Ohne Persönlichkeit ist man als Startup nichts

Die Unternehmenskultur macht die Musik

Wenn Startups für eines bekannt sind, dann ist es für ihr Wachstum. Dabei bleibt aber oftmals die Unternehmenskultur auf der Strecke. Die Folge: Mitarbeiter werden voreilig eingestellt und verlassen bereits nach kurzer Zeit wieder das Unternehmen. Das kostet Zeit und Geld. Dabei sind es gerade die Mitarbeiter, die ein Unternehmen in ihrer Gründungsphase zu dem machen, was es ist.

“Mitarbeiter sind das wichtigste Gut, vor allem in der Phase des starken Wachstums, wo viele Prozesse noch nicht definiert sind und viel Eigenverantwortung gefordert ist. Die richtige Auswahl der Mitarbeiter ist dann entscheidend für den Erfolg eines Start-ups.” so Thomas Kohler, HR von ready2order.

Eine Company Culture stellt die Basis für alle Recruiting Aktivitäten eines Unternehmens dar. Nur wenn ein Mitarbeiter zum „the way we do things around here“ passt, macht eine langfristige Beziehung auch Sinn. Wie entsteht aber eine solche Unternehmenskultur und was zeichnet sie aus?

Am Anfang war der Dirigent
Jeder Startup-Gründer bestimmt die Unternehmenskultur maßgeblich durch seine Person. Sie sind es, die Werte und Normen von Anfang an prägen und Mitarbeiter durch ihre Vision begeistern und dadurch Raum für Innovation und Kreativität schaffen. Gerade in der Wachstumsphase ist es wichtig neuen Mitarbeitern zu sagen was das Unternehmen ausmacht und wo die Reise hingehen soll.

Orchester statt Soloauftritt
Unternehmenskultur ist jedoch keine Führungsaufgabe, sondern wird von allen Mitarbeitern eines Startups bestimmt. Jeder einzelne trägt durch seine Vorstellung von Unternehmertum und Arbeitsmoral dazu bei. Gemeinsame Aktivitäten können dabei helfen, jene sozialen Beziehungen untereinander zu fördern. Es bedeutet nicht, dass man am Ende des Tages mit jedem befreundet sein muss, sondern vielmehr, dass jeder Mitarbeiter den Ort für sich gefunden hat, an dem er sich persönlich weiterentwickeln kann.

Zugabe oder Absage
Ob eine bereits etablierte Unternehmenskultur verändert werden soll oder nicht, kann durch einen Soll-Ist-Vergleich herausgefunden werden. Verkörpern wir wirklich die Werte, für die wir stehen? Wie ist das menschlichen Miteinander? Was wollen wir erreichen? Dabei hilft es oftmals einen externen Berater heranzuziehen, um ein möglichst objektives Gesamtbild zu bekommen.

Startups dürfen trotz rasanten Wachstums nicht auf das Herzstück des Unternehmens vergessen. Unternehmenskultur muss vielmehr als ein Wettbewerbsvorteil gesehen werden, der ein gutes Startup von einem schlechten unterscheidet.

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Christoph Schachner

Christoph Schachner ist seit 5 Jahren im Bereich Marketing tätig. Er ist Experte im Bereich Growth Hacking und hat sich auf die Arbeit in Startups spezialisiert. Seit 2016 arbeitet er beim österreichischen Registrierkassen-Startup ready2order. Für ihn fängt Wachstum nicht mit dem Blick nach außen, sondern mit dem Blick in das Unternehmen an. https://ready2order.com