Man sollte nicht des Gründens wegen gründen

unIQate: Plattform für Hochbegabte

Stellen Sie sich und das Startup unIQate doch kurz unseren Lesern vor!

unIQate hat nichts Geringes als den Anspruch, DIE Plattform für Hochbegabte zu werden, aufgebaut auf drei Säulen: Community, ThemenexpertInnen und Unternehmen. Ich möchte mit unIQate nicht nur ein Netzwerk aufbauen, sondern es soll auch über das Expertenverzeichnis „Expertory“ Wege zu QUALIFIZIERTEN ExpertInnen aus den Bereichen Diagnostik, Therapie, Beratung und Coaching aufzeigen. Im dritten Schritt möchte ich Unternehmen ins Boot holen. Es muss endlich möglich werden, über seine Hochbegabung sprechen zu dürfen, damit das Setting im Unternehmen passt, denn nur so können beide Seiten gewinnen. Unternehmen sollen also entweder bewusst hochbegabte Menschen rekrutieren können oder mit Hilfe der unIQate-ExpertInnen durch Maßnahmen die bereits angestellten Hochbegabten unterstützen. 

 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen mit diesem Schwerpunkt zu gründen?

Statistisch sind 1,8 Mio. Deutsche hochbegabt, aber verschwindend wenige wissen davon! Fehldiagnosen verhindern noch zu oft das Erkennen der Hochbegabung – Diagnosen sind eher defizitorientiert. Ich bin selbst eine spät entdeckte Hochbegabte. Vieles vor dieser Erkenntnis war mit einem enormen Leidensdruck verbunden. Das Gefühl „auf dem falschen Planeten“ vergessen worden zu sein, Drosselung der eigenen Leistung und somit ja eine gewisse Leugnung der eigenen Person. Die Testung bei einer Diagnostikerin war folglich ein bedeutender Schritt für mich. Pures Gefühlschaos und danach: pure Erkenntnis! 

Und das möchte ich weitergeben – im Erkenntnismoment fragte ich mich zugleich: wievielen Menschen geht es da draußen ebenso, dabei sind sie eigentlich „nur hochbegabt“?

 

Was war bei der Gründung von unIQate die größte Herausforderung?

Da gibt es ganz unterschiedliche Hürden, die finanzielle ist ja allseits bekannt. 

Aber für mich war es oft auch der eigene Anspruch und das ‚ungebrochene‘ Durchhaltevermögen. Insbesondere wenn man allein gründet, läuft man manchmal leer und muss sich auch allein wieder aufrichten. Daher sollte man unbedingt vorab prüfen, WARUM man gründen WILL, ansonsten verliert man unter Umständen den Kampf gegen sich selbst.

 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Man SOLLTE und kann nur mit einer Idee starten, die nicht perfekt ist. Mut ist meiner Meinung nach beim Gründen essentiell.  

 

Welche Vision steckt hinter unIQate? Wo geht der Weg hin?

Die Vision ist es europaweit die Kompetenzen zu bündeln: von Hochbegabten, Unternehmen und ThemenexpertInnen. So werden wir Europas führende Plattform für sämtliche Marktteilnehmer im Bereich Hochbegabung, da wir Lösungen von der Erkennung (Diagnostik), Beratung und Coaching bis hin zu Freizeit-, Job- und Partnervermittlung bieten wollen.

 

Wer ist die Zielgruppe von unIQate?

Für den Mitgliederbereich konzentrieren wir uns derzeit auf hochbegabte Frauen, da auf 3 Männer, die um ihre Hochbegabung wissen nur eine Frau kommt. Für Unternehmen bieten wir die Möglichkeit sich als Partnerunternehmen zertifizieren zu lassen, das beinhaltet einen Workshop zur Aufklärung über das Thema Hochbegabung und die damit verbundene Förderung hochbegabter Angestellter bis hin zum gezielten Recruiting. Wir stehen den Unternehmen aber auch beratend zur Seite und freuen uns auf gemeinsame Veranstaltungen oder bieten die Möglichkeit unIQate als externen ThinkTank zu nutzen. Für ThemenexpertInnen bieten wir Marketingkooperationen und die Möglichkeit der Zusammenarbeit.

 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Da gibt es bisher gar nicht so viele. Aber der Fokus auf Frauen ist ganz klar ein USP, ebenso die Ausrichtung auf das Themenfeld „Business“.

unIQate versteht sich als gesunde Ergänzung zu den bisherigen Angeboten und ist immer an Synergien interessiert.

 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Eine Basiszutat hatte ich bereits erwähnt: der Mut! Ein unterstützendes Netzwerk ist ebenso wichtig. Und: man sollte nicht des Gründens wegen gründen. Ich vergleiche es gern mit dem Zustand der Verliebtheit: Sobald das erste Hochgefühl verflogen ist, muss einfach Substanz und Sinnhaftigkeit vorhanden sein, damit es etwas Längerfristiges und Ernstzunehmendes werden kann

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nicole Gerecht für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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