Sonntag, Juli 3, 2022

Toicube darf in keinen WC und Bad fehlen

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Toicube Gründer Roland Moser im Interview stellt er seine Firma vor und wie es nach der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Toicube doch bitte unseren Lesern kurz vor!
Zu meiner Person: Roland Moser, 43
Ich habe an der Technischen Universität in Wien Vermessungstechnik studiert, habe danach aber immer im Vertrieb gearbeitet, seit 10 Jahren bin ich als Consultant im Bereich Technologie-Startups tätig, die letzten 4 Jahre davon selbständig, ich bin auch an mehreren Unternehmen beteiligt.
Unter dem Label „Toicube“ werden Utensilien für Toilette und Bad – in modernem Design und mit neuen Funktionen – entwickelt und vertrieben. Das erste Produkt ist ein Toilettenpapierhalter der es ermöglicht, sowohl trockenes als auch feuchtes Papier aufzunehmen. Neben dem ansprechenden Design besticht der Papierhalter vor allem durch die geniale Konstruktion. Diese ermöglicht es, die Feuchttuchbox berührungslos zu öffnen und automatisch wieder zu schließen. Somit ist sowohl absolute Hygiene als auch ein Austrocknen der Tücher garantiert. Das Produktkonzept ermöglicht zudem eine modulare Gestaltung und flexible Erweiterung des Halters. Ein Patent zum Produkt wurde eingereicht.
Toicube betreibe ich derzeit als EPU – wenn der Erfolg nach der 2 Minuten 2 Millionen – Show anhält, steht aber eine Umgründung in eine GmbH an.

Wie ist die Idee zu Toicube entstanden?
die Idee hatte ich vor drei oder vier paar Jahren, nachdem mich die Plastikboxen auf meinem Klo so genervt haben, dass ich beschlossen habe einen kombinierten Klopapierhalter zu kaufen. Da gab’s aber nichts brauchbares am Markt (und das, obwohl es seit den 70er Jahren feuchtes Klopapier gibt), also habe ich beschlossen, selbst einen Halter zu entwickeln.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größten Herausforderungen waren einerseits die Finanzierung der Entwicklungen sicherzustellen, andererseits war es aber auch sehr schwierig, kompetente und zuverlässige Entwicklungspartner zu finden.
Finanziert habe ich schließlich aus der eigenen Tasche und über ein kreativ wirtschaftliches Förderprogramm der AWS (Austria Wirtschaftsservice), das mir entscheidend weitergeholfen hat.

Warum haben Sie sich jetzt für eine Crowdfunding Kampagne auf Kickstarter entschieden? Wo sehen Sie für sich die Vorteile?
Crowdfunding auf Kickstarter ist gut geeignet, wenn man für „jedermann“ leistbare Produkte und Gadgets anbieten kann – hier findet man auch die Technik-Nerds, die gerne neue Dinge haben und ausprobieren möchten. Und zudem ist Kickstarter auch eine gute Werbeplattform.

Wer ist die Zielgruppe von Toicube?
Jeder Haushalt braucht einen Toicube – in jedem Bad oder WC!
Und außerdem ist der Toicube ideal für die Hotellerie und Gastronomie, weil die Entnahme der Tücher absolut hygienisch ist.

Wo kann ihn kaufen und wie viel kostet er?
Derzeit ist der Toicube über die Kickstarter-Kampagne zu besonders günstigen Konditionen erhältlich – und natürlich direkt über unsere Homepage. Zukünftig soll der Toicube natürlich auch im Sanitärfachhandel und im Baumarkt erhältlich sein. Daran arbeiten wir gerade.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für die Startup Show 2 Minuten 2 Millionen beworben haben?
Ich bin ja seit Jahren in der österreichischen Startup-Szene unterwegs, und verfolge deswegen alles rund ums Thema Gründen. Natürlich habe die erste Staffel gesehen und fand, dass es eine enorme Chance ist, da mitzumachen – egal ob man es schafft, in der Show auch tatsächlich ein Investment zu bekommen – die Airtime alleine ist schon unbezahlbar.Später habe ich erfahren, dass für die 2. Staffel noch Unternehmen gesucht werden – und habe mich beworben. Ich dachte auch nicht, dass ich es tatsächlich bis in die Show schaffe – aber es hat geklappt – und natürlich ist das eine riesengroße Chance, auch wenn es mit dem Investment noch nicht geklappt hat.

Wie haben Sie sich auf die Show 2 Minuten 2 Millionen vorbereitet?
Ich habe mir eine Toilette samt Spülkasten gekauft und bin damit zum Casting gefahren

Sie sind eines der wenigen Startups die es in die Show 2 Minuten 2 Millionengeschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was hatten Sie sich von der Show versprochen?
Mir war von Anfang an bewusst, dass meine Chancen auf ein Investment nicht allzu groß sind, aber wie schon erwähnt, die kostenlose Werbezeit ist einfach großartig! Das Feedback und die Motivation dadurch, dass ich es in die Show geschafft habe waren überwältigend. Es war definitiv die richtige Entscheidung, mitzumachen!

Ziel der Show „ 2 Minuten 2 Millionen “ ist es, das Startups einen Investor bekommen und ein Deal zustande kommt. Welchen der Investoren hatten Sie im Fokus?
Ich hatte vor allem Herrn Dr. Haselsteiner im Fokus, da er mit seinem beruflichen Background im Bereich der Immobilien möglicherweise einige Türen öffnen könnte. Herr Hillinger wäre mit seinem Netzwerk in der Gastronomie sicher ein großer Mehrwert.

Wie war nach der Sendung das Feedback aus der Presse sowie von den Kunden?
Das Feedback war schlichtweg überwältigend, alle Nachrichtenkanäle waren voll und das Telefon klingelte auch ständig. Sowohl von der Presse als auch von Kunden. Meine Erwartungen zum Nutzen des Auftritts in der Show wurden jedenfalls mehr als erfüllt!

Welchen Tipp würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Nicht aufgeben und nicht entmutigen lassen. Ich glaube, das ist der wichtigste Leitsatz für einen Gründer. Ich hatte viele Tiefschläge bei der Umsetzung, leider auch einige Probleme mit Entwicklungspartnern und trotzdem habe ich immer an das Produkt geglaubt. Dran bleiben und nicht lockerlassen, also der Eigenantrieb – das ist meiner Meinung nach die wesentlichste Eigenschaft, die einen Unternehmer auszeichnet.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
In einem Joint Venture mit einem großen Hersteller von Verbrauchsmaterial!

Foto © PULS 4 / Gerry Frank

Wir bedanken uns bei Roland Moser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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