Sich nicht abschrecken lassen!

Truly Great Company bio, vegan & nachhaltig – gesunde Pflege für Babies jetzt auf Startnext

Stellen Sie sich und das Startup Truly Great Company doch kurz unseren Lesern vor!
Das Unternehmen Truly Great Nature GmbH wurde im Sommer 2017 gegründet und besteht aus Reinhard Gamper, Sascha Grimm und Katrin Bernard. Ich war einige Jahre in der Wirtschaftsprüfung bei Ernst & Young tätig bevor ich CEO und Gründer der Marke Truly Great Company wurde. Sascha studierte Wirtschaft in Innsbruck und war zuletzt im Vertrieb einer großen deutschen Supermarkt-Kette tätig. Er ist Mit-Gründer des Unternehmens und Vater der kleinen Juna. Katrin ist ausgebildete Pharmazeutin und arbeitet erfolgreich im Bereich der Herstellung von pharmazeutischen Individualrezepturen und Homöopathika. Mit ihrem Know-how und Wissen ist sie sozusagen die Mutter bzw. das „Brain“ unserer Produkte.

Im Produktnamen Truly Great Company vereinen sich gemeinsame Wertvorstellungen für unsere Produkte, aber auch für unsere Unternehmensphilosophie. Jeder Mitarbeiter soll bei uns leidenschaftlich und mit großer Freude arbeiten und sich wohl fühlen können.
Die Firmenphilosophie: Weil uns die Gesundheit und Zukunft der Kleinsten ganz besonders am Herzen liegt, entwickeln wir nur die besten Produkte. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen wir im regelmäßigen und informativen Austausch mit Experten wie Müttern und Vätern, Kinder- und Hautärzten, Hebammen, Kinderkrankenschwestern und Apothekern.

Wie ist die Idee zu Truly Great Company entstanden?
Die Gründung der Truly Great Company entstand wie so viele Gründungen aus der Not heraus. Als Saschas Freundin ihm erzählte, dass sie bald Eltern werden würden, war die Freude natürlich riesig. Nach der ersten Euphorie machten die beiden sich dann ganz viele Gedanken und hatten Fragen wie „Oh mein Gott, ich habe ja keine Ahnung“, „Was muss ich alles wissen?“, „Werden wir das schaffen?“ etc.

Alleine, wenn man Sascha sieht, wie er mit seiner kleinen Tochter umgeht, merkt man, dass es die ganz große Liebe und er sicher der beste Papa der Welt ist. An dem Tag, an dem er mir von seinem Glück erzählt hat, haben wir viele Themen besprochen, ja fast schon analysiert. Sachen, wie Ernährung und Erziehung, Kleidung, Krankheiten und so weiter. Aber eben auch das Thema Körperpflege bei Kleinkindern.

Da alle meine Freunde ja bereits Eltern von mindestens 2 Kindern sind, hatte ich mich schon früher damit beschäftigt, denn ich wollte ihnen etwas Gutes schenken, etwas das man mit ruhigem Gewissen benutzen kann. Das war damals schon nicht einfach und hat mich viel Mühe gekostet. Und als Sascha mir vom selben Problem erzählte, war klar was wir machen müssen. Ich betone hier das Wort „müssen“. Es war fast so als hätten wir unsere Mission bekommen und daraus wollen wir ein Lebenswerk machen! So kamen wir zu der Idee.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?
Eigentlich ist jeder Tag eine neue Herausforderung. Ich stehe z.B. jeden Tag um 6 Uhr morgens auf und überlege mir, beim notwendigen Kaffee, was heute das Wichtigste ist, was unbedingt erledigt werden muss. Ich setze sozusagen jeden Tag die Prioritäten neu. Dies ist notwendig, da man nie genug Zeit hat. Ein Tag könnte genauso gut 48 Stunden haben und man hat immer noch etwas auf der Liste, das man machen bzw. erledigen sollte.

