Es wird nicht immer alles glattgehen, aber Hartnäckigkeit zahlt sich am Ende immer aus

Uniplaces unterstützt Studenten dabei, für die Dauer ihres Auslandsstudiums überall in Europa eine Unterkunft zu finden

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Uniplaces doch kurz unseren Lesern vor!
Ich bin Benjamin Grech und habe zusammen mit Miguel de Santo Amaro (Co-Founder, COO) und Mariano Kostelec (Co-Founder, CCO) 2013 Uniplaces gegründet.
In uns steckten schon immer Entrepreneure – ich habe zum Beispiel noch bevor ich 18 war eigene Laufsportveranstaltungen organisiert, mit Kunst gehandelt und einen kleinen Aktienfonds verwaltet. Heute bin ich CEO von Uniplaces. Wir sind ein internationaler Online-Marktplatz für Studentenunterkünfte und vermitteln aktuell in sechs Ländern und 33 Städten in ganz Europa Wohnungen und Unterkünfte an Studenten aus der ganzen Welt. Was mich dabei besonders glücklich macht, ist, dass wir nicht nur eine Marktlücke füllen, sondern mit Uniplaces auch einen gesellschaftlichen Beitrag leisten.

Wie ist die Idee zu Uniplaces entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Kennengelernt haben wir uns ganz klassisch beim Studium. In dieser Zeit haben wir mitbekommen, wie schwer und umständlich Studenten nach Wohnungen suchen müssen. Gerade heutzutage mit den zahlreichen technischen Möglichkeiten, die wir haben, muss das doch auch anders und viel leichter gehen können. Zudem war es unsere Chance, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Daher haben wir direkt nach dem Abschluss Uniplaces gegründet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Lange Zeit bestand unser Team nur aus fünf Leuten. Es hat so ziemlich jeder alles gemacht – vom Vertrieb bis zu den Objektfotos. Ich kann mich noch erinnern, wie ich etliche Kundenmails beantwortet habe. Es gab damals viel zu tun, hat uns aber auch viel Spaß gemacht und viel gelehrt. Am Anfang haben wir vor allem unser eigenes Geld aufgewendet und versucht, so viele kostenlose Ressourcen wie möglich zu akquirieren. Nach circa sechs Monaten wurden wir ausgewählt bei Startup Chile teilnehmen zu dürfen, was uns genügend Geld verschaffte um unsere erste eigene Finanzierungsrunde zu starten. Wir konnten großartige Investoren für Uniplaces begeistern – Leute, die wirklich an unser Projekt geglaubt haben. In Portugal ist das Shiling Capital Partners, die unsere erste Finanzierungsrunde angeführt haben und unglaubliches Vertrauen in unser Team und unsere Vision gezeigt haben. In London hatten wir hervorragende Unterstützung von Octopus Investments, Alex Chesterman, dem Gründer und CEO von Zoopla und William Reeve, einem Vorstandsmitglied bei Graze.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Bisher ist Uniplaces wirklich eine Erfolgsstory. Auch wenn sich unsere Angebote in der jetzigen Phase noch auf Europa beschränken, vermitteln wir bereits an Studenten, dieaus der ganzen Welt kommen. Wir haben Büros in Lissabon, London, Berlin, Mailand und Madridund generierten das erste Mal innerhalb einer einzigen Woche gut eine Million Euro Umsatz für unsere Vermieter.Das ist unser bisheriger Rekord. Da unsere High-Season erst anfängt, erwarten wir weitere Umsatzsteigerungen. Seit zwei Jahren vergeben wir auch sehr erfolgreich unser Uniplaces Wohnstipendium an Studenten, die sich tagtäglich für ihre Mitmenschen einsetzen. Ich wünsche mir, dass wir eines Tages an einen Punkt gelangen, an dem Studenten auf der ganzen Welt über die heutige Problematik, eine angemessene Unterkunft zu finden, herzlich lachen können.

Wer ist die Zielgruppe von Uniplaces?
Studenten, die einen Kurs, ein Semester oder ein Studium im Ausland besuchen möchten und eine geeignete Unterkunft suchen. Gleichzeitig sind wir aber auch Partner für die Vermieter. Auf unserem Vermieterportal arbeiten wir gemeinsam daran, die beste Plattform für beide Seiten zu werden.

Wie funktioniert Uniplaces?
Wir unterstützen Studenten dabei, für die Dauer ihres Auslandsstudiums überall in Europa eine Unterkunft zu finden. Wir prüfen den Großteil der Zimmer selbst und treten als Mittler zwischen Student und Vermieter auf. Dabei ist uns wichtig, dass der Prozess einfach und unkompliziert funktioniert. Suchende wählen einfach eine Stadt, die Dauer des Aufenthalts und die gewünschte Preisspanne und bekommen alle verfügbaren Angebote angezeigt. Alle Uniplaces Vermieter bearbeiten Anfragen binnen 48 Stunden. Die Buchung ist verbindlich, aber bereits mehrere Monate vorab und komplett innerhalb unseres Portals möglich. Als Sicherheit erhält Uniplaces die erste Mietzahlung und leitet diese erst 24 Stunden nach erfolgreichem Einzug weiter. Die folgenden monatlichen Mieten werden dann vom Mieter direkt an den Vermieter gezahlt.

In welchen Städten ist Uniplaces verfügbar?
Wir sind aktuell in 33 Städten, in sechs Ländern aktiv. Natürlich sind die beliebten Erasmus-Städte wie etwa Rom, Lissabon, Berlin, London, Mailand mit dabei.

Was unterscheidet Uniplaces von anderen Anbietern?
Dass man besonders schnell, einfach und zuverlässig die beste Unterkunft findet. Zudem haben Studenten die Möglichkeit bei uns Monate im Vorauszu buchen und sich so gleich an Ihrem ersten Tag in einer neuen Stadt auf wichtigere Dinge konzentrieren können, als einen Platz zum Schlafen zu finden.

Uniplaces, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir werden bis dahin der Weltmarktführer bei der Vermittlung von Studentenunterkünften sein. Daran arbeiten wir tagtäglich.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Glaubt an das, was ihr tut und hört nie auf. Es wird nicht immer alles glattgehen, aber Hartnäckigkeit zahlt sich am Ende immer aus.
2. Fangt so früh an wie möglich und versucht so viele kostenlose Ressourcen zu nutzen, wie ihr könnt. Dazu gehört auch, gute Mentoren zu finden.
3. Euer Team ist das wichtigste. Sei dir sicher, dass es Leute sind, die du bewunderst. Und rede viel mit Kunden – ihr Feedback ist der beste Schlüssel zu schnellem Wachstum.

Bild: Fotograf Marisa Cardoso

Wir bedanken uns bei Benjamin Grech für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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