Steht hinter eurer Idee und gebt alles dafür!

Tiny Gardens individuell gestalteter Flaschengarten -dekorative und handgefertigete Biotope

Stellen Sie sich und das Startup Tiny Gardens kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ein junges Berliner Startup und haben uns auf die Erstellung von nachhaltigen Flaschengärten aus recyceltem Glas spezialisiert.

Mein Name ist Kimberly Frost und stehe kurz vor dem Abschluss meines B.Sc. der Agrarwissenschaften, vorher absolvierte ich eine Ausbildung zur Tiermed. Fachangestellen. Der Co-Founder ist Rasmus Bürder, studierter Sport- und Ernährungstrainer und ehemaliger Leiter diverser Sporteinrichtungen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Jeder von uns beiden war schon einmal angestellt und kennt die Vor- und Nachteile. Wir haben vor der Unternehmensgründung natürlich viele Pros und Contra abgewogen. Für mich wäre es die erste Unternehmensgründung, Rasmus war schon einmal selbständig und kannte sich da etwas besser mit aus. Am Ende hat uns ein Satz überzeugt: Du kannst für die Träume eines anderen arbeiten oder du arbeitest für deine eigenen Träume.

Welche Vision steckt hinter Tiny Gardens?

Wir wollen jedem, auch denjenigen ohne grünen Daumen, die Möglichkeit geben sich ein Stück Natur in seine Wohnung oder an die Arbeitsstelle zu bringen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es gab viele große Herausforderungen, eine der größten war sicherlich das Produkt „Flaschengarten“ bekannt werden zu lassen. Wir sind das erste nachhaltige Unternehmen in Deutschland, dass Flaschengärten in dieser Form anbietet und müssen Pionierarbeit leisten.Es hat wirklich sehr lange gedauert und sehr viel Geld gekostet, die richtige Erdmischung zu finden. Bei den meisten bisher bekannten Flaschengärten schimmelt der Boden früher oder später, dass wollten wir natürlich vermeiden. Die genaue Zusammenstellung, auch das die Pflanzen nicht zu schnell wachsen, ist ein kleines Betriebsgeheimnis.

Generell war es sehr schwierig an alle Materialien, nach unseren Vorstellungen, zu gelangen. Die Gläser sollten unbedingt Handgefertigt und aus recyceltem Altglas hergestellt werden, der Naturkork-Verschluss noch Original unbehandelt aus Portugal kommen und die Pflanzen keine Massenprodukte aus riesigen Pflanzenzucht-Anlagen sein. Mit viel Recherche und einigen Telefonaten und Besuchen, konnten wir alles zu unserer Zufriedenheit abklären.

Die Finanzierung haben wir fast komplett alleine gestemmt. Nur für einen Messeauftritt ist die Familie auch finanziell mit eingesprungen.

Wer ist die Zielgruppe von Tiny Gardens?

Unsere Zielgruppe ist eigentlich sehr breit gefächert. Unsere Flaschengärten können als Geschenk für festliche Anlässe sein, als Geschenk für die Führungsebene oder auch für einen runden Geburtstag. Man kann sie in kleiner Form als Tisch Deko auf Hochzeiten oder in seinem Restaurant aufstellen. Wir zählen auch Hotels, Anwälte und Ärzte als unsere Kunden. Diese nutzen die Flaschengärten als Blickfang für den Empfangsbereich oder zur Ausschmückung der Buffet-Tische.

Tiny Gardens individueller Flaschengarten dekorative Biotope

Der Flaschengarten kann auch das eigene Wohn- oder Badezimmer aufpeppen. Ideal ist er auch für Büros oder den eigenen Schreibtisch.


Daher bieten wir auch zukünftig mehr Workshops an, so kann man mit den Kollegen seinen eigenen Flaschengarten erstellen und diesen dann am Arbeitsplatz ausstellen und hat immer eine Erinnerung an dieses Teamevent.

Wie funktioniert Tiny Gardens? Wo liegen die Vorteile?

