nachhaltigkeit, Inhaltsstoffe und Hintergründe immer wichtiger werden. Zudem ist es dieser Gruppe wichtig, sich im eigenen zuhause wohlzufühlen, Produkte mit gutem Gewissen zu verwenden und lieber ein hochwertiges als zehn minderwertige Produkte zu kaufen.

All unsere Düfte sind genau wie das Design unisex, klassisch und zeitlos. Wir durften im ersten knappen Jahr feststellen, dass auch unsere Zielgruppe sehr durchmischt ist – was sie vereint, sind die beschriebenen Interessen und das Alter 25 aufwärts.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Besondere an VANDLEZ ist, dass unsere Produkte Nachhaltigkeit, Qualität und klassische, zeitlose Optik verbinden. Da wir in der Entwicklung absolut frei und unabhängig waren, konnten wir all diese Faktoren umsetzen und unsere Vision wahr werden lassen.

Die vielen positiven Rückmeldungen unserer Kund*innen bestätigen uns diese Faktoren immer wieder. Bei VANDLEZ können sich alle Konsument*innen sicher sein, dass man mit den Produkten nicht nur viel und lange Spaß hat, sondern sich gleichzeitig für eine grünere Zukunft, für Tierrechte, für faire Lieferketten entscheidet – Und das alles, ohne Abstriche in Optik oder Qualität machen zu müssen!

VANDLEZ, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren werden wir unser Sortiment erweitert, viele B2B Partnerschaften geschlossen und unser Retailer Netzwerk ausgebaut haben. Wir wollen immer mehr Menschen davon überzeugen, dass unsere Produkte und unsere Philosophie die nachhaltige Alternative zum herkömmlichen Angebot und Markt bildet. Außerdem werden wir unseren ökologischen und sozialen Impact ausbauen und mit vielen Projekten erweitern!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Der für uns wichtigste Punkt war, eine klare Vision zu haben, bevor wir offiziell gegründet haben. Ohne eine ausgefeilte Idee, einen Plan und eine tiefe Leidenschaft für die eigene Vision kann es schnell passieren, dass die Hürden, die das Gründen mit sich bringt, unüberwindbar erscheinen. Deswegen besser nicht nur um des Gründens Willen gründen, sondern aus Überzeugung für die eigene Sache!

Zweitwichtigster Punkt war für uns von Anfang an, am selben Strang zu ziehen. Vermutlich wäre keiner von uns beiden allein so weit gekommen, daher war es unser großer Vorteil, das Thema gemeinsam anzugehen. Egal ob man sich Unterstützung aus der Beziehung, dem Freundeskreis, der Familie oder anderen Umfeldern sucht:

Gemeinsam kann man mehr erreichen, jedoch nur, wenn Respekt, Vertrauen und eine gemeinsame Zielsetzung die obersten Gebote darstellen.

Die dritte Erkenntnis ist, dass es manchmal auch schlecht laufen kann und dass es wichtig und richtig ist, nach Hilfe zu fragen. Niemand kann sich auf allen Gebieten einer Gründung und eines Markenaufbaus auskennen. Es ist vollkommen okay, im eigenen Umfeld oder in professionellen Kreisen nach Unterstützung zu fragen!

Sei es bei anderen Startups, seien es Steuerberater*innen, Anwält*innen, Mentor*innen oder andere Gründer*innen: Es ist unfassbar hilfreich, sich mit Menschen auszutauschen und über bestimmte Probleme zu sprechen. Meistens merkt man so sehr schnell, dass man mit vielen Hürden nicht allein ist und einfache Ratschläge und kleine Hilfestellungen oft jede Menge ausmachen können!

Wir bedanken uns bei Sebastian Wenning für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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