Eine weitere Herausforderung war es, in ein Feld zu gehen, von dem man im Grunde nicht wirklich viel Ahnung hatte. Ich habe mich deshalb im Vorfeld schon regelmäßig mit Müttern getroffen und Pro und Contras von bestehenden Produkten und die richtige Pflege (wozu es tausend Ansichten gibt) besprochen. So konnte man gut eingrenzen, was den Menschen wichtig ist und ob wir hier nicht auf dem Holzweg sind und nur versuchen, ein Produkt für uns selbst zu entwickeln. Aber die Gespräche haben uns bestätigt und Mut gemacht weiter zu machen. Mir war nämlich von Anfang an wichtig, das Produkt direkt am Kunden zu entwickeln, also mit der Hilfe von Experten, den Nutzern. Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder alles lernen kann, wenn man nur will.

Wichtig war vor allem auch, dass wir Katrin gefunden haben. Eine Expertin auf dem Gebiet der Individualrezepturen. Es ist unerlässlich jemanden zu haben, auf den man sich verlassen kann und der die selbe Motivation einbringt wie man selbst. Wesentlich ist auch, dass man die selben Anforderungen an das Endprodukt stellt. In unserem Fall war es der hohe Qualitätsanspruch in Verbindung mit dem Nachhaltigkeitsgedanken.

Welche Vision steckt hinter Truly Great Company?
Die Vision ist, dass jeder Haushalt gesund und nachhaltig leben kann und das zu einem fairen Preis. Dabei haben wir uns 3 Grundregeln auferlegt wie jedes Produkt, das wir auf den Markt bringen möchten, sein muss. Nämlich Bio, rein pflanzlich & nachhaltig. Im Grunde wollen wir das neue Procter & Gamble in grün werden. Klingt sicher übertrieben und unerreichbar, aber man muss sich hohe Ziele setzen und jeder fängt einmal klein an.

Das langfristige Ziel ist es, eine gesamte Palette an Kosmetik- und Hygieneprodukten anzubieten, also ein One-Stop-Shop für Alle zu sein. Wir wollen erreichen, dass das stundenlange studieren der Verkaufsregale ein Ende hat und jeder sorgenfrei zu unseren Produkten greifen kann. Wohl wissend, nichts falsch damit machen zu können. Wir wollen der sichere Hafen für Verbraucher sein!

Wir arbeiten immer am neuesten Stand der Technik. um den Babies den bestmöglichen Start ins Leben zu bieten und den ökologischen Footprint unserer Kunden zu minimieren. Daher sind unsere Flaschen auch aus Zuckerrohr hergestellt, einem nachwachsenden Rohstoff und aktuell die umweltfreundlichste Methode, die auch gewährleistet, dass der Inhalt sicher geschützt ist – das ist z.B. bei Plastik aus Algen noch nicht möglich, aber wir behalten dies im Auge.

Ich bin überzeugt, dass wir vor einer neuen Epoche des Bewusstseins stehen und immer mehr Menschen diesen Awake-Moment spüren und die Menge an wirklich informierten Verbrauchen steigt. Und das ist auch gut so.

Wer ist die Zielgruppe von Truly Great Company?
Zur Start-Zielgruppe gehören junge Familien mit Babys und Kleinkindern, die gleichzeitig zu den informierten und umweltbewussten Verbrauchern zählen. Unsere Zielgruppe ist stark getrieben von einem hohen Qualitätsanspruch gegenüber Produkten, aber möchte sich auch mit der Marke identifizieren können und entscheidet sich daher bewusst für den Kauf eines bestimmten Produktes. Daher ist es wichtig, dass wir von Anfang an ein transparentes Unternehmen sind. Die Menschen wollen wissen wer dahinter und vor allem was im Produkt drin steckt. Der Preis steht dabei nicht im Fokus für die primäre Kaufentscheidung.

Hauptzielgruppe sind dabei immer noch Mütter, da es trotz der familiären Veränderungen meistens immer noch sie sind, die den Einkauf erledigen.

Was ist das Besondere an den Produkten von Truly Great Company?
Wir von Truly Great Company legen großen Wert auf die Ganzheitlichkeit unserer Produkte. Somit kommen ausschließlich pflanzliche Inhaltsstoffe zum Einsatz, bei der Verpackung wird auf Nachhaltigkeit geachtet und Tierversuche kommen ohnehin nicht in Frage. Wir entwickeln Produkte, die in die heutige Zeit passen und die Gesundheit unserer Kleinsten fördern.

Aber auch der ökologische Footprint muss minimiert werden, damit die Kleinen auch noch eine saubere Welt zum Spielen vorfinden können. Deshalb haben wir, wie schon vorhin erwähnt, drei Grundregeln für unsere Produkte festgelegt: Sie müssen bio, rein pflanzlich und nachhaltig sein. Die verwendeten Inhaltsstoffe wie Traubenkernöl, Hanföl und Granatapfelöl stammen aus biologischem Anbau und die Produktflaschen sind aus dem nachwachsenden Rohstoff Zuckerrohr hergestellt. Um das ganze abzurunden, ist es uns gelungen dies alles noch in ein schickes Design zu packen.

Eine Besonderheit ist auch, wie wir unsere Produkte entwickeln. Wir arbeiten eng mit Experten zusammen und zwar den Eltern, aber auch Apothekern, Hebammen und anderen. So können wir gewährleisten, dass jedes Produkt einen extrem hohen Qualitätsstandard hat und wir unsere Produkte nicht an der Zielgruppe vorbei entwickeln.

Natürlich können dies viele behaupten, um das jedoch zu untermauern, zertifizieren wir alle unsere Produkte nach dem „V-Label“ und nach „Cosmos Organic“. Unsere Produktflaschen kommen aus Österreich und der Inhalt wird in Deutschland produziert, um eine hohe gleichbleibende Qualität sicherstellen zu können.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding-Finanzierung entschieden?
Wir haben uns aus mehreren Gründen für eine Finanzierung mittels Crowdfunding entschieden. Zum einen bietet uns dies die Möglichkeit, das Produkt bereits vor Verkaufsstart der Crowd bekannt zu machen und viel aus dem erhaltenen Feedback zu lernen. Auf der anderen Seite können wir zeigen, dass wir ein transparentes Unternehmen sind und auf Leute treffen, die unsere Ansichten teilen.

Außerdem behalten wir unsere volle Entscheidungsfreiheit und können so unabhängig weiter an unseren Wertvorstellungen festhalten.

Aus diesen Gründen haben wir uns auch für die Plattform startnext.com entschieden. Auf der Plattform werden viele soziale Unternehmen finanziert und wir finden, dass Startnext am besten zu uns und unseren Produkten passt und wir auch ganz gut zu der Plattform passen.

Wo sehen Sie die Vorteile gegenüber anderen Finanzierungsmöglichkeiten?
Unternehmer holen sich beim Crowdfunding nicht nur Geld zur Verwirklichung ihrer Ideen, sondern profitieren auch durch eine aktive Crowd und deren Wissen: Investoren können bei der Umsetzung und Verbreitung der Projekte mithelfen und liefern als erste Anwender einer neuen Lösung wertvolles Feedback für das jeweilige Unternehmen.

Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten der Finanzierung, aber viele davon sind für Start-ups einfach nicht oder nur sehr schwierig erhältlich wie z.B. Kredite von Banken. Des Weiteren sollte man sich nicht zu bald Equity-Investoren ins Unternehmen holen, da man vielleicht zu früh wichtige Anteile und die damit einhergehende Entscheidungsfreiheit abgibt.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Das erste finanzielles Funding-Ziel der Kampagne sind 10.000 Euro, mit denen wir die Produktion des Baby-Öls starten können. Erreichen wir am Ende eine Summe von 30.000 Euro, können wir unsere Wundcreme und die Waschlotion ebenfalls direkt produzieren lassen.

Unsere Kampagne wird von dem ambitionierten Projekt „ATMOS“ unterstützt, das einen bisher einzigartigen architektonischen Lebens- und Wohnraum für an Mukoviszidose erkrankte Kinder und deren Familie erschafft. Das Projekt hat ein Vater ins Leben gerufen, dessen Tochter an der Stoffwechselkrankheit leidet. Aus diesem Grund sollen mindestens fünf Prozent der eingespielten Funding-Summe für „ATMOS“ gespendet werden.

Truly Great Company, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir planen in den kommenden Jahren die Einkünfte wieder ins Unternehmen zu reinvestieren und damit unser Sortiment rasch weiter auszubauen. In den ersten Jahren setzen wir vor allem auf mehr Pflege- und Hygiene-Produkte für Babies. Ganz oben auf der Liste stehen Feuchttücher, da diese im täglichen Gebrauch sind.
Außerdem planen wir aber auch den Haushalt, in dem das Baby lebt, natürlicher zu machen. So stehen Putz- und Waschmittel ebenfalls auf der Agenda und sollen so bald als möglich umgesetzt werden.

Ich strebe ein gesundes und nachhaltiges Unternehmenswachstum an und verfolge keine Exit-Strategie. Es soll tatsächlich mein letzter Arbeitsplatz sein. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit Investoren ins Boot zu holen, diese würden unser Wachstum sicher stark beschleunigen können, aber sowas möchte ich nicht um jeden Preis. Ein Investor muss auch zu uns und dem Unternehmen passen.

In 5 Jahren sehe ich ein stabiles Unternehmen, welches sich am Markt etabliert hat und in der Branche gekannt wird. Dass dies in dem hart umkämpften Markt für Babies und Kleinkinder nicht einfach ist, ist mir absolut bewusst. Aber wenn es einfach wäre, würde es wohl jeder machen. Ich glaube fest daran, dass sich Qualität am Markt durchsetzen wird, besonders in Zeiten von Internet und hoher Transparenz.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wenn man mit dem Gedanken spielt sich selbstständig zu machen liest man ja sehr viel darüber, vor allem auch Tipps wie man an eine solche Unternehmung rangehen sollte. Wenn ich mich auf drei Tipps festlegen müsste dann auf folgende:

1) Machen!
Der Anfang ist immer das schwierigste. Aber irgendwo muss man beginnen. Wenn man eine Idee hat sollte man prüfen ob das wirklich eine Idee mit Potenzial ist oder ob dies nur etwas ist, das man selbst gut findet. Man sollte sich den Markt und die Konkurrenz ansehen und sich gut überlegen, wie man sich positionieren möchte. Eine gute Vorarbeit spart später viel Zeit und Nerven. Aber wie gesagt, einfach mal machen.

2) Mit Leuten drüber reden
Auch ein Tipp den man oft liest, der aber sehr wichtig ist. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand dir deine Idee in diesem frühen Stadium klaut. Man sollte mit potenziellen Kunden, mit Experten und Unternehmern sprechen und vorab schon so viel konstruktives und ehrliches Feedback wie möglich einholen. Vor allem ehrliches Feedback ist viel wert!

3) Sich nicht abschrecken lassen
Dies ist wohl der wichtigste Punkt! Man wird sehr oft hören, dass man dies nicht umsetzen kann, dass es schon genug Player am Markt gibt oder dass das Risiko einfach zu groß ist. Von Nein-Sagern darf man sich aber nicht abschrecken lassen. Dennoch sollte man aber auch nicht Ratschläge, die nicht ins eigene Meinungsbild passen komplett ausblenden, sondern darüber nachdenken. Wenn man die Entscheidung gefasst hat, sollte man unbedingt dranbleiben und auch fest an den Erfolg glauben und alles dafür geben. Denn wenn du selbst nicht daran glaubst, warum sollten andere das tun?

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Reinhard Gamper für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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