Die optimale Mischung von Erde und ausgesuchter Pflanzen lassen ein ausbalanciertes Biotop in jedem Flaschengarten entstehen. Nachts verbrauchen die Pflanzen Sauerstoff und tagsüber Kohlendioxid bei der Photosynthese. Das Wasser verdunstet und läuft an der Glasinnenseite wieder in den Boden. So muss man maximal 3-4x im Jahr gießen und kann den Deckel dauerhaft geschlossen halten.

Die Flaschengärten sind extrem pflegeleicht, brauchen kein direktes Sonnenlicht, man kann also ohne Sorgen in den Urlaub fahren oder einmal länger wegbleiben. Auch Tiere wie Katzen, Hunde oder Kaninchen haben keine Möglichkeit an den Pflanzen zu knabbern oder den halben Substratvorrat auszubuddeln, da es ein komplett verschlossenes eigenes Ökosystem ist.

Unsere Biotope sind eine ausgefallene Alternative zu einer Schachtel Pralinen oder einem Blumenstrauß, der sich nur wenige Tage hält. Der Flaschengarten kann bei richtiger Handhabung mehrere Jahrzehnte halten.

Tiny Gardens, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Auf diesen Teil freuen wir uns am meisten, da wir mit unserer Pionierarbeit noch am Anfang stehen und es viele Möglichkeiten gibt. Anfang des Jahres haben wir das erste DiY-Set auf den Markt gebracht (Mithilfe eines Crowdfundings) und es ist immer sehr schnell vergriffen. Bisher haben wir neben dem Onlineshop, wir liefern unsere fertigen Flaschengärten innerhalb Berlins nur persönlich aus, unsere Biotope auch auf Messen und Märkten angeboten. Das soll sich in baldiger Zukunft ändern.


Wir werden den ersten nachhaltigen Flaschengarten-Store Deutschlands, mitten in Berlin, eröffnen. Um dieses Ziel zu erreichen haben wir noch bis zum 20.09.2019 ein Crowdfunding über die Plattform „Startnext“ laufen. Hier konnten wir eine Förderung von Krombacher erhalten und innerhalb der ersten Woche die 30% Marke knacken.


Das Crowdfunding funktioniert wie eine Art vergünstigte Vorbestellung, man reserviert sich das gewünschte Produkt und nur bei Erreichen des ausgeschriebenen Gesamtzieles, muss man das reservierte auch bezahlen. Hier kann man neben DiY Sets auch Workshopteilnahmen (Einzelplätze oder für das ganze Team) oder Gutscheine für den Online- sowie Offlineshop erwerben.

In den nächsten fünf Jahren soll es eine Erweiterung der Geschäftsräume geben, da wir die Flaschengärten (bis auf die DiY Sets) nur regional anbieten und ausliefern können.
Da das Geschäftsmodell mit den Flaschengärten in anderen europäischen Einzugsgebieten schon bekannter ist, wollen wir die Marke „TinyGardens“ hier immer weiter etablieren und uns ein europaweites Kundennetzwerk aufbauen. Dazu konnten wir schon erste Kontakte nach Dänemark und Luxemburg aufbauen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Der erste Tipp ist wahrscheinlich bei allen der gleiche: Traut euch! Wenn man von seinem Produkt/Idee überzeugt ist, kann man begeistern und so andere ebenfalls überzeugen.

Marketing! 

Wie schon beschrieben war und ist es eine Herausforderung unser Produkt bekannt werden zu lassen. Es ist unabdingbar sich vorher einen Marketingplan ausarbeiten zu lassen oder selber aufzustellen. Nutzt die Social-Media Plattformen, man erreicht darüber so viele Interessenten. Wenn man kein Nischenprodukt hat, sollte man durch professionelle und herausstechende Bilder auffallen. Mehrmals die Woche interessante Artikel erstellen und immer dran bleiben.

Ignoriert die „Nein-sager“ oder wie Arnold Schwarzenegger sagte: „Ignore the Naysayers“. Das bedeutet soviel wie, geht das Risiko ein, wenn ihr überzeugt seid. Dieser Satz war für uns so elementar wichtig. Steht hinter eurer Idee und gebt alles dafür.

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Kimberly Frost für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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