Man kann alles schaffen, wenn man seine Ziele verfolgt!

Innovative Reiseprodukte für Kinder – Ride-On-Kinderkoffer Trunki

Stellen Sie sich und das Startup Trunki doch kurz unseren Lesern vor!
Rob Law: Ich bin Rob Law, Gründer und Geschäftsführer von Trunki. Wir entwickeln seit über zehn Jahren innovative Reiseprodukte für Kinder – zunächst den weltweit ersten Ride-On-Kinderkoffer Trunki, den es in vielen Designs gibt, und inzwischen auch viele weitere Produkte wie kunterbunte Kinderrucksäcke oder praktische Reisekindersitze. Nach schwierigen Anfangsjahren sind wir jetzt sehr erfolgreich: Wir haben mehr als 3,5 Millionen Trunkis verkauft und über hundert internationale Auszeichnungen bekommen.

Wie ist die Idee zu Trunki entstanden?
Rob Law: Während meines Designstudiums sollte ich ein Reiseprodukt für Kinder entwerfen. Ich stellte fest, dass das, was es damals auf dem Markt gab, zwar teilweise funktional war – aber mit Kinderaugen betrachtet ziemlich langweilig. Das wollte ich ändern! So entstand die Idee zum Ride-on-Kinderkoffer Trunki.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Rob Law: Das war wirklich eine spannende Zeit – ich hatte mit einigen Herausforderungen und Rückschlägen zu kämpfen! Ich hatte schon sehr viel Zeit in den Trunki gesteckt und einen Privatkredit bekommen, als ich ihn 2006 der Jury von „Dragon’s Den“ vorstellte, das ist die englische Version von „Höhle des Löwen“. Und natürlich ging alles schief, der Koffer ging vor laufender Kamera kaputt – ein Desaster! Aber ich habe nicht aufgegeben, sondern weitergekämpft und vor allem zugehört. Das kann ich jedem jungen Unternehmer nur empfehlen: Hört zu, hört euch an, was eure potentiellen Kunden, eure Zielgruppen zu sagen haben! So konnte ich den Trunki immer weiter optimieren, bis er perfekt war – aufgrund stetiger, kleiner Verbesserungen ist nun bereits die fünfte Ausführung des Trunki erhältlich.

Ich habe ihn zunächst ausschließlich in einem eigenen Online-Shop verkauft, aber als immer mehr Trunkis an Flughäfen und Bahnhöfen auftauchten, interessierte sich auch der Handel dafür. Da gab es dann am Anfang auch Probleme, weil der Trunki sowohl Gepäckstück als auch Spielzeug ist und zwischen diesen beiden Sparten immer hin- und hergeschoben wurde. Aber auch das hat sich inzwischen geregelt – wenn der Bedarf da ist, findet der Markt eine Lösung. Seit 2013 sind wir zudem durch ein Private-Equity-Unternehmen finanziert.

Welche Vision steckt hinter Trunki?
Rob Law: Unsere Produkte sollen Eltern dabei helfen, ihre Kinder die Welt entdecken zu lassen – neue Erfahrungen zu machen, Kulturen kennenzulernen und dabei unvergessliche Erinnerungen zu sammeln. Reisen ist spannend, aber auch anstrengend, vor allem für Kinder, die sich schnell langweilen und überfordert sind. Das wiederum stresst die Eltern. In einem Urlaub sollte doch alles entspannt sein – auch die An- und Abreise. Deshalb will ich Reiseprodukte für Kinder schaffen, die funktional, stabil und sicher sind, aber die auch Spaß machen und den Kindern gefallen. Unser Ziel ist es, weltweit DIE Marke für das Reisen mit Kindern zu sein.

Wer ist die Zielgruppe von Trunki?
Rob Law: Tatsächlich haben wir zwei Zielgruppen, sowohl Kinder als auch deren Eltern. Ich will mit Trunki den Bedürfnissen beider gerecht werden, damit das Reisen für die ganze Familie entspannt ist. Dass wir hierfür ein großartiges Produkt geschaffen haben, beweisen unsere über tausend Fünf-Sterne-Bewertungen. Das macht uns sehr stolz!

Was ist das Besondere an dem Kinderkoffer?
Rob Law: Sie sind sehr stabil und langlebig, daher gibt es auch eine 5-jährige Garantie auf alle Trunkis. Bei den meisten Fluggesellschaften sind sie fürs Handgepäck zugelassen und bieten mit 18 Litern ordentlich Stauraum für einen Kinderkoffer. Und dann natürlich das Wichtigste: Die Kinder können auf ihnen fahren, sie als Sitzgelegenheit nutzen oder sich von ihren Eltern am mitgelieferten Gurt ziehen lassen. Die Trunkis gibt es in vielen verschiedenen Farben und Designs. Aber sie sind nicht nur bunt, sie sind wirkliche Charaktere – vom coolen Piratenschiff über ein verträumtes Einhorn bis zum wilden Tiger ist für jede Kinderfantasie etwas dabei. Das macht den Trunki zu einem richtigen Reisegefährten, er ist weit mehr als ein einfaches Gepäckstück.

Wie ist das Feedback?
Rob Law: Die Kinder sind durch die Bank weg begeistert, sie entwickeln häufig eine richtig enge Verbundenheit zu ihrem Trunki. Und von den Eltern hören wir oft: „Oh, die sind ja toll – warum gibt’s die nicht auch für Erwachsene?“ Da der Trunki ein absolutes Qualitätsprodukt ist, gibt es fast keine Reklamationen – das freut wiederum den Handel.

Trunki, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Rob Law: Wir expandieren international und sind gerade sehr erfolgreich, da liegt unser Fokus. Strategisch wichtige Märkte sind dabei China, Deutschland und die USA, wo wir in fünf Jahren eine ähnliche Position wie heute in UK erreichen möchten. Ich wünsche mir, dass immer mehr Familien eine entspannte Reisezeit genießen können – und immer mehr Kinder Freude an den Trunki-Produkten haben.

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Rob Law: Da sage ich direkt noch mal: „Hört zu!“ (lacht). Nein, wirklich, das ist sehr wichtig. Aber mindestens genauso wichtig ist, nicht aufzugeben. Glaubt an euer Produkt, erschafft eine Vision und lernt von den unvermeidlichen Rückschlägen. Erfolgreiche Unternehmer lernen aus ihren Fehlern, während andere schon aufgeben. Man kann alles schaffen, wenn man seine Ziele verfolgt – Trunki ist der beste Beweis dafür.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Rob Law für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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