Samstag, November 27, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Usercentrics Daten von Nutzern sammeln, verwalten, dokumentieren und gleichzeitig hohe Einwilligungsraten für die Datenverarbeitung zu erhalten

Stellen Sie sich und das Startup Usercentrics doch kurz unseren Lesern vor! 

Usercentrics ist Anbieter für Consent Management-Plattformen (CMP) und wurde 2018 in München, gegründet. Unsere SaaS-Lösungen ermöglicht es Unternehmen, Einwilligungen von Nutzern auf digitalen Kanälen wie Websites oder Apps zu sammeln, zu verwalten und zu dokumentieren und gleichzeitig hohe Einwilligungsraten für die Datenverarbeitung zu erhalten. Durch unseren kürzlichen Zusammenschluss mit Cybot, dem Betreiber der Cookiebot CMP, sind wir europäischer Marktführer und weltweit führender Plug-and-Play-CMP-Anbieter. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Erfolgreiches Marketing braucht eine gute Datenqualität. Die Erhebung solcher Daten bedarf jedoch auch der Zustimmung jedes Nutzers und sollte transparent sein. Mit dem Bewusstsein, dass im Marketing ein Umdenken von 3rd-Party-Daten in Richtung 1st-Party-Daten stattfinden muss, bin ich nach dem Verkauf meines vorherigen Unternehmens intelliAd mit der Idee für Usercentrics gestartet. 

Welche Vision steckt hinter Usercentrics? 

Wir wollen dem Nutzer die Entscheidung über die Erhebung von und den Umgang mit seinen Daten einfach machen und größtmögliche Transparenz darüber schaffen. Es ist wichtig für Europa, dass starke lokale Player dabei helfen, Datensouveränität gegenüber anderen Gesetzlichkeiten zu wahren, um Datentransfer in Drittländer transparent zu halten oder gegebenenfalls auszuschließen. Ein Cookie-Banner sollte die bestmögliche User Experience gewährleisten, einfach im Handling, verständlich und datenschutzkonform umgesetzt sein. Wir wollten ein Produkt bauen und weiterentwickeln, das diesen Herausforderungen standhält. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Zu Beginn gab es immer wieder Herausforderungen, denn die durch die DSGVO entstandene Notwendigkeit des Consent Managements löste nicht unmittelbar eine Nachfrage am Markt aus. Wir haben weiter an der Idee festgehalten und unser Produkt stetig optimiert, außerdem viel Zeit in die Information und Wissensvermittlung an potenzielle Kunden investiert. Mit Alstin Capital oder Cavalry Ventures hatten wir früh Zugang zu Wagniskapital. Mittlerweile konnten wir über eine Series B Finanzierungsrunde weiteres Geld einsammeln. 

Wer ist die Zielgruppe von Usercentrics? 

Wir adressieren Unternehmen und Website-Betreiber, die die Vorgaben der Datenschutzverordnungen wie DSGVO für Deutschland, LGPD für Brasilien oder CCPA für Kalifornien sicher umsetzen wollen um den Umgang mit Nutzerdaten transparent zu gestalten und Abmahnungen und Bußgelder zu vermeiden. Zu unseren Kunden gehören Großkonzerne, genauso wie kleine und mittelständische Unternehmen und private Website-Betreiber. 

Wie funktioniert Usercentrics? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere SaaS-Lösung ermöglicht es Unternehmen, die Zustimmung von Nutzern auf digitalen Kanälen wie Websites oder Apps zu sammeln, zu verwalten und zu dokumentieren und gleichzeitig hohe Zustimmungsraten für die Datenverarbeitung zu erhalten. So geben wir Nutzern die Möglichkeit, dem Tracking bestimmter Merkmale beim Besuch von Websites und während der Interaktion mit Apps zu widersprechen – jeweils gemäß der hiesigen Datenschutzbestimmungen. 

Ein Teil unseres Alleinstellungsmerkmals sind unsere hervorragenden Integrationsmöglichkeiten. Heute können wir unseren Kunden mehr als 2.000 Tech- und Channel-Partner anbieten. Unsere Integration für die plattformübergreifende Spiele-Engine Unity ist zum Beispiel die erste und einzige Consent Management Platform in ihrem Verified Solutions Partner Program. Außerdem lassen sich unsere Lösungen in Dienste von Wix.com, Amazon, Google und Shopify integrieren, um nur einige zu nennen. 

Die Anpassungs und Individualisierungsmöglichkeiten der CMP sind ebenfalls zwei unserer wichtigsten Vorteile. Die Consent Management Platform bietet viele Optionen im Admin Interface für das UI-Styling, und es ist auch möglich, mit dem Browser-SDK eine komplett individuelle Benutzeroberfläche zu gestalten. Eine weitere Besonderheit ist die Textanpassung für einzelne Datenverarbeitungsdienste oder zusätzliche Gesetzestexte. Dies gilt vor allem für unsere Enterprise-Kunden. Mit der Cookiebot CMP können wir nun noch mehr KMU-Kunden weltweit ansprechen. Die CMP-Lösung besticht durch eine leistungsstarke Deep-Scanning-Technologie, die automatisch alle Cookies und Tracker auf einer Website erkennt und kontrolliert, bis die Zustimmung des Nutzers vorliegt. Mit dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen können wir nun unsere Kompetenzen bündeln und noch mehr Kundenbedürfnisse mit individuellen Lösungen adressieren. 

Usercentrics, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Nach unserem Zusammenschluss mit Coookiebot wollen wir die Kategorie Consent Management mitdefinieren und Marktführer nicht nur in Europa, sondern auch auf ausländischen Märkten werden. Mit unserer Produkteinführung in Nord- und Südamerika etwa planen wir dort eine vergleichbare Marktdurchdringung, wie wir sie in Europa erreicht haben. In Brasilien und Japan wollen wir ebenfalls noch relevanter am Markt sein. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Anfangs gibt es oft Durststrecken, da man noch an der Idee arbeitet, an die zu dem Zeitpunkt eventuell wenige Menschen glauben. Haltet an eurer Idee fest!
Stellt in allen Bereichen ein Team auf, dem ihr vertrauen könnt und das autark arbeiten kann. In Deutschland grasen Unternehmen oft nur auf heimischen Märkten. Es ist aber wichtig, den Weltmarkt im Blick zu behalten. Kunden differenzieren oft nicht, woher ein Anbieter kommt, US-Unternehmen gehen damit oft besser, offensiver um, können daher als Vorbild dienen. 

Wir bedanken uns bei Mischa Rürup für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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