Erfolg hat drei Buchstaben: TUN

Tradico: Einkaufs- und Absatzfinanzierung für Ihr Unternehmen – ganz ohne Bank

Stellen Sie sich und das FinTech-Startup Tradico doch kurz unseren Lesern vor!
Manuel Hehle, CEO der Tradico GmbH: „Wenn Sie Inhaber eines mittelständischen Unternehmens sind und Ihren Wareneinkauf finanzieren wollen, war das bisher nicht gerade einfach: Sie mussten mit Ihrer Hausbank den Zinssatz verhandeln, Sie mussten Sicherheiten für Ihre Kreditlinien und jede Menge Dokumente hinterlegen. Wir dagegen erledigen alles ganz einfach online und blitzschnell. Tradico arbeitet mit Finetrading, das heißt, wir treten als Zwischenhändler auf und finanzieren die verhandelte Bestellung für den Mittelständler vor.“

Wie ist die Idee zu Tradico entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
„Wir haben uns über Bekannte zusammengefunden. Das Start-up wurde 2014 für B2C-Finanzierungen im Energiebereich gegründet. Ein Jahr später haben wir dieses Modell auf den B2B-Sektor für alle Branchen ausgeweitet.“

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
„Die größte Herausforderung war es sicherlich, das Geschäftsmodell auf immer mehr Branchen anzupassen und dabei unser Risk-Modell immer wieder neu zu justieren. Und diese Aufgabe hört auch nie auf. Unsere eigene Finanzierung erfolgt mithilfe von Bankkooperationen. Und dann ging es natürlich noch darum, die richtigen Investoren zu begeistern. Schon vergangenes Jahr konnten wir mit Earlybird, DvH Ventures und Speedinvest gleich drei Hochkaräter begeistern. Jetzt kamen noch der ehemalige Deutsche-Bank-Vorstand Henry Ritchotte und der Acorn-Gründer Hermann Hauser hinzu.“

Wer ist die Zielgruppe von Tradico?
„Jeder, der ein kleines oder mittelständisches Unternehmen hat, und der seine Wareneinkäufe finanzieren will. Und mal ehrlich: Diese Zielgruppe hatte es in den vergangenen Jahren nicht einfach. Seit der Finanzkrise und den daraufhin erlassenen strengen Regulierungs-Vorschriften für Banken haben immer mehr Mittelständler Probleme, bei ihrer Hausbank eine Zwischenfinanzierung zu erhalten. Und da kommen wir ins Spiel.“

Wie funktioniert Tradico?
„Die interessierten Mittelständler füllen auf unserer Website www.tradi.co einfach ein kurzes Formular aus, dann prüft unser Team mithilfe unseres Algorithmus den Fall. Dafür nutzen wir qualitative Daten aus dem Internet, die dann mit unseren firmeninternen Informationen abgeglichen werden. Innerhalb von drei Werktagen erhält der Händler dann das Wareneinkaufslimit, innerhalb dessen Warenkäufe vorfinanziert werden. Über gewerbliche Einkaufslimits bis zu 20.000 EUR entscheidet unser Unternehmen innerhalb von 30 Sekunden, bei größeren Beträgen von bis zu 1,5 Mio. Euro dauert das auch nur 48 Stunden.“

Welche Vorteile bietet Tradico?
„Wir sind schneller und unkomplizierte als jede Bank. Und im Gegensatz zur Hausbank bewerten wir vor allem das Risiko, das sich aus dem Wareneinkauf und dem Absatzrisiko der durch gehandelten Waren ergibt. Dafür muss der Händler nur seine persönlichen Daten und einen Liefervertrag online vorweisen.“

Tradico, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
„Bisher sind wir vor allem in den DACH-Staaten aktiv. In den nächsten Jahren wollen wir unser Finanzierungsmodell auch auf die anderen europäischen Länder ausweiten. Dafür müssen wir unser Risiko-Modell noch weiter optimieren. Dabei kann uns vor allem einer unserer neuen Investoren, Hermann Hauser, helfen. Er schlägt für uns die Brücke nach Cambridge, und dort wollen wie ein eigenes Risk-Lab aufbauen.“

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
„1. Erfolg hat drei Buchstaben: TUN. Man muss einfach loslegen und nicht zu lange über ein Projekt nachgrübeln. 2. Ihr müsst das richtige Team aufbauen – nur gemeinsam ist man stark. Und 3.: Man braucht strategische Partner – nicht nur finanziell solvente. Wenn Ihr euch Investoren ins Boot holt, sollten die auch geniale Ideen zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells haben.“

Bildquelle: lisamathis.at

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Wir bedanken uns bei Manuel Hehle für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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