Unangenehme Aufgaben sollten nicht aufgeschoben werden

Üo – innovativer 360°-Scooter, der auf einer Kugel fährt: Crowdfunding auf Kickstarter

Stellen Sie sich doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Olaf Winkler. Ich bin promovierter Ingenieur der Elektrotechnik und habe mich vor zwei Jahren mit meinem Ingenieurbüro selbstständig gemacht, um die Entwicklung des Üo voranzutreiben. Zuvor war ich in Deutschland und China im Bereich Automobilelektronik für ein internationales Zulieferunternehmen tätig.

Wie ist die Idee zum Üo Scooter entstanden?
Nach einer Segway-Probefahrt in 2009 reifte in mir die Idee, dass das Balancieren in nur einer Richtung auf zwei Rädern nur der halbe Weg dieser Erfindung ist. Ich wollte etwas Besonderes und Neues kreieren. Der Gedanke, das Fahren auf eine Kugel zu verlagern und in alle Richtungen fahren zu können, fesselt mich seitdem.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Die Entwicklung des Üo verlangte ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, die ich neben einem Vollzeitjob nicht aufbringen konnte. 2015 kam ich nach vier Jahren in China zurück nach Deutschland und packte die Gelegenheit, mich vollständig meiner Idee zu widmen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Entwicklung der technischen Details des Üo brauchte die meiste Aufmerksamkeit, um ein bestmögliches Fahrerlebnis zu ermöglichen. Bei vielen Details galt es, technische Hindernisse zu überwinden. Gleichzeitig übernehme ich als Solopreneur eine Vielzahl von anderen Aufgaben mit voller Verantwortung (z. B. Zulieferer, Logistik, Marketing u. a.). Da ist es wichtig, den Überblick zu behalten, richtig zu priorisieren und zu terminieren und sich selbst zu motivieren, um voranzukommen und den Fokus zu behalten.

Ich habe den Üo komplett selbst aus Ersparnissen finanziert. Für die patentrechtliche Begleitung des Projektes habe ich eine 50%-Unterstützungszusage durch das Programm WIPANO erhalten. Ich hatte immer den Plan, den Üo fertig zu entwickeln, bevor ich an die Öffentlichkeit gehe.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden? Wo sehen Sie für sich die Vorteile? Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Ich mag diese besondere Unterstützer-Projekt-Bindung beim Crowdfunding. Sie ermöglicht einen großartigen Austausch auf allen Ebenen und in beide Richtungen.Ich habe schon selbst viele Projekte unterstützt und gesehen, wie kleine Teams große Ideen umgesetzt haben.

Für mich ergibt sich bei Kickstarter die Möglichkeit, meinen Markt und die Resonanz der Menschen kennenzulernen. Ich denke, dass die Unterstützer auf Crowdfunding-Plattformen neuartigen Produkten gegenüber besonders aufgeschlossen sind. Ich freue mich sehr darauf, mit meinen Unterstützern in Kontakt zu kommen und zu bleiben.

Ich werde die Kleinserienfertigung des Üo angehen, die Rewards ausliefern und dann weitere Vermarktungswege für den Üo erschließen.

Wer ist die Zielgruppe vom Üo Scooter?
Der Üo ist ein spannender, neuartiger Scooter für alle, die gerne Spaß haben, draußen unterwegs sind und an besonderer Technik interessiert sind.

Was ist das Besondere an dem Scooter?
Der Üo fährt auf einer Kugel und kann daher auch rückwärts, seitwärts und in alle anderen Richtungen fahren. Er dreht auf der Stelle oder während der Fahrt und vermittelt ein fantastisches, schwebendes Gefühl, das sich entfernt mit Skateboarden oder Skifahren vergleichen lässt.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Der Üo ist mein erstes Produkt. Ich würde gerne weitere neue Dinge entwickeln und vermarkten. Ein paar Ideen habe ich schon. Ein größeres Maß an Kooperationen, auch internationalen, wird hilfreich und spannend sein. Das Feedback zum Üo zeigt enormes Interesse in vielen Ländern, auch außerhalb Europas.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Eine vollständige Todo-Liste vorausgesetzt: Unangenehme Aufgaben sollten nicht aufgeschoben werden. Vermutlich sind sie auch deswegen unangenehm, weil sie viel Zeit und Aufwand beanspruchen. Also sollten sie frühzeitig gestartet werden; andernfalls holen sie einen ein.

Die Suche nach Unterstützung für Gründer ist eine lohnenswerte Aufgabe. Nutzt sie, aber verkauft nicht Eure Seele.

Es gibt viele kleine Schritte, die Scheitern oder Zurückweisung mit sich bringen können. Aus dem Gedanken, dass man aus dieser Erfahrung am meisten lernen und am besten wachsen kann, kann man sehr viel Mut und Energie gewinnen. TED-Empfehlung: Rejection

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Olaf Winkler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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