Gesichtsschilder statt Spielzeuge aus dem 3D-Drucker

Das Magdeburger Unternehmen TinkerToys stellt Ausrüstung für AWO Bezirksverband Potsdam e.V. her.

Das Unternehmen TinkerToys stellt normalerweise individuelle Kinderspielzeuge mittels 3D-Druck her. Am Leipziger Produktionsstandort wurden jetzt jedoch 1.000 Gesichtsschilder produziert. In Auftrag gegeben hatte das der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. Die Gesichtsschilder bestehen aus einer durchsichtigen Folie und einer Kopfhalterung aus dem 3D-Drucker. Sie werden mit einem Gummiband vor dem Gesicht befestigt und sollen so vor allem Gesicht und Augen des Trägers vor Flüssigkeiten schützen.

„Für uns ist es zurzeit nahezu unmöglich an herkömmliche Schutzbrillen zu kommen“, sagt Lutz Reich von der Potsdamer Arbeiterwohlfahrt.  

Vor dem Start der Produktion wurden verschiedene Designs getestet, die im Internet verfügbar sind. Um einen sicheren Sitz auch für lange Diensteinsätze zu gewährleisten, wurden eine schwedische Variante (https://3dverkstan.se) weiter optimiert. Im Vorfeld hat TinkerToys hierzu auch mit dem Materialhersteller ColorFabb in den Niederlanden zusammengearbeitet. Während der Produktion galten besondere Sicherheitsvorkehrungen. Vor dem Einsatz in Alten- und Pflegeheimen werden die Gesichtsschilder nochmals gereinigt und desinfiziert.

„Diese kurzfristige Produktionsumstellung veranschaulicht gut die Vorteile des 3D-Drucks: Wir können in kurzer Zeit vor Ort die dringend benötigte Ausrüstung herstellen“, erklärt TinkerToys-Geschäftsführer Sebastian Friedrich. 

Deutschlandweit organisieren sich auch Privatpersonen und produzieren mit ihren 3D-Druckern Ausrüstung für Menschen und Organisationen in Not.

Bild: Produktionsleiter Jonas Willen übergibt die Gesichtsschilder an Lutz Reich vom AWO Bezirksverband Potsdam e.V. Quelle TinkerToys GmbH

Quelle TinkerToys GmbH

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