Mutig sein und Fehler machen – daraus lernt man am meisten

URGROW smarte und nachhaltige Plug&Play Hydroponik-System

Stellen Sie sich und das Startup URGROW kurz unseren Lesern vor!

Wir sind URGROW und bringen euch das erste smarte und nachhaltige Plug&Play Hydroponik-System nach Hause. 

Unser interdisziplinäres Team besteht aus 6 Personen, die sich geographisch dezentral verteilen – unser Hauptsitz ist München. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir, also meine Frau und ich, haben vor 4 Jahren mit dem Anbau von Gemüse auf unserem Balkon begonnen, weil wir frisches und regionales Gemüse & Kräuter lieben. Zu Beginn wussten wir aber relativ wenig über die richtige Pflege der Pflanzen. 

Dazu kommt, dass der Platz in einer Stadt leider sehr begrenzt ist. Also haben wir nach Lösungen gesucht, das Maximum aus unserem Wohnraum raus zu holen. Auf der Suche nach der Lösung, um dies für jeden, unabhängig von Platz, Knowhow und Zeit möglich zu machen, sind wir zu Hydroponik gekommen. Damit können platzsparend eigene Pflanzen zu jeder Jahreszeit In- und Outdoor angebaut werden.

Wir haben gemerkt, dass der Geschmack großartig ist, weil man das Gemüse und die Kräuter reif ernten und frisch zubereiten kann. Das Gefühl dabei ist wundervoll. Dazu wird man auf einmal unabhängig von der Jahreszeit. Regionale und frische Erdbeeren im Winter? Das musste mehr Menschen begeistern als nur uns. 

So haben wir uns entschieden den Lifestyle „Urban Farming“ für alle zugänglich zu machen und die Möglichkeit zu schaffen, aktiv etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Nebenbei ist es unglaublich entspannend zu „gärtnern“ – quasi eine Wach-Meditation für zwischendurch.

Wir sind der festen Überzeugung, das Unternehmen heute auch mit Produkten erfolgreich sein können, die nachhaltig und sinnvoll sind – darum haben wir mit URGROW gestartet. 

Welche Vision steckt hinter URGROW?

URGROW ist die smarte und nachhaltige Plug&Play Hydroponik für jedes Zuhause. Gemeinsam machen wir unsere Städte wieder grün. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

  • Eine große Herausforderung war es neue Teammitglieder zu finden, die persönlich und fachlich in unser Team gepasst haben. 
  • Finanziert haben wir uns zuerst mit unserem eigenen Geld. Danach kamen die ersten Preisgelder und das Inkubator-Programm des Strascheg Center for Entrepreneurship der Hochschule München.
  • Für unseren nächsten Evolutions-Schritt bereiten wir jetzt unsere Crowdfunding-Kampagne vor
  • Mittelfristig können wir uns auch vorstellen mit Investoren zusammenzuarbeiten – auch hier muss es aus unserer Sicht vor allem persönlich zusammenpassen. Wir glauben zu 100% an die Technologie – diese Überzeugung muss jeder Partner und Unterstützer auch haben

Wer ist die Zielgruppe von URGROW?

Jeder Mensch, der gerne sein eigenes Gemüse anbauen würde, aber es bisher nicht gemacht hat, weil er keine Zeit, keinen Platz oder zu wenig Wissen über die richtige Pflege der Pflanzen hatte. Wer sich jetzt angesprochen fühlt – der ist unserer Zielgruppe.

Wie funktioniert URGROW? Wo liegen die Vorteile?

Wir konzentrieren uns stark auf die nachhaltigen Potentiale der Hydroponik-Technologie – so sind die meisten der verbauten Komponenten biologisch abbaubar oder zumindest recycelbar. Damit sind wir allein auf dem Markt. 

Dazu kommt, dass unser Saatgut ausschließlich aus traditionellen Züchtungen stammt – die heute in keinem Supermarkt zu finden sind. Wir bieten also Gemüse und Kräuter an, die nicht „überzüchtet“ oder Gen-manipuliert wurden. 

Unser „Bright Soil“ – Der verwendete Nährboden für den Anbau der Pflanzen – wurde zusammen mit einer Forschungseinrichtung entwickelt und versorgt die Pflanzen mit allem was sie für das optimale Wachstum benötigen.  

Und das System ist nahezu autark: das bedeutet, dass unsere Kunden ohne Vorwissen eigenes Gemüse und Kräuter anbauen können. Dabei unterstützt euch unsere App rund um die Uhr in Echtzeit. 

URGROW, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das ist eine ganz spannende Frage – gerade als Startup gibt es so viele Ungewissheiten, die man nur schwer kalkulieren kann. Wenn ich es mir aber aussuchen würde, dann würde ich unsere Vision gerne umgesetzt sehen – wir haben unsere Städte wieder grün gemacht. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Mutig sein und Fehler machen – daraus lernt man am meisten
  • So schnell wie möglich einen ersten Prototypen bauen und es vielen Menschen zeigen – frühes Feedback spart euch Zeit und Energie
  • Wer gründet, sollte zu 100% hinter der Idee stehen – nur so kommt man durch die Talsohlen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lisa und Pascal für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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