Den Spaß am eigenen Produkt nicht verlieren!

Tinkerbots Roboter ist ein Spielzeug für Jung und Alt: Kindern wird die Roboterthematik spielerische näher gebracht

Stellen Sie sich und das Startup Tinkerbots doch kurz unseren Lesern vor!
In Bernau haben wir, zwei junge Produktdesigner Leonhard Oschütz und Christian Guder, es uns zur Aufgabe gemacht, die spannende Technologie der Robotik spielerisch bereits kleinsten Kindern zugänglich zu machen. Unsere Vision ist es, Unbegreifliches verständlich zu machen, moderne Medien einzubinden, trotzdem den Erfindergeist zu wecken und Bewährtes zu verbinden.

Wie ist die Idee zu Tinkerbots entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Das Projekt Tinkerbots entstand an der Bauhaus Universität in Weimar. Wir waren Kommilitonen im Studiengang Produktdesign, in welchem uns die Vorliebe für ausgefallene Projekte verband. Aus dem Freundeskreis kannten wir Matthias Bürger, der gerade an seiner Doktorarbeit in Innovationsökonomik schrieb. Die Grundidee zu Tinkerbots entstand 2009 aus dem Uni-Projekt „Build a Dream Machine“. Als leidenschaftlicher Lego Fan tüftelte Leo seit 2009 an den ersten Prototypen zu dem, was Tinkerbots heute ist. Im September 2013 gründeten wir drei Freunde die Firma Kinematics GmbH mit keinem geringeren Ziel, als das beste Robotik Spielzeug zu entwickeln, das die Welt bisher gesehen hat: Tinkerbots.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Im Dezember 2013 waren erste Geldgeber gefunden, die in den Traum von Tinkerbots investierten (Strategische Investition von ProSiebenSat.1, Frühphasenfond Brandenburg). Um auch die künftigen Nutzer ins Boot zu holen, starteten wir im April 2014 eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne auf der Plattform Indiegogo.com. Innerhalb von 45 Tagen hatten wir rund 300.000 USD und mehr als 800 Vorbestellungen eingesammelt. Danach konnten wir das Projekt entscheidend vorantreiben. Mit Erfolg: Die ersten 2.000 Tinkerbots Baukästen können noch vor Weihnachten 2015 ausgeliefert werden.
Unsere größten Herausforderungen waren bisher die Markteinführung nach der Indiegogo Kampagne und unsere Finanzierungsrunde 2016, bei der wir nach Investoren gesucht haben, die unsere Idee unterstützen wollten.

Wer ist die Zielgruppe von Tinkerbots?
Die Zielgruppe sind vor allem technisch affine Kinder ab dem sechsten Lebensjahr und ihre Eltern. Tinkerbots ist ein Spielzeug für Jung und Alt, sodass auch die älteren Jungs und Mädels oftmals die Finger nicht von dem Robotikspielzeug lassen können. So entstehen spannende Wettbewerbe zwischen Kind und Elternteil- „Wer baut den schnelleren Racer“ oder „Wer kann seinen Roboter besser mit dem Handy steuern“?

Wie funktioniert Tinkerbots?
Alles beginnt mit dem Powerbrain, Herz und Gehirn jedes Roboters. Mit seinem Mikrocontroller gibt es im Baukasten den Ton an und versorgt über seinen Akku alle anderen Module mit Energie. An das Powerbrain lassen sich Bewegungsmodule stecken, die durch den integrierten Motor ganz bestimmte Bewegungen ausführen. Bewegungsmodule sind unter anderem der Grabber, das Pivot und der Twister. Für den ultimativen Spielspaß lassen sich Licht- und Abstandsensoren an den Roboter bauen.

Um noch größere und coolere Roboter zu bauen, kann man den Basic Roboter durch verschiedene passive Module wie den Cube oder bunte Cubies individualisieren. Auch Legosteine lassen sich an den ursprünglichen Roboter stecken. Mit der patentierten Steckverbindung werden alle Module ohne Kabel miteinander verbunden. Einfach zusammenstecken, drehen und die Module sitzen fest aufeinander. Energie und Daten werden automatisch übertragen. Falsch zusammenstecken geht nicht.

Kinder können selbst entscheiden, wie sie ihre Roboter bedienen möchten. Sie können Standard Bewegungen ausführen, ihren Kreationen eigene Bewegungen per Hand beibringen und wieder abspielen, sie über Sensoren per Smartphone oder Tablet (Android, iOS) in Bewegung setzen oder sie sogar selbst programmieren.

Wo liegen die Vorteile bietet Tinkerbots?
Kindern wird die Roboterthematik spielerische näher gebracht. Zudem wird der tägliche Begleiter, das Smartphone, sinnvoll eingesetzt und die weiten Einsatzmöglichkeiten erprobt. Die spielenden Kinder bekommen ein Feingefühl für Motorik, Sensorik, Robotik und Energie. Dabei wird das technische Interesse gespitzt. Natürlich ist Tinkerbots auch ein Spielzeug, welches die ganze Familie zusammen bringt!

Wie ist das Feedback?
Wir haben sehr positives Feedback. Zahlreiche Bestellungen aus dem Handel, die unser Produkt in Deutschland, Europa und USA in die Läden bringen. Außerdem geben uns die Endkunden viel Feedback und sind sehr begeistert. Ein Spielzeug, das der ganzen Familie Spaß macht!

Tinkerbots, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir sehen Tinkerbots zukünftig in jedem großen Spielwarenladen gelistet. Zudem soll dem Spielzeug durch Neuerungen am Design ein Charakter gegeben werden, das Produkt wird stärker emotionalisiert. Wir sehen uns mit einer breiten Produktpalette und zahlreichen innovativen Produkten. Wir werden uns stetig weiterentwickeln und immer wieder neu erfinden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Mutig sein und Neues wagen!
2. Den Spaß am eigenen Produkt nicht verlieren!
3. Den Markt nach neuen, branchenrelevanten Entwicklungen genau beobachten!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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