Sitze Probleme auch mal aus

Stellen Sie sich und das Startup UXA kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Lisa und ich habe vor zwei Jahren – neben meinem Job in der IT Branche –“UXA – die Foodsharing App“ herausgebracht und das gleichnamige Unternehmen UXA Foodsharing gegründet.

Mit UXA kann man ganz einfach und kostenlos übrig gebliebene Lebensmittel mit anderen Menschen teilen und damit etwas Gutes für die Umwelt tun, indem man die Lebensmittelverschwendung in Privathaushalten reduziert.

Heute haben sich bereits 19 000 Begeisterte in der App angemeldet und unterstützen UXA damit tatkräftig bei der Mission.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Weil ich eine Idee habe, an die ich glaube und weil ich davon überzeugt bin, dass jede einzelne Idee mit einer nachhaltigen Mission die Welt zum Positiven verändern wird.

Um UXA – Der Foodsharing App einen rechtlichen Rahmen zu geben, habe ich mich entschieden ein Unternehmen zu gründen. Damit soll es möglich sein in die App regelmäßig zu investieren, um sie zu verbessern. 

Denn die Qualität der App ist entscheidend, damit diese nachhaltig genutzt wird und damit viele Lebensmittel vor der Tonne gerettet werden können.

Welche Vision steckt hinter UXA?

UXA soll die einfachste Möglichkeit sein übrig gebliebene Lebensmittel mit anderen zu teilen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Meine größte Herausforderung ist es gleichzeitig viele Abgeber und Abholer in der App zusammenzuführen. Es ist ein Henne-Ei-Problem: ohne Abgeber wenig Abholer und andersherum. Das Vertrauen der Nutzer in die App und in die Idee zeigt aber, dass auch diese Herausforderung eine machbare ist, sofern man ein Angebot schafft, das auf die Nutzer zugeschnitten ist und beiden Seiten erheblichen Mehrwert bietet. 

Ich habe das Unternehmen und die App selbst finanziert. Die anstehende Crowdfunding Kampagne wird teilweise gefördert durch die Landeshautstadt München – Referat für Arbeit und Wirtschaft.

Wer ist die Zielgruppe von UXA?

Zielgruppe sind Smartphone- Nutzer, die Interesse haben ganz einfach ihren Beitrag zur Lebensmittelrettung zu leisten. Egal ob Abgeber oder Abholer, beide helfen damit unserer Umwelt. Also im Endeffekt betrifft es uns alle.

Wie funktioniert UXA? Wo liegen die Vorteile?

Mit UXA können übergebliebene Lebensmittel in 3 Schritten abgegeben und abgeholt werden:

Mache ein Foto vom Lebensmittel 

Lade das Foto inkl. kurzer Beschreibung und MHD/Verfallsdatum in UXA hoch

Organisiere die Übergabe über Chat – FERTIG!

Das macht die App vor allem benutzerfreundlich.Außerdem ist UXA ausschließlich spezialisiert auf das Teilen von Lebensmitteln, d.h. keine Klamotten, keine sonstigen Non-Food Sachen. Es geht rein um die Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung.

Vorteile sind demnach:

  • Macht die Welt nachhaltiger 
  • Ist super einfach 
  • Steht jedem kostenlos zur Verfügung 
  • Macht jeden Menschen – egal ob Abholer oder Abgeber – glücklich!

Wie ist das Feedback?

Überwiegend motivierend und positiv.

Es gibt aber auch Kritiker, die sich ärgern, wenn die App mal nicht funktioniert oder, dass noch zu wenig in Ihrer Nähe angeboten wird. Aber hey, so ist das, wenn man anfängt. Bis die kritische Masse an Nutzern erreicht ist, sind diese Herausforderungen eben da. 

Die meisten Nutzer verstehen das aber sehr wohl und unterstützen, damit diese Herausforderungen auch gelöst werden. Denn im Vordergrund steht die Mission und jeder, der diese verstanden hat, weiß, dass man das Thema Lebensmittelverschwendung nur gemeinsam angehen kann.

Sowohl den Unterstützern, als auch den Kritikern bin ich sehr dankbar, denn beide beschäftigen sich mit dem eingentlichen Thema und versuchen aktiv etwas gegen die Lebensmittelverschwendung zu unternehmen.

UXA, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich möchte die Verbreitung von UXA weiterhin sicherstellen. Denn je mehr Menschen UXA nutzen, desto mehr Lebensmittel werden gerettet! Aus diesem Grund- also mit dem Ziel UXA weiter zu verbreiten- startet am 15.04. die UXA Crowdfunding Kampagne unter https://www.startnext.com/uxa-die-foodsharing-app

Auch in 5 Jahren und danach soll die UXA App eine große Erleichterung bei der Lebensmittelrettung darstellen. Ich habe noch viele Ideen wie man mit neuen Funktionalitäten die Lebensmittelwertschätzung fördern kann und dafür möchte ich im Laufe von 2019 einen kompetenten Technologie-Partner ins Boot holen, der mir bei der Weiterentwicklung und Optimierung der App zur Seite steht.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Um ehrlich zu sein, sehe ich mich eher immer noch in der Situation Tipps zu erhalten, als diese zu verteilen 

Aber wenn mich mein bester Freund, der gründet, nach 3 Tipps fragen würde, würde ich Folgendes antworten:

  1. Mache es nicht wegen dem Business Plan, sondern weil die Tätigkeit für dich den größten Sinn ergibt.
  2. Beschäftige dich auch mit anderen Themen, nehme Abstand, rede mit Leuten, die dem Thema fern sind und wertschätze komplett andere Ansichten.
  3. Sitze Probleme auch mal aus. Nicht jedes Problem soll von dir persönlich mit hundertprozentigem Einsatz behoben werden. Manches raubt mehr Kraft, als dass es später überhaupt etwas gebracht hat. Um diese Entscheidung bewusst richtig treffen zu können, bedarf es sicherlich zunächst einiger Erfahrungswerte.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei  Elizaveta Zvonetskaya für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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