TRACK: Ein neues Food Startup aus Berlin rollt den Snack-Markt auf

Track lässt dem Fraß keine Chance: Dieser Flüssig-Snack erobert Deutschland

Wenn Stress und Heißhunger aufeinander treffen, rangiert das Ergebnis gewöhnlich zwischen Zuckerschock und Schnitzel-Koma. Doch zwei Berliner Gründer wollen knurrenden Mägen künftig eine schnelle und trotzdem gesunde Alternative bieten: In ihrer WG-Küche erfanden die Studienfreunde den flüssigen Sattmacher TRACK, der den Snack-Markt um eine neue Kategorie erweitert. Ab Mai wird das energiespendende Getränk das unter anderem Kürbis, Mandeln und Banane enthält, nun den Markt aufrollen.

Currywurst, Brötchen, Schokoriegel und anschließend jede Menge Kaffee, um trotz Verdauungs-Tiefs wach zu bleiben: So sieht der kulinarische Job-Alltag der meisten Deutschen aus. Langfristig leidet darunter die Gesundheit, kurzfristig werden Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. „Wir wollen den Menschen helfen, weniger Scheiß zu essen“, sagt Jakob Repp, einer der Gründer des Food-Startups TRACK. Der Liquid-Snack soll alle, die ihren Workflow nicht unterbrechen wollen, für bis zu drei Stunden in der Spur halten. „Track ist die Lösung, wenn mal wieder keine Zeit für eine vollwertige Mahlzeit bleibt.“

Im Studium hatte Repp die Idee: Wie wäre es, wenn man Ernährung rein funktional betrachten würde? Er ließ sich durch neue Ernährungskonzepte aus den USA inspirieren und bastelte an einem technischen Essensersatz, der alle Nährstoffe enthält, die der Körper benötigt.Ähnlich der Astronauten-Kost: praktisch, gesund und auch noch vegan. „Ich lebte drei Monate so, sparte unheimlich viel Zeit und Geld“, erinnert sich der 25-jährige. Um seine Erfahrungen zu teilen, bloggte er täglich darüber und erhielt in seinem Umfeld jede Menge Aufmerksamkeit. „Der Ansatz schien einen Nerv zu treffen.“ Doch sein Studienfreund Jan-Frieder Damm war skeptisch: „Mir fehlte beim Verzicht auf gutes Essen der Genuss, der Geschmack, aber den funktionellen Nutzen fand ich super.“ So entstand die Idee für Track.

Die beiden Freunde, die heute Geschäfts- und WG-Partner sind, haben sich zum Ziel gemacht ein Produkt zu entwickeln, das beides kann. „Wir wollten einen gesunden Snack, der schmeckt, Performer satt, aber nicht müde macht, und der in Folge dessen in jeder Hinsicht die smarteste Alternative ist“, fasst Damm, ebenfalls 25 Jahre alt, das Convenience-Konzept zusammen. Frische Lebensmittel und gekochte Speisen komplett zu ersetzen, ist dabei nicht das Ziel. „Track ist eine Lösung für all die Momente, in denen wir sonst irgendetwas Ungesundes in uns hineinstopfen würden, um weiter zu funktionieren.“

Obwohl sie noch mitten in den Klausuren steckten, gründeten die Kommilitonen und absolvierten auch ihr studentisches Praktikum gleich im eigenen Unternehmen. Das war im Oktober 2014. Im folgenden Frühling wurde Business Angel Christophe F. Maire auf das Duo aufmerksam und investierte – das Studentenprojekt war von heute auf Morgen ein Startup. Die Mission: Eine innovative Food-Marke etablieren, die für clean label Bio-Produkte steht, die schnelle Sättigung mit gesunder Ernährung verbinden.

Die ersten Rezepte wurden in der Bayreuther WG-Küche ausprobiert. Die ambitionierten Gründer hielten jedes Gramm der eingesetzten Zutaten in Nährstofftabellen fest, testeten hunderte verschiedener Kombinationen aus Superfoods, Gemüse, Früchten und Nüssen. Als größte Hürde erwies sich zunächst die Haltbarmachung. „Wir hatten schon nach wenigen Wochen einen Geschmacks-Favoriten, aber er war nur zwei Tage verzehrbar. Teilweise endeten die Pasteurisierungsversuche nach ein paar Tagen mit explodierenden Verpackungen. “, erinnert sich Damm.

Doch weder die Konservierungs-Krux noch die Tatsache, dass die beiden keine Nahrungsmittel-Chemiker sind, konnte die Freunde aufhalten – im Gegenteil: „Unsere offene Herangehensweise hat uns geholfen, neue Wege einzuschlagen“, sagt Jakob Repp. Rieten Lieferanten und Hersteller von potentiellen Rohstoffen ab, blieben die Jungs trotzdem dran. „Man sagte uns zum Beispiel, dass es nicht möglich sei, gemahlene Kürbiskerne zu verwenden. Jetzt kümmern wir uns in Eigenregie um die Verarbeitung, pressen Premium-Kürbiskerne selbst und vermahlen den Presskuchen in einem weiteren Schritt. Davon profitiert das Produkt enorm.“

Mittlerweile arbeiten Jan-Frieder Damm und Jakob Repp mit einem achtköpfigen Team, darunter der ehemalige CMO eines multinationalen Fast-Food-Konzerns, der aus Überzeugung an Bord ist. Abgefüllt wird der Mix aus Kürbis, Mandel, Banane, Baobab und weiteren pflanzlichen Zutaten in Österreich. „Durch klug designte Prozesse machen wir das Potential der natürlichen Rohstoffe nutzbar“, so Damm. Die sättigende Nährstoffbombe ist vegan, gluten-, laktose- und sojafrei und kommt ohne Konservierungsstoffe aus. Das Getränk wird für nur drei Sekunden auf 140°Celsius erhitzt und aseptisch abgefüllt. So ist die Rezeptur mit dem Namen „Nummer Eins“ lange haltbar und die Inhaltsstoffe bleiben maximal stabil. „Der Drink schmeckt nussig, frisch, leicht süß und doch herb“, beschreibt Jakob Repp das Aroma.

Auch „Nummer Zwei“ ist schon in der Entwicklung. Im nächsten Schritt sollen säuerlich frische und würzige Geschmacksrichtungen hinzukommen. 250 ml sollen dann 2,99 Euro kosten. Erste Tests in den Büros Berliner Startups laufen mit großem Erfolg. Jan-Frieder Damm: „In drei Jahren sehen wir uns als erfolgreicher Hersteller für gesunde Nahrungsmittel für zwischendurch. Wir haben jede Menge Ideen und viel vor.“

Quelle GOLD VON MORGEN Public Relations

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