Samstag, Oktober 16, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Trasenix Datenbank für Pflege-, Senioren- und Gesundheitseinrichtungen

Stellen Sie sich und das Startup Trasenix doch kurz unseren Lesern vor!

Die Trasenix GmbH besteht in ihrer jetzigen Form seit Anfang 2020. Wir sind aktuell ein Team von sechs Leuten und haben unseren Unternehmenssitz in Oberursel bei Frankfurt /Main. Wir betreiben umfassende Datenbanken im Bereich der Pflege- und Senioreneinrichtungen und erfassen bspw. die verschiedenen Informationen zu einzelnen Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens in Deutschland, wie etwa Platz- und Wohnungszahlen, Preisdaten und Informationen zum Träger der Einrichtung. Außerdem verfügen wir über eine Datenbank, in der wir alle Immobilientransaktionen im Bereich der Senioren- und Gesundheitsimmobilien erfassen. 

Auf dieser Basis bieten wir Betreibern, Investoren, Projektentwicklern, Banken oder anderen Marktakteuren Auswertungen und Kurzanalysen als Basis für ihre Entscheidungsfindungen an. Ich persönlich bin nach meinem Finance-Studium und ersten Erfahrungen bei Finanzdienstleistungsunternehmen im Jahr 2016 beim auf den Markt für Senioren- und Gesundheitsimmobilien spezialisiertem Beratungsunternehmen immoTISS care eingestiegen. Dort habe ich die interne Pflegeheimdatenbank aufgebaut. Gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter von immoTISS care, Jochen Zeeh, wurde dann die Entscheidung getroffen, die Datenbank weiterzuentwickeln und als eigenes Unternehmen auszugründen. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Aus einer anfänglich kleinen Idee ein nachhaltig funktionierendes Unternehmen aufzubauen, ist für mich eine der spannendsten Entwicklungen, die ich mir für mein Berufsleben habe vorstellen können. Das hat mich schon immer gereizt. Mit der Pflegeheimdatenbank der immoTISS care bin ich dann vor vier Jahren mit einer Idee konfrontiert worden, die mich nicht mehr losgelassen hat. Ich war schnell überzeugt, dass eine umfassende Datenbank mit einem darauf aufbauenden Dienstleistungsangebot im Markt für Senioren- und Gesundheitsimmobilien über ein großes Potential verfügt, das man unbedingt nutzen muss. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist die Gründung der Trasenix. 

Welche Vision steckt hinter Trasenix?

Ziel von Trasenix ist es, sich zum führenden Anbieter von Marktdaten im Bereich Senioren- und Gesundheitsimmobilien zu entwickeln. Wir möchten mit Trasenix für Transparenz im Markt für Pflege-, Senioren- und Gesundheitseinrichtungen sorgen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist bisher sicherlich die finale Entscheidung zur Gründung gewesen. Es ist wichtig, dass man eine Idee nicht nur ewig durchdenkt, sondern sie dann auch tatsächlich mit voller Überzeugung und Energie in die Tat umsetzt. Das ist aber nicht einfach, weil sich mit der Gründung eines eigenen Unternehmens finanzielle Risiken und Verpflichtungen ergeben. Sobald die ersten Fixkosten entstehen, weil man bspw. die ersten Mitarbeiter einstellt, muss man liefern. Wir haben uns mit der Trasenix aber fast in einer Komfortzone befunden, weil wir vor der eigentlichen Gründung den Schritt innerhalb eines funktionierenden Unternehmens vorbereiten konnten. Es war und ist auch eine große Hilfe, dass wir als Ausgründung eines etablierten Unternehmens auf dessen Anschubfinanzierung vertrauen können und die Anlaufkosten damit zu einem großen Teil bereits refinanziert waren.

Wer ist die Zielgruppe von Trasenix?

Trasenix richtet sich mit dem Angebot an alle Akteure, die sich im Markt für Pflege-, Senioren- und Gesundheitseinrichtungen bewegen. Die Mehrheit unserer Kunden sind Betreiber und Immobilieninvestoren solcher Einrichtungen, die sich beispielsweise im Rahmen von Übernahmen und Ankäufen mit dem Wettbewerb und Markt beschäftigen. Wir liefern unsere Daten, Auswertungen und Analysen aber auch an Projektentwickler, Banken, Gutachter und andere Marktakteure.

