Umgang mit digitalen Medien muss erlernt werden

Die global führende Konferenz für digitales Lernen – die OEB – startet am 30. November

Digitale Medien können in der schulischen Bildung eine tragende Rolle einnehmen. Folgerichtig haben das Bundesbildungsministerium und die Kultusministerkonferenz die digitale Bildung zu einem Schwerpunktthema erklärt. Doch wie lässt sich ihr Potenzial wirklich ausschöpfen? Dies ist eine der Kernfragen der OEB, die in diesem Jahr unter dem Motto „Owning Learning“ steht.

Dank digitalen Bildungsangeboten können die Menschen mehr denn je selbst entscheiden, was sie wann, wo und in welcher Form erlernen wollen. Zugleich zeigen die aktuellen politischen Entwicklungen, dass das Internet nicht nur eine Fundgrube für Wissen ist, sondern auch die Entstehung von Parallelwelten begünstigt. „Die technische Infrastruktur in den Schulen bereitzustellen, ist darum nur einer von vielen Aspekten“, sagt Rebecca Stromeyer, Gründerin der OEB. „Wir befinden uns in einer Zeit des Übergangs: Eine Generation von ‚Digital Natives‘ wird zum größten Teil von ‚Digital Immigrants‘ unterrichtet, für die der Umgang mit diesen Medien oft einen deutlich geringeren Stellenwert hat. Aber genau dieser Bruch zwischen der alten und der neuen Medienwelt ist eine der großen Herausforderungen für unsere demokratische Gesellschaft.“

Damit stellen sich besondere Anforderungen an die Lehrkräfte, denn sie haben die Aufgabe, in ihren Klassen einen eigenverantwortlichen, kritisch hinterfragenden Umgang mit der digitalen Medienwelt zu vermitteln. Was genau die Anforderungen an digitale Bildung sind, dieser Frage widmen sich auf der OEB unter anderem Andreas Schleicher, Direktor für Bildung bei der OECD, Nell Watson, Gründerin von „Poikos“, Christoph Benzmüller von der Freien Universität Berlin, Josie Fraser, Vorstandsmitglied bei Wikimedia UK, sowie Roger Shank, Kognitionspsychologe und AI-Theoretiker. Sie werden diskutieren, wie man digitale Fähigkeiten fördern kann, und wie aus Lernenden eine internationale Gemeinschaft von Menschen erwachsen kann, die im Netz nicht nur Inhalte konsumieren, sondern auch schaffen.

Für Diana Knodel von der gemeinnützigen Initiative App Camps beinhaltet dieses Schaffen von Inhalten auch das Programmieren. Nach ihrer Auffassung sollen Kinder schon in der Schule Programmiererfahrungen sammeln. Auf der OEB leitet Knodel die Diskussionsrunde „Future Educators and the Need to Teach Digital Skills“ (Zukünftige Lehrkräfte und die Notwendigkeit, digitale Fähigkeiten zu vermitteln). „Wir wollen, dass die Schüler Technologien verstehen und wie sie funktionieren. Anstatt ihnen beizubringen, wie man die fertigen Produkte verwendet, sollten wir ihnen vermitteln, wie man eigene Produkte entwickelt“, sagte sie im OEB-Interview.

Weitere Veranstaltungen auf der OEB befassen sich damit, wie man Jugendliche mit Hilfe von Lernplattformen für den Arbeitsmarkt qualifizieren kann, welche Bildungsangebote für Flüchtlinge und marginalisierte Gruppen benötigt werden, aber auch, wie sich digitale Fähigkeiten an Senioren vermitteln lassen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle ICWE GmbH

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