Behaltet euer Ziel im Auge und bleibt dran!

Urban Sports Club deine flexible Sport-Flatrate

Stellen Sie sich und das Startup Urban Sports Club kurz unseren Lesern vor!

Ich heiße Moritz Kreppel. Gemeinsam mit Benjamin Roth bin ich CEO und Mitgründer von Urban Sports Club. 2012 haben wir unser Startup in Berlin gegründet. Wir bieten eine flexible Sport-Flatrate, mit der unsere Mitglieder Sport machen können wie, wann und wo sie wollen. Mittlerweile haben wir derzeit über 6.000 Partner-Standorte in fünf europäischen Ländern: Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal. Auch unser Team ist enorm gewachsen, allein dieses Jahr von 200 auf über 400 Mitarbeiter. Wir stellen nach wie vor ein, vor allem im Tech- und Produkt-Bereich und freuen uns, noch weitere Stellen in Europa schaffen zu können. 

Wie funktioniert Urban Sports Club? Wo liegen die Vorteile?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Mitglieder schließen bei uns ein monatlich kündbares Abo ab und können damit per App bei unseren Partner-Standorten in Europa einchecken und trainieren. Dabei können sie  aus über 50 Sportarten und Wellness-Angeboten wählen: Von Yoga, Bouldern, Kryotherapie, über Mannschaftssportarten wie Fußball, bis hin zu Wakeboarden und Massagen. Damit wird Sport nicht nur vielfältiger, sondern auch flexibler. Das Training passt sich dem Alltag an, nicht umgekehrt. Neben unserer Vielfalt und Größe bieten wir im Gegensatz zu anderen Anbietern sowohl Mitgliedschaften für Privatkunden als auch für Firmenkunden. Immer mehr Unternehmen nehmen unser Firmenangebot in Anspruch, um ihren Mitarbeitern einen wertvollen Benefit zu geben und für Arbeitnehmer attraktiver zu sein. Unsere Urban Sports League ist ein einzigartiges Konzept, bei dem Firmenteams in Fußball- und Volleyball-Turnieren gegeneinander antreten. Mitmachen können sogar Unternehmen, die keine Kunden von Urban Sports Club sind. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mein Mitgründer Benjamin hatte vor Urban Sports Club ein Start-up im Fußballbereich aufgebaut, das war einer der Ausgangspunkte. Wir sind zwar keine Profi-Sportler, aber uns liegen Sport und Bewegung sehr am Herzen. Wir waren beide in der Beratung und wollten etwas eigenes aufbauen und gründen. Als Sportbegeisterte und Vielreisende haben wir erkannt, dass wir uns persönlich mehr wünschen und mehr brauchen, als nur in einem Fitness-Studio trainieren zu können. Aus dem Bedürfnis nach mehr Vielfalt und mehr Flexibilität entstand die Idee zu Urban Sports Club. 

Welche Vision steckt hinter Urban Sports Club?

Wir wollen Menschen dazu motivieren, ein gesünderes und aktiveres Leben zu führen. Egal wo sie sind und wann sie gerade Sport treiben wollen. Deswegen arbeiten wir auch ständig daran, unser Angebot zu erweitern. Auf der anderen Seite ist uns daher auch der Aufbau eines starken europaweiten Partner-Netzwerks wichtig. Wir stehen mit Studios und Trainern in engem Kontakt und wollen ihnen ihre Arbeit so leicht wie möglich machen. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Seit unserer Gründung ist viel passiert – eine große Herausforderung zu Beginn war die Eigenfinanzierung. Benjamin und ich haben gebootstrapped und alles selbst gemacht. Wir sind am Anfang wirklich mit Powerpoint-Präsentationen zu den ersten Studios gegangen und haben unsere Idee vorgestellt. Das ging ganz gut. Länger hat es gedauert, die ersten zahlenden Mitglieder zu gewinnen. Wir mussten unser Produkt ständig weiterentwickeln und haben die ein oder anderen Ziele auch weit verfehlt. Aber wir haben weitergemacht und es hat sich ausgezahlt. 2016 hatten wir den Break Even erreicht, uns aber trotzdem dafür entschieden, weiter zu wachsen. Erst kürzlich haben wir uns mit der niederländischen Sport-Plattform OneFit zusammengeschlossen. Heute arbeiten wir mit internationalen Kollegen, führen Teams zusammen. Zudem entwickeln wir immer neue Ideen, wie zum Beispiel unseren neuen WorkOUT Life Balance-Award, mit dem wir Firmen auszeichnen, die sich besonders für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter einsetzen. 

Wer ist die Zielgruppe von Urban Sports Club?

Unser Produkt ist für jeden, der gerne verschiedene Sportarten macht oder/und flexibel bleiben möchte. Wir sehen zum Beispiel, dass viele unserer Mitglieder sehr gerne unterschiedliche Sportarten trainieren oder miteinander kombinieren. Unsere gerade veröffentlichten Sport-Trends zeigen auch, an welchen Wochentagen es die meisten Check-ins gibt oder welche Stadt der Hotspot für beispielsweise Schwimmen oder Tanzen ist. Wie gesagt: Das Angebot gilt für Privat- wie Firmenkunden. Für letztere ist es sogar steuerlich absetzbar, fördert die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und den Teamgeist. Das ist wichtig für die betriebliche Gesundheitsvorsorge. 

Wie ist das Feedback?

Wir halten engen Kontakt zu unseren Mitgliedern über Events und online, unser Customer-Care-Team sitzt auch nicht in Indien, sondern direkt in Berlin im Headquarter. Unsere Beziehung zu unseren Partner-Standorten ist sehr wichtig: Wenn ein Partner geht, sind das in der Regel saisonale Gründe oder Geschäftsaufgaben. Daran sehen wir, dass sich unser Ansatz mit persönlicher und individueller Betreuung auszahlt. Unsere Mitglieder-Community wächst in ganz Europa. Das gilt nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für unsere Firmenkunden. Wir sehen, dass immer mehr Unternehmen mit einer Urban Sports Club-Mitgliedschaft als Mitarbeiter-Benefit regelrecht werben. Darauf sind wir natürlich stolz. 

Urban Sports Club, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten wachsen und sowohl unseren Mitgliedern als auch Partnern das beste Angebot in Europa bieten. Unser Zusammenschluss mit OneFit und die Zusammenführung der Plattformen ist der nächste Schritt dorthin. Langfristig wollen wir unsere App weiterentwickeln und Community-Features einbauen, mit denen man sich zum Sport verabreden kann. Auch die Urban Sport League soll in den nächsten Jahren wachsen. Außerdem steht der Ausbau unseres Partner-Netzwerks im Fokus. Und um das alles zu leisten, wollen wir natürlich auch unser Team an allen europäischen Standorten vergrößern. Wir suchen nach talentierten und leidenschaftlichen Kollegen. Wir setzen auf Diversität und eine gemeinsame Vision. Interessierte Kandidaten können sich auf unserer Webseite die ausgeschriebenen Stellen in unseren Ländern anschauen und sich direkt bewerben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Am Anfang ist es wichtig, sein Angebot zu testen, selbst wenn es noch nicht perfekt ist. Man sollte möglichst schnell ein Minimum Viable Product (MVP), eine absolute Basisversion, aufbauen und Feedback dazu einholen. Meinungen und Eindrücke von außen sind extrem wichtig, um sich weiterzuentwickeln. 

Dann ist es zentral, dieses Feedback zu analysieren und zu implementieren. Wir hatten Glück: Benjamin und ich sind selbst Zielgruppe von Urban Sports Club, daher mussten wir uns nicht in andere hineinversetzen. Sich die Bedürfnisse immer wieder vor Augen zu führen und das Produkt entsprechend zu verbessern, ist elementar. 

Drittens: Resilienz. Haltet durch, auch wenn Kollegen und Freunde Bedenken äußern, Investoren abspringen, das Produkt abgelehnt wird oder etwas nicht funktioniert wie geplant. Wir sind am Ball geblieben, weil wir an Urban Sports Club geglaubt haben. Inzwischen sind wir sehr erfolgreich, aber das war nicht immer klar. Behaltet euer Ziel also im Auge und bleibt dran!

Bildquelle: Klaus Mellenthin

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Moritz Krempel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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