Sonntag, September 25, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

TipTapp digitaler Marktplatz, der schnell und einfach Hilfe beim Transport von Gegenständen jeder Größe bietet

Stellen Sie sich und das Startup Tiptapp doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Tim und ich bin CEO und Mitbegründer von Tiptapp. Die App ist ein Marktplatz, der Nutzer:innen in Echtzeit mit anderen Menschen zusammenbringt, die zusätzlichen Platz in ihrem Fahrzeug und Zeit haben, Sachen von A nach B zu fahren. Die Plattform bietet sofortige Hilfe bei Lieferungen, Umzügen und Recycling von Gegenständen jeder Größe. So wird der Alltag unserer Nutzer erleichtert und die Notwendigkeit eines eigenen Autos reduziert. Cleveres „Ridesharing“ und mehr Recycling von Dingen bedeutet auch weniger Ressourcenverschwendung in unseren Städten. Wir haben Tiptapp im Jahr 2016 in Stockholm gestartet. Heute sind wir auch in London, Lissabon und jetzt in Berlin vertreten.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Nachdem ich viele Jahre bei einem führenden Online-Immobilienmarktplatz gearbeitet hatte, wollte ich etwas Eigenes aufbauen, das wirklich einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft hat. Als in den frühen 2010er Jahren einige sehr erfolgreiche Unternehmen in der Sharing Economy auftauchten, dachte ich, dass es noch so viel Potenzial für die Technik geben muss, um ein intelligenteres Teilen unserer Ressourcen zu ermöglichen. Das war also mein Antrieb bei der Suche nach einer guten Geschäftsidee.

Welche Vision steckt hinter Tiptapp?

Wir wollen Städte auf der ganzen Welt mit supereffizienter Mobilität von Dingen ausstatten. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern und gleichzeitig den Ressourcenverbrauch zu begrenzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ich würde sagen, dass unsere größte Herausforderung anfangs darin bestand, zu erkennen, dass es Zeit braucht, bis ein Marktplatz wie der unsere angenommen wird. Sobald die Nutzer erst einmal mit einer neuen Lösung für ein alltägliches Problem vertraut sind, wollen sie nie wieder zurückkehren. Dafür sind geduldige Investoren entscheidend, die wirklich an unsere Vision und unser Geschäft glauben. Das Unternehmen wurde bisher von Privatinvestoren und Family-Offices finanziert, die Technologie und Marktplätze gerne unterstützen.

Wer ist die Zielgruppe von Tiptapp?

Wir haben zwei Zielgruppen: Junge Berufstätige in Städten, die keinen Zugang zu einem eigenen Auto haben, und Familien in Vorstädten, die oft ein Fahrzeug haben, denen aber die Zeit oder der Platz fehlt, um größere Dinge zu transportieren.

Foto: Pontus Orre

Wie funktioniert Tiptapp? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Über Tiptapp jemanden zu finden, der einem hilft, ist super einfach. Nachdem die App heruntergeladen ist, wird einfach ein Foto gemacht und eine kurze Beschreibung hinzugefügt. Nutzer:innen geben an, was transportiert oder recycelt werden soll und wie viel sie bereit sind zu zahlen. Innerhalb weniger Minuten sollten Vorschläge von anderen eingehen, die helfen wollen. Es steht Anzeigenersteller:innen frei, jemanden aus der Liste auszusuchen, und zwar zu einem passendem Zeitpunkt.

Wenn Sie etwas zum Recyceln abgeben, müssen unsere sogenannten Helfer:innen dies bei Tiptapp nachweisen, damit sichergestellt ist, dass die Sachen dort landen, wo sie hingehören. Tiptapp unterscheidet sich von anderen Diensten dadurch, dass Personen mit anderen Privatpersonen verbunden werden. Es steht ihnen frei, diese Aufträge mit eigenen Erledigungen zu verbinden. So kann viel schneller und kostengünstiger jemanden gefunden werden, der hilft, als bei einem traditionellen Unternehmen. Zudem haben Nutzer:innen die Möglichkeit, ein kleines zusätzliches Einkommen zu verdienen und auf den Straßen sind weniger Autos unterwegs.

Tiptapp, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den meisten Großstädten in Europa und auf der ganzen Welt gibt es einen klaren Bedarf an intelligenter Logistik. Tiptapp will in den kommenden Jahren viele neue Märkte erschließen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Der Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens braucht Zeit. Gründer sollten sicherstellen, dass sie sich für etwas entscheiden, an dem ihr Herz hängt.

2. Wenn die Technik eine zentrale Rolle spielt, sollte unbedingt ein technischer Mitgründer dabei sein. Das macht das Leben so viel einfacher.

3. Es ist wahrscheinlich klug, so viele Ratschläge und Anregungen wie möglich von intelligenten Leuten aufzusaugen, die einem auf dem Weg begegnen. ABER vertraue immer auf dich selbst und auf deine Intuition und mach am Ende das komplette Gegenteil aller Ratschläge. Das ist es, was Unternehmer tun.

Wir bedanken uns bei Timm für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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