Ihr seid der Motor der das Unternehmen antreibt

twingz liefert ihnen in Echzeit den Überblick über Ihre Energiekosten

Stellen Sie sich und das Startup twingz doch kurz unseren Lesern vor!
Wir leben in einer digitalen Welt – Informationen sind üblicherweise in Echtzeit verfügbar. Heutzutage ist es möglich sein Zuhause mittels Smartphone und Monitoring-Lösung zu überwachen und Einblick zu bekommen, was dort gerade vor sich geht. Echtzeit Information bekommt man aber auch vom Auto, Spielsachen, der lokalen Wetterstation …

Richten wir nun den Blick auf den Energiesektor, ist es umso überraschender, dass keinerlei Echtzeit Information über unseren Energieeigenverbrauch verfügbar sind. Jedenfalls nicht ohne sich Messsensoren für jedes einzelne Haushaltsgerät zu besorgen. Das bedeutet natürlich jede Menge Kosten und zusätzlicher Geräte im Haus. Sehen wir uns diese Situation aus der Perspektive der Energieversorger an, kommen wir zu dem Punkt, dass diese ebenfalls keinen Einblick in die tatsächliche Nutzung der Energie haben. Ganz im Gegenteil, Energieunternehmen müssen mit 24 bis 48 Stunden alten und zumeist wenig akkuraten Informationen über den Verbrauch auskommen, wenn sie versuchen den Bedarf für den nächsten Tag (day-ahead) vorherzusagen. Das hat sich mit der nun beginnenden Einführung von Smart Meter nicht geändert.

Angesichts dieser Situation haben wir eine Lösung geschaffen, die den Energieverbrauch von Haushalten nach seiner Herkunft aufschlüsselt und zur Echtzeitanalyse verfügbar macht. Mittels Echtzeit-Information und unseren prädiktiven Analysewerkzeugen können Energieunternehmen ihre Energiebeschaffung nun präzise planen und kostenoptimiert umsetzen. Konsumenten wiederum können ihren Energiehaushalt mit Infos auf Ebene der einzelnen Haushaltsgeräte kontrollieren und optimieren.

Wie ist die Idee zu twingz entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Als twingz im Dezember 2010 gegründet wurde, hat uns vor allem die Idee bewegt, mit den damals neu verfügbaren Technologien zu arbeiten und dem Konsumenten die Welt des Internet of Things (IoT) näher zu bringen. Wir haben dazu eine IoT Plattform erschaffen die Dinge und Menschen mittels digitaler Identitäten verbinden konnte. Auf Basis des Feedbacks von einer Umfrage mit mehr als 10.000 Teilnehmern haben wir uns entschlossen den Fokus auf Anwendungen im Energiebereich zu legen. Eine sehr klares learning aus der Umfrage war ja, dass es eine große Diskrepanz zwischen den Bedürfnissen der Konsumenten und den Möglichkeiten des Energiemarktes gibt. Werner, CEO von twingz, hatte dabei die Initiative; Chris (Christian Leeb) und Dietmar (Dietmar Millinger) aber waren sofort von der Idee begeistert und bringen ihre Kompetenz auf visionärer und technischer Ebene ein.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Bisher sind wir im österreichischen, deutschen und dem niederländischen Markt unterwegs. Das bedeutet jedes Mal die Funktionsweise und Bedeutung unterschiedlicher Energiethemen in den Ländern zu verstehen und sich dann dementsprechend den Marktverhältnissen anzupassen. Für uns ist es wichtig Lösungen für Konsumenten UND Unternehmen zu liefern. Hier die tatsächlichen Bedürfnisse und Anforderungen herauszufinden ist und bleibt eine große Herausforderung für das Team.

Was unsere Finanzierung angeht, haben wir sowohl bezahlte Projekte als auch Investment Budgets, die uns eine Fokussierung auf die Entwicklung skalierbarer Produkte ermöglicht. Projekte haben wir in allen drei genannten Märkten, jeweils mit unterschiedlichen Partnern aus dem Energie- aber auch dem Versicherungssektor. Darüber hinaus kooperieren wir mit verschiedenen Technologieunternehmen. Betreffend Investments starten wir mit April über die Leapfunder Plattform eine neue Runde für holländische und deutsche Investoren.

Wer ist die Zielgruppe von twingz?
Wie erwähnt richten sich unsere Produkte sowohl an den Konsumenten als auch an Unternehmen. Bei den Konsumenten sind es vor allem Menschen die sich dafür interessieren ihren Energiehaushalt zu kontrollieren und nachhaltig zu optimieren. Mit Hilfe der automatischen Erkennung und Zuordnung von Verbräuchen zu Haushaltsgeräten helfen wir auch diese Haushalte sicherer zu machen – dort kommen dann die Versicherungsunternehmen ins Spiel. Hinsichtlich der Unternehmen sind es vor allem die Prediction Services, die für Übertragungsnetzbetreiber, Verteilnetzbetreiber und Energielieferanten von Interesse sind.

Wie funktioniert twingz?
Für den einzelnen Haushalt haben wir eine „Sensor plus App“ Lösung, mit der der Energiedatenstrom erfasst werden kann. Die Information wird in Echtzeit in unserer Cloud verarbeitet und für den Konsumenten einerseits sowie die Unternehmen andererseits aufbereitet. Das heißt, als Konsument sehe ich welche meiner Haushaltsgeräte wieviel Impact am Gesamtverbrauch haben und wie sich mein Haushalt in Beziehung zu meinem individuellen Verbrauchsmuster sowie meinen Energiesparzielen entwickelt. Dieselbe Information dient dann dem Energieversorger zur Prognose der Verbräuche am nächsten Tag, damit er präzise planen und handeln kann.

Technisch baut die automatische Geräteerkennung auf einem selbstlernenden, neuronalen Netz auf, während die Predictionservices diese Echtzeit-Information mit weiteren Daten anreichern und damit genauere Vorhersagen und neue Vorhersagemodelle ermöglichen.

Welche Vorteile bietet twingz?
Als Konsument erlange ich Kontrolle über etwas, was sich bisher meiner Wahrnehmung entzog, aber in vielerlei Hinsicht massiv mein Leben beeinflusst – der sogenannte Peace of mind Faktor ist bei jedem Haushalt etwas anders gelagert, aber immer geht es um das Wissen, was sich im eigenen Zuhause eigentlich abspielt und die Freiheit, wenn man will, dort einzugreifen zu können. Das spricht natürlich Ökofans, aber genauso Familien mit Kindern, die ein Interesse an Sicherheit im Haushalt, Budgekontrolle bei den Energiekosten haben oder, die einfach wissen wollen, was es ist, was sie da mit der Energierechnung zahlen. Neugier ist da ein genauso wichtiger Faktor wie Kontrolle oder Freiheit.

twingz, wogeht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben zwei Ziele: erstens wollen wir globaler Technologieführer im Bereich Prediktoren für Energieunternehmen und Versicherungen werden. Zweitens wollen wir Konsumenten überall auf der Welt helfen die Kontrolle über ihren Energiehaushalt zu erlangen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Das aller wichtigste ist auf die eigenen User zu hören. Die können euch Anregungen geben, auf die ihr nie selber kommen würdet.
Bleibt motiviert, egal wie die Dinge stehen. Ihr seid der Motor der das Unternehmen antreibt.
Seid flexibel. Verbeisst euch nicht an eurer Ursprungsidee; hört auf andere Meinungen und keep it erating!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Werner Weihs-Sedivy  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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