Sonntag, August 14, 2022

Lieber natürlich wachsen als versuchen, alles zu kontrollieren

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Urban Hochbeet macht Heimgärtnern mit Komplettpaketen einfach

Stellen Sie sich und das Startup Urban Hochbeet doch kurz unseren Lesern vor!

Christian und ich, zwei Freiburger Studenten, konnten einfach keine grauen Balkone mit vertrockneten Basilikumpflanzen mehr sehen. Wir fragten uns, warum sich gerade in unser heutigen Zeit wenige mit dem Eigenanbau beschäftigen. Gerade jetzt, wo eine vegane und nachhaltige Ernährung wichtiger denn je ist. Da wir passenderweise Nachbarn sind, konnten wir schon seit längerer Zeit auf Chris’ Stadtbalkon anbauen und hatten eine Menge Spaß und eine noch größere Ernte. 

Urban Hochbeet soll diese nachhaltige Freude einfach und unkompliziert allen Interessierten ermöglichen, insbesondere denjenigen mit begrenztem Platz, zwei braunen Daumen oder anderen Sorgen. Dies erreichen wir mit unserem Kernkonzept, dem Komplettpaket. In diesem ist alles enthalten, was die Kundin für den Start in die Heimgärtnerei braucht. Ein Hochbeet, ein erwachsenes Pflanzenset nach Wahl, angepasste Erdsorten, Dünger und eine Pflegeanleitung. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Da wir keine andere Lösung auf dem Markt fanden, welche den Einstieg in die Heimgärtnerei wirklich einfach macht, entschieden wir uns, es selbst in die Hand zu nehmen. Vor der Gründung fragten wir in unserem Freundes- und Bekanntenkreis nach den größten Sorgen und Hürden, die einem städtischen Balkongarten im Weg stehen. Dabei erhielten wir Antworten wie den “braunen” Daumen, fehlende Expertise, oder einfach die Zeit, um zum Baumarkt zu fahren. All diesen Problemen wollen wir mit der Gründung von Urban Hochbeet begegnen. 

Welche Vision steckt hinter Urban Hochbeet?

Da wir alle Probleme des eigenen kleinen Stadtgartens aus dem Weg räumen möchten, lautet unsere Vision knapp und simpel: Wir machen Heimgärtnern einfach. Mit Urban Hochbeet wollen wir den Bewohnern der Stadt es selbst ermöglichen, ihre Stadt zur “Green City” zu verändern. Der Start in die Heimgärtnerei bringt nämlich nicht nur ein eigenes Ernteerlebnis, sondern setzt auch einen ersten Schritt in Richtung der modernen Stadt. Das Stadtklima wird durch mehr Pflanzen verbessert, die Bienen freuen sich über mehr Blüten, und die Nachbarn erfreuen sich beim Anblick der grünen Balkonreihen.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unser anfänglich größtes Problem war das Produkt als solches. Es ist schließlich nicht allzu einfach, einen perfekten Minigarten im Paket zu entwerfen. Gewichtsprobleme, Platzprobleme und auch einige biologische Faktoren standen im Weg. In Kooperation mit unserer Partnergärtnerei konnten wir diese aber lösen. 

Beim Marketing bleibt die zielgruppenspezifische Ansprache ein Problem. Da wir Kunden von jung bis alt haben, fällt es uns manchmal schwer, der Marke treu zu bleiben und gleichzeitig die eher älteren Kundinnen passend anzusprechen. 

Auch die starke Saisonalität unseres Geschäfts ist von Natur aus gegeben. Mit dem Winter gehen manche Pflanzen ein und andere wachsen langsamer. Nichtsdestotrotz haben wir auch spezielle Wintersets für das Heimgärtnern in der grauen Jahreszeit konzipiert, sodass man für ein eigenes Hochbeet nicht zwangsläufig den Frühling abwarten muss.

Finanziert haben wir uns zu 100% aus privaten Ersparnissen. Da wir vor jeder Saison aber einen größeren Einkauf tätigen müssen, steht diese Finanzierungsform einer schnellen Skalierung im Weg. Da müssen wir nach der Saison 2022 einen anderen Weg finden.

Wer ist die Zielgruppe von Urban Hochbeet?

Unsere Zielgruppe sind in erster Linie all diejenigen, die in urbanen Ballungsräumen leben und sich trotzdem für Natur und Pflanzen interessieren. Unsere Kunden kommen daher meistens aus den Großstädten. Außerdem haben wir beobachtet, dass insbesondere jüngere Frauen bei uns bestellen. Sie legen einen großen Wert auf einen gesunden Lebensstil legen und fokussieren sich auf eine möglichst nachhaltige und lokale Ernährung. Überraschenderweise findet unser Produkt auch großen Anklang bei Frauen mittleren Alters, welche sich hauptsächlich wegen der Bequemlichkeit für unser Produkt entscheiden. 

Wie funktioniert Urban Hochbeet? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Konzept in dieser Form ist in Deutschland tatsächlich einzigartig. Ein Komplettpaket, in dem ein ganzer Minigarten steckt, gibt es höchstens in Form von Growboxen. Diese werfen lediglich mal ein paar Kräuter oder Tomätchen ab. Mit unseren Balkonhochbeeten kann jedoch richtiges Gemüse wie Gurken, Zucchini und Auberginen geerntet werden. Außerdem sehen wir uns als aktive Begleiter in der Gartenreise unserer Kundinnen. Deswegen bieten wir neben großzügigen Garantien auch einen schnellen Kundenservice vor und nach dem Kauf an.

Urban Hochbeet, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Hauptziel ist es das führende Unternehmen für alle Stadtgarteninteressierten und Neugierigen zu werden. Dafür wollen wir mit unserer Marke den Eigenanbau “entstauben” und lifestyle-tauglich machen. In den nächsten fünf Jahren wollen wir daran arbeiten, auch international zu verkaufen. Dafür hören wir uns bereits nach Partnergärtnereien im europäischen Ausland um. Außerdem wollen wir unser Geschäftsfeld auch um eine Sparte für das “Bürogärtnern” erweitern, also Nutzgärten mit Rundum-Service für innerstädtische Büros. Eine grüne Atmossphäre verschönert immerhin nicht nur die eigenen vier Wände, sondern auch das Arbeitsumfeld – wir beiden Gründer merken das jeden Tag aufs Neue.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Der wichtigste (und gleichzeitig einfachste) Tipp zuerst: anfangen! Eine Idee kann nur wachsen, wenn man sie in die Tat umsetzt. Vor Fehlern sollte man währenddessen keine Angst haben, sie passieren sowieso. Zweitens ist ein gutes Zeitmanagement ratsam. Vor allem wenn man nebenher noch arbeitet oder studiert (oder beides zusammen) ist es wichtig, seinen Tagesplan gut zu strukturieren. Da muss ab und an auch mal ein Wochenende für die Arbeit geopfert werden. Drittens muss man bei aller Arbeit aber auch gelassen bleiben, denn wenn man versucht, alles zu kontrollieren, geht der Spaß an der Sache schnell verloren. Wir sehen an unseren Pflanzen, wie die Natur ihren eigenen Willen hat und man sich oft nach ihr richten muss. Deshalb auch unser Tipp: lieber natürlich wachsen als versuchen, alles zu kontrollieren.

Wir bedanken uns bei Christian Allié und Leon Hensler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Urban Hochbeet

Kontakt

Urban Hochbeet GbR
Gerberau 8
79098 Freiburg im Breisgau

www.urbanhochbeet.de
info@urbanhochbeet.de

Ansprechpartner: Christian Allié

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