Wie funktioniert Trasenix? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser wesentliches Merkmal ist die hohe Marktexpertise mit dem Fokus auf Daten. Wir stellen die Datenqualität in den Vordergrund und haben den Anspruch jederzeit über einen vollständigen und qualitativ hochwertigen Datenbestand zu verfügen. Die Mehrheit unserer Mitarbeiter sind folglich im Bereich Datenmanagement tätig. Aufgrund der langjährigen Erfahrung des Beratungsunternehmens immoTISS care in diesem speziellen Markt, wissen wir darüber hinaus sehr gut, was unsere Kunden wirklich benötigen. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Als junges Unternehmen gleich in den ersten Monaten mit einer solchen Situation konfrontiert zu sein, ist natürlich eine besondere Herausforderung. Wir können glücklicherweise feststellen, dass wir bisher in der aktuellen Phase nur einen leicht rückläufigen Auftragseingang haben, so dass wir sicher sind, die Krise gut zu überstehen. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir sind früh mit unserem gesamten Team ins Home Office gewechselt und haben die Arbeitszeiten komplett flexibilisiert. Das funktioniert auch wirklich gut, da für uns beim Aufbau der Datenbanken die  Anwendungsfreundlichkeit und -einfachheit für die tägliche Arbeit oberste Priorität hatte. Neue Mitarbeiter benötigen somit keine lange Einarbeitung, um mit der Datenbank arbeiten zu können. Auch beim Aufbau der allgemeinen Unternehmensstruktur und -prozesse hatten wir auf einen hohen Digitalisierungsgrad geachtet. Das ist Teil unserer DNA und nicht Corona geschuldet, auch wenn uns diese Aufstellung natürlich in der aktuellen Phase sehr entgegen kommt. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Der Markt für Pflege-, Senioren- und Gesundheitsimmobilien zeigt sich in der Krise im Vergleich zu anderen Immobiliensektoren sehr stabil. Wir gehen daher davon aus, dass es mittel- und langfristig zu einem steigenden Investoreninteresse für unsere Branche kommt, wovon dann hoffentlich auch wir in Form steigender Auftragszahlen profitieren. 

Trasenix, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten uns in den kommenden Jahren zu dem führenden Datenanbieter für Pflege-, Senioren- und Gesundheitseinrichtungen entwickeln, der seinen Kunden auf effizienter Art und Weise hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Über die bestehenden Zielgruppen hinaus gibt es aber natürlich auch weitere Akteure, denen die Intransparenz dieses Marktes zu schaffen macht. Auch denen möchten wir über die stetige Verbesserung unserer Datenbanken und der aufbauenden Dienstleistungsangebote eine Unterstützung sein. Die Basis für diese Entwicklungen ist ein eingespieltes Team mit motivierten Leuten, die ihre verschiedenen Fähigkeiten und Kompetenzen in das Unternehmen einbringen. Wir verfolgen daher auch das Ziel, ein attraktiver Arbeitgeber oder sogar Partner für innovative und kreative Köpfe zu sein, die uns auf unserem Weg unterstützen und weiterbringen oder mit denen wir gemeinsam weitere Ideen entwickeln und umsetzen können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Habt ein klares Ziel vor Augen, das Ihr mit Eurem Unternehmen erreichen wollt. Durchdenkt und plant den Weg dorthin, denn viele der kommenden Herausforderungen sind absehbar und vorbereitet werdet Ihr sie besser meistern. Und dann traut Euch und geht den Weg mit voller Energie, Durchhaltevermögen und Überzeugung – denn Rückschläge sind gewiss und gehören dazu, bringen einen aber dann gut vorbereitet wieder ein Stückchen dem Ziel näher.

Fotograf/ Copyright Bildrechte: Fotostudio Number One, Oberursel // immoTISS car

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Oliver Zirn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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