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TonePedia macht Musikinstrumente für den Nutzer online vergleichbar und kombinierbar

Stellen Sie sich und das Startup TonePedia doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Hajo Hajo und ich bin Co-Founder bei der TonePedia GmbH und für den Vertrieb zuständig. TonePedia besteht aus drei Gründern (Elad Yaacov, Hajo Hajo und Baffour Nkrumah), zwei Festangestellten und einer weiteren Hand voll Freelancern für verschiedene Aufgaben. In Bremen haben wir unsere Produktionsstätte mit den eigens entwickelten Tonstudios zur Produktion der Audio-Demos und unsere Büros.

TonePedia wurde Anfang 2017 in Bremen als GmbH gegründet. Wir, die Gründer, haben uns aufgrund unseres musikalischen Hintergrunds durch Zufall auf einem Konzert und bei einem Musikalienhändler gefunden und das Konzept zusammen weiterentwickelt und immer weiter optimiert.

Wie ist die Idee zu TonePedia entstanden?
Als Elad Yaacov, unser CEO, zu seiner bereits bestehenden Gitarre ein passendes Effektgerät suchte, von denen es tausende auf dem Markt gibt, und kein Musikalienhändler in der Nähe war. Daraus entstand die Idee, dass man Musikinstrumente auch online vergleichen und kombinieren können müsste.

Die Idee des interaktiven Audio-Players war damit geboren.

Jede Gitarre, jedes Effektgerät und jeder Gitarrenverstärker klingt anders. Um den Unterschied hören zu können, musste man zuvor in einen Laden gehen und die Gitarren und das Zubehör testen. Dafür musste man auf einen Verkäufer warten, jede einzelne Gitarre von der Wand holen, diese ggf. anschließen und unter Zeitdruck ausprobieren. Mit TonePedia spart man sich all das und man kann sogar die Instrumente mit verschiedenen Effekten und Verstärkern kombinieren und die Regler in Echtzeit regeln. Ein großer Vorteil für den Kunden und den Verkäufer.

Welche Vision steckt hinter TonePedia?
Die Vision hinter TonePedia ist es, die weltweit größte Plattform zu werden, um Musikinstrumente für den Nutzern online vergleichbar und kombinierbar zu machen. Dabei entsteht eine extrem große Datenbank an Soundsamples. Aktuell haben wir bereits rund 180.000 Audio-Files auf unseren Servern. Dabei sollen neben Gitarren, Effekten und Verstärkern weitere Instrumente und Geräte hinzu kommen (Mikrofone, Schlagzeuge/Percussions, Tasteninstrumente usw.).

Zusätzlich können wir mit den Analytics-Daten aus den Interaktionen genau sagen, welche Kombinationen besonders gut passen oder von den Nutzern sehr oft ausgewählt werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Es gab einige Herausforderungen, aber ich glaube das schwierigste war es, ein Team zu finden, das professionell, ausdauernd und mit einem Ziel vor Augen arbeitet. Das haben wir zum Glück geschafft. Wir sind ein großartiges Team und ich bin stolz auf jeden einzelnen!

Finanziert sind wir über namhafte Business Angels und Family Offices, die vor gut eineinhalb Jahren in TonePedia investiert haben. Zudem haben wir bereits einen Kundenstamm aufbauen können, der unsere Dienstleistungen regelmäßig in Anspruch nimmt und dafür zahlt – wie zum Beispiel auch in der kürzlich gelaunchten und sehr erfolgreichen Kampagne für Boss (Roland). Hier haben sogar die weltbekannten Metal-Gitarristen Andy James, John Browne, Rabea Massaad und Ola England mitgewirkt und ihre eigenen Riffs eingespielt.

Wer ist die Zielgruppe von TonePedia?
Jeder Musikinteressierte kann TonePedia kostenlos nutzen und sollte es auch tun, denn es geht schließlich um den persönlichen Sound, den jeder für sich sucht. Das Tool wird von Herstellern und Online Shops für Musikinstrumente eingebunden und individuell angepasst und wir werden dafür von diesen bezahlt – sie haben demnach einen deutlichen Vorteil im Online Verkauf, da mit der Tonepedia-Integration die Verkaufszahlen steigen. Nach der Integration müssen sich die Betreiber um nichts weiter kümmern.

Die Wartung und gewünschte Anpassungen werden von TonePedia zentralisiert erledigt.

Wie funktioniert TonePedia?
TonePedia ist sowohl eine Plattform mit eigener Website, als auch ein Widget, welches in Drittsysteme wie Onlineshops oder Websites eingebunden werden kann. Dabei ist die Integration sehr einfach und schnell erledigt.

Wer auf der Suche nach einem Musikinstrument, wie beispielsweise einer Gitarre ist, der kann sich auf dem interaktiven TonePedia Audioplayer verschiedenste Gitarren mit Hilfe von voreingespielten Riffs (Playingstyles) vorhören. Diese wurden in hoher Qualität und in neutraler Umgebung aufgenommen, so dass man den authentischen Sound des Instruments hören kann. Jetzt ist aber noch mehr möglich: Die Gitarren kann man nun zusammen mit Effektgeräten und Verstärkern kombinieren, so dass man eine Kette bilden kann.

Die Krönung dabei ist, dass man auch die Regler in Echtzeit regeln kann, als würde man quasi direkt vor dem Gerät sitzen.

Welche Vorteile bietet TonePedia?
Der Vorteil liegt darin, dass man Zeit- und Ortsunabhängig Musikinstrumente vergleichen, sie untereinander kombinieren und die Regler in Echtzeit bedienen kann, ohne sein Wohnzimmer verlassen zu müssen.

Für Händler, die unseren Dienst nutzen liegt der Vorteil darin, dass ihre Kunden nun dieses Tool nutzen können, um eine bessere Kaufentscheidung treffen zu können. Denn es ist ja so, dass Klänge subjektiv wahrgenommen werden, ähnlich wie mit dem Geschmack von Speisen. Wir machen es möglich, dass die Kunden selber entscheiden, welchen Klang sie am besten finden und auf dieser Grundlage ein Musikinstrument oder das entsprechende Zubehör dafür kaufen. Aus unserer Sicht bedeutet modernes Marketing, dass Kunden den Hebel in die Hand nehmen, um selber zu entscheiden, wie sie ein Produkt bewerten. Dazu muss allerdings genug wertvoller Content vorhanden sein.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Die Frage ist leicht zu beantworten, da wir weltweit keinerlei Konkurrenz in der Form haben. Wir sind tatsächlich die einzigen, die einen solchen interaktiven Audioplayer mit dieser Qualität zur Verfügung stellen.

TonePedia, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Der Weg ist noch lang, denn wie oben bereits erwähnt haben wir vor, alle möglichen Instrumente in unser Repertoire aufzunehmen. Das bedeutet, dass wir großes Wachstum vor uns haben und viele neue Technologien einsetzen werden, um noch effektiver und effizienter Aufnahmen von Instrumenten und dem entsprechenden Zubehör zu erstellen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Sucht euch ein Team, in dem alle den selben Mindset für das Produkt haben und 100% dahinter stehen – das hilft am besten um schwierige Phasen zu überstehen.
2. Werft eure Befindlichkeiten und euer Ego über Board!

3. Seid schnell, flexibel und überdenkt euer Geschäftsmodel täglich, um euer Produkt oder eure Dienstleistung bestmöglich zu monetarisieren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Hajo Hajo für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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