Samstag, Oktober 16, 2021

Baut ein gutes Team auf und verzichtet dabei auf Kompromisse

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

tink IoT-Commerce-Plattform: Smart-Home-Produkte, die das Vernetzen des eigenen Zuhauses ermöglichen

Stellen Sie sich und das Startup tink doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Marius und Julian – die Gründer von tink. Wir helfen Menschen dabei, ihr Zuhause energiesparender, sicherer und komfortabler zu gestalten. Auf unserer IoT-Commerce-Plattform finden Smart-Home-Begeisterte eine breite Palette an Lösungen, die das Vernetzen des eigenen Zuhauses