Die wichtigsten Tipps für die Fördermittelakquise

Teil III der Serie „Start-up-Finanzierung mit Fördermitteln“

Mit öffentlichen Fördermitteln lassen sich innovative Business-Ideen und Produktentwicklungen teilfinanzieren. Doch wie kommen Start-ups an Fördermittel heran? Die wichtigsten Tipps im Überblick.

Innovativ muss es sein
Förderprogramme unterstützen innovative oder gar disruptive Technologien, Ideen und Visionen. Demnach sollten sich Gründer, die von öffentlich ausgeschriebenen Fördermitteln profitieren möchten, zunächst fragen, ob ihr Projekt solch ein innovatives Potenzial hat. Nach der Definition der meisten Förderinstitutionen bedeutet dies, dass etwas Neues, noch nie Dagewesenes geschaffen wird, dessen Marktreife noch nicht unmittelbar bevorsteht. Ziel der fördernden Institutionen ist es, das hohe Risiko des Unternehmers in dieser frühen Phase zu mindern.

Fortschritt braucht Ressourcen
Das zu fördernde Projekt sollte innerhalb des Unternehmens einen gewissen Stellenwert genießen. Soll heißen: Förderfähig ist ein Vorhaben dann, wenn es durch entsprechende Ressourcen vorangetrieben wird, also wenn sich angestellte Mitarbeiter intensiv darum kümmern. Es ist sinnvoll, einen dedizierten Projektleiter zu benennen. Bei vielen Start-ups ist das innovative Projekt das, worum sich alles dreht und wofür entsprechend Ressourcen zur Verfügung stehen – eine gute Voraussetzung.

Fördermittelcheck machen
Die Suche nach dem passenden Förderprogrammen ist mühselig: Es gibt viele verschiedene, sowohl auf europäischer als auch auf Bundes- und regionaler Ebene. Jedes hat unterschiedliche Konditionen, andere Fristen und Ansprechpartner. Mit einem Fördermittelcheck lässt sich vorab prüfen, welches Förderprogramm passt. Mit einigen Angaben zum Unternehmen und zum Projekt treffen Experten eine Vorauswahl und helfen, den Aufwand im Vorfeld drastisch zu minimieren. Gründer sollten dabei unbedingt darauf achten, dass der Fördermittelcheck valide Aussagen liefert, aber unverbindlich und kostenlos ist.

Konditionen genau prüfen
Ist das passende Förderprogramm gefunden, geht es ins Detail. Start-ups sollten die ausgeschriebenen Konditionen genau prüfen: von Art und Umfang der einzureichenden Unterlagen wie Business-, Projekt- und Finanzierungsplänen bis hin zu Abgabefristen. Zumeist verlangen die Förderinstitutionen auch nach der Zusage der finanziellen Mittel weitere Berichterstattung, wie etwa den Nachweis über die Ausgaben und die erreichten Meilensteine. Der administrative Aufwand hierfür ist nicht zu unterschätzen und sollte von Beginn an einkalkuliert werden.

Sich beraten lassen
Es lohnt sich, den Rat eines Fördermittel-Experten einzuholen. In einem unverbindlichen Gespräch können die Beteiligten klären, ob es sinnvoll ist, externe Beratung in Anspruch zu nehmen. Fördermittelberater wie förderbar helfen, dank ihrer Erfahrung im Umgang mit den Institutionen, Formfehler zu vermeiden und die Punkte des Projektes herauszustellen, die relevant sind. Einige Beratungen arbeiten zudem mit einem erfolgsabhängigen Modell: Ein Honorar wird erst dann fällig, wenn die Fördermittel zugesprochen wurden.

Zur Autorin: Nicole Ölkers ist Director und Prokuristin bei der förderbar GmbH. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Fördermittelberatung ist Nicole Ölkers bei förderbar verantwortlich für alle operativen Themen im Unternehmen: Neben dem Vertrieb und der Beratung pflegt sie vor allem die Kontakte zu Förderinstitutionen, Investoren und Inkubatoren. Sie leitet das gesamte Team und steuert die internen Prozesse rund um die Aktualisierung von Förderprogrammen und der Weiterentwicklung der Beratungsprojekte von förderbar.
Bevor Nicole Ölkers im Jahr 2012 zu förderbar wechselte, war sie über vier Jahre als Senior Corporate Finance Advisor bei eventurecat für den Aufbau der Fördermittelabteilung und die Betreuung namhafter Kunden zuständig.

Zu förderbar: förderbar ist die Fördermittelberatung für die IT- und digitale Wirtschaft. Von der Prüfung über die Beantragung bis hin zur Projektadministration übernimmt förderbar den gesamten Prozess der Fördermittelfinanzierung. Mit mehr als 10 Mitarbeitern und Firmensitz in Berlin berät förderbar bundesweit sowohl innovative Start-ups als auch mittelständische Unternehmen zur Förderung ihrer Technologievorhaben.
Zu den förderbar-Referenzen zählen unter anderem 6wunderkinder, Absolventa, Adspert, bettermarks, clipkit, commercetools, Friendsurance, GameGenetics, KIWI.KI, komoot, MODOMOTO und UPcload. In einem kostenfreien Fördermittel-Check ermittelt förderbar die grundsätzlichen Chancen interessierter Unternehmen der digitalen Wirtschaft und IT-Branche.
www.foerderbar.de

redaktion

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