Dienstag, November 29, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Urban Monkeys City Travel und Sightseeing – in jeder Stadt die Locations finden, die zu ihren individuellen Interessen passen

Stellen Sie sich und das Startup Urban Monkeys doch kurz unseren Lesern vor!

Wir denken City Travel und Sightseeing neu: mit unserer Urban Monkeys App werden Städtereisende schnell und unkompliziert in jeder Stadt die Locations finden, die zu ihren individuellen Interessen passen. Dabei denken wir explizit nicht nur ans Sightseeing, sondern auch an Cafés, Restaurants, Shopping, lokale Events und mehr.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

In unseren früheren Jobs als Unternehmensberater, aber auch in unserer Freizeit sind wir viel gereist und lieben es, neue Orte zu entdecken und in die lokale Kultur einzutauchen. Gleichzeitig hat es uns genervt, zu viel Zeit mit der Planung zu verbringen oder – noch schlimmer – in Touristenfallen zu tappen. So ist im Laufe der Zeit die Idee gereift, etwas besseres zu entwickeln – etwas, womit City Travel und Sightseeing wieder entspannt und mühelos wird und einfach Spaß macht. 

Welche Vision steckt hinter Urban Monkeys?

Tourismus ist ein starker Hebel, um über Ländergrenzen hinweg Menschen miteinander zu verbinden. Gerade in Europa wissen wir, dass wir nur gemeinsam stark sind und uns gegenseitig brauchen. Wir sehen Tourismus als eine Chance, dass Menschen miteinander in Kontakt kommen, sich miteinander austauschen und voneinander lernen – und dabei sehen, dass wir mit unseren Nachbarn viel gemeinsam haben und die Unterschiede uns inspirieren können. Daher möchten wir es Städtereisenden so leicht wie möglich machen, neue Orte zu entdecken und sich inspirieren zu lassen – ohne dabei viel Energie in die Planung zu stecken. Und dabei zu entdecken, wie junge Leute vor Ort leben, die ähnliche Interessen teilen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderungen kennen vermutlich alle Gründerinnen und Gründer: wie priorisiere ich die vielen Aufgaben? Was ist dringend, und was kann warten? Welche Aufgaben mache ich selbst, und welche gebe ich besser ab? Man muss immer wieder priorisieren, womit man gerade den größten Impact für die eigene Vision hat. 

Wir haben beide in den letzten Jahren im IT Consulting einer großen Unternehmensberatung gearbeitet, wo wir im letzten Jahr unsere Stellen auf Teilzeit reduzieren konnten. So konnten wir parallel an der Idee feilen und unseren MVP (Minimum Viable Product) entwickeln. Seit Juli 2022 arbeiten wir nun beide in Vollzeit an Urban Monkeys, und bekommen bis Ende des Jahres das ‘Berliner Startup Stipendium’ über die Berlin Startup School. Parallel sind wir mit Investoren im Gespräch, um Ende 2022 / Anfang 2023 unsere erste Finanzierungsrunde durchzuführen.

Wer ist die Zielgruppe von Urban Monkeys?

Wir möchten vor allem Städtereisende der Generation Y und Z ansprechen, also Menschen ca. zwischen 20 und 35 Jahren. Diese Leute kommen intuitiv mit Smartphones und Apps zurecht, reisen viel und gerne und wollen nicht in einer ‘Touristen Bubble’ durch die Stadt laufen. Wenn wir uns bei diesen Reisenden etabliert haben, werden wir später auch Nutzerinnen und Nutzer zwischen 35 und 45 Jahren ansprechen. 

Wie funktioniert Urban Monkeys? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

In unserer Zielvision begleiten wir unsere Nutzer wir ein digitaler bester Freund durch die Stadt, von der Ankunft bis zur Abreise. Anstatt dass der Reisende stundenlang suchen muss, was es in der Stadt zu erleben gibt und was davon für ihn konkret relevant ist, drehen wir den Spieß um: der Nutzer gibt mit wenigen Fragen an, was seine persönlichen Interessen sind, und basierend darauf schlagen wir ihm vor, was er entdecken kann – für den einen beinhaltet das Spaziergänge über lokale Märkte, für jemand anders lieber mehr Museen und abends authentische Cafés oder Bars.

Im August haben wir unsere erste Beta-Version für iOS und Android für Berlin gelauncht. Die Beta-Version ist noch nicht personalisiert, aber revolutioniert einen wichtigen Teil jedes Städtetrips: das Sightseeing. Mit unserer App können Touristinnen und Touristen entspannte Hop-on Hop-off Sightseeing Touren genießen, ohne sich teure Tickets für Hop-on Hop-off Busse zu kaufen. Wir planen unsere Touren stattdessen mit öffentlichen Bussen, in Berlin z.B. mit der Buslinie 100. Dadurch spart der Nutzer viel Geld und fördert mit seinem Ticket den öffentlichen Nahverkehr – und das ist wiederum gut für die Umwelt und die lokale Bevölkerung.

Urban Monkeys, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren möchten wir die Top 15 Städte Europas in unserer App anbieten, und unsere Sightseeing Touren zudem von Bussen auch auf Bike- und E-Scooter Touren ausgeweitet haben. So können wir noch genauer auf die individuellen Interessen jedes Nutzers eingehen. Parallel arbeiten wir weiter an der verbesserten Personalisierung, sodass wir den Nutzern jeweils die besten Vorschläge machen können, die ihre individuellen Wünsche optimal berücksichtigen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sprecht mit potentiellen Nutzern! Das muss nicht gleich eine groß angelegte Umfrage sein. Versucht einfach, Menschen aus Eurer Zielgruppe dort zu treffen, wo sie heute schon sind. Für uns heißt das etwa, dass wir immer wieder am Brandenburger Tor stehen und Gespräche mit jungen Touristinnen und Touristen führen, um ihre Probleme beim Reisen besser zu verstehen.

Zudem, setzt Euch spezifische Ziele: Was kann ich diese Woche konkret machen, um meiner Vision näher zu kommen, was in diesem Monat, und was bis Ende des Jahres?

Und zu guter letzt: sucht Euch Unterstützung! Traut Euch, mit anderen Gründerinnen und Gründern etwa auf Netzwerkveranstaltungen ins Gespräch zu kommen, oder sucht Euch Startup Programme in Eurer Region (oder online). Es ist unglaublich hilfreich, mit Menschen zu sprechen, die gerade in der gleichen Situation stecken oder schon ein, zwei Schritte weiter sind. 

Wir bedanken uns bei Irene Ternes für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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