Toby dein Shopping Reminder

Toby: Nie wieder Einkäufe vergessen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Toby doch kurz vor!
Hey! Wir sind Joachim und Danny und haben Toby – Shopping Reminder gegründet. Die App erinnert den Nutzer automatisch an Besorgungen, wenn ein passendes Geschäft in der Nähe ist. Wenn du also z.B. heute noch Milch kaufen musst, öffnest du die App, klickst auf Milch und hast schon eine Erinnerung aktiviert. Wenn du dann in der Nähe von einem Supermarkt bist erinnert dich Toby automatisch daran, dass du noch Milch besorgen musst und zeigt dir auch gleich den Weg zum Geschäft an. Auf Wunsch kann man Erinnerungen auch einschränken auf bestimmte Tageszeiten (z.B. nur nach der Arbeit), bestimmte Preisklassen und bestimmte Geschäfte (z.B. nur bei Spar oder nur bei einem bestimmten Spar Markt). Außerdem kann man, über eine Facebook Connection, auch dem Partner oder Mitbewohner eine Erinnerung eintragen.

Wie ist die Idee zu Toby entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee entstand wirklich daraus, dass ich während meiner Zeit in München oft morgens die letzte Scheibe Brot gegessen habe und mir vorgenommen habe, im Laufe des Tages neues Brot zu besorgen. Leider musste ich oft ohne Frühstück in den Tag starten, weil ich es einfach immer wieder vergessen habe obwohl ich auf meinem Weg zur Arbeit und zurück an mehreren Bäckern vorbeigekommen bin. Die Location based Reminder Funktionen in den To-Do Apps fand ich immer sehr umständlich, da man über die kleine Smartphone Tastatur eine Adresse eintippen muss die man vorher raussucht oder eine Stecknadel auf einer Karte platzieren muss. Außerdem wird man dann auch nur an diesem einen Ort erinnert obwohl evtl. viele verschiedene Ort (in unserem Fall Geschäfte) nützlich sein können.
Kurz danach, während eines Praktikums bei Microsoft, habe ich meinen Co-Founder Joachim kennengelernt und wir waren uns schnell einig, dass wir mit der Idee durchstarten wollen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir sind bisher komplett eigenfinanziert. Abgesehen von einigen Herausforderungen in der Programmierung hat es sich bisher als schwierig erwiesen, den Leuten zu erklären was Toby ist ohne einen Usecase zu beschreiben. Mit Usecase versteht es jeder sofort da sich viele mit dem Problem identifizieren können, ohne Usecase ist es aber schon schwieriger da es so ein Produkt noch nicht gibt und die Leute uns schnell als Einkaufliste verstehen. Mit dem Begriff ortsbezogene Einkaufserinnerung kann aber natürlich auch kaum jemand etwas anfangen. Das ist vor allem problematisch im Bereich Onlinemarketing wo wir mit begrenzten Zeichen zu kämpfen haben.

Wie hat sich Ihr Startup Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Ich muss sagen wir sind recht vorsichtig vorgegangen und hätten uns eigentlich schon viel früher mit einem MVP auf den Markt trauen sollen. Jetzt sind wir seit Januar in AT für iOS live und Windows und Android werden auch bald folgen. Außerdem testen wir Toby gerade in einigen internationalen Märkten wo wir auch demnächst live gehen werden.

Wer ist die Zielgruppe von Toby?
Unser Ziel war es, ortbezogene Erinnerungen auch für weniger Tech-affine User zugänglich zu machen, indem wir uns auf einen Usecase spezialisieren und dafür die App so benutzerfreundlich wie möglich machen. Du musst bei Toby nur eine Kategorie und Subkategorie auswählen und hast schon eine Erinnerung aktiviert. Zu Beginn fokussieren wir uns auf Young Professionals und junge Familien da wir glauben, dass diese Zielgruppen einen vollgepackten Alltag haben und sehr offen für produktivitätsfördernde Apps sind.

Wie funktioniert Toby?
Toby gleicht im Prinzip den Standort des Users mit einer Datenbank von Geschäften ab. Das Ganze passiert aber im Hintergrund und somit ohne den Akku zu sehr zu belasten. Wir überlegen auch den Radius in dem der User erinnert wird anzupassen je nachdem ob ein User in einer urbanen oder ländlichen Region unterwegs ist. Diese Anpassung könnten wir auch vornehmen je nachdem ob ein User zu Fuß oder mit dem Rad/Auto unterwegs ist.

Wie ist das bisherige Feedback?
Das Feedback bisher ist wirklich interessant und fiel anders aus als wir erwartet hatten. Die Leute sind entweder komplett begeistert oder können darin gar keinen Nutzen für sich erkennen. Etwas dazwischen kommt nur sehr sehr selten vor. Das hat sicher auch einfach etwas mit dem Typ Mensch zu tun, ob man nun jemand ist der schon mal eine Besorgung vergisst oder eben nicht. Wir sind eigentlich ganz froh über diese Entwicklung, denn wir haben lieber 10 User die Toby lieben, als 30 die Toby ganz nett finden aber bald wieder abspringen. Schließlich neigen die User die wirklich begeistert sind auch viel eher dazu das Produkt weiterzuempfehlen.

Toby,wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir schauen da stark auf das Feedback unserer User. Generell geht es aber natürlich in die Smart Home Richtung. Irgendwann soll der Kühlschrank automatisch mit Toby kommunizieren welches Produkt gebraucht wird und auch eine Anbindung an einen Lieferservice ist denkbar. Wenn das gewünscht Produkt nicht bis 18 Uhr gekauft wurde, schlägt Toby dem User vor es automatisch bis 20 Uhr liefern zu lassen. Wir sind hier auch schon in ersten Gesprächen mit Smart Fridge Herstellern und Lieferservices.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Tretet relevanten Startup Netzwerken bei (z.B. Facebook Gruppen) und fangt im Idealfall schon während des Studiums an da ein Startup selten gleich zu Beginn genug Geld abwirft als das alle Gründer davon leben könnten.

Wir bedanken uns bei Joachim und Danny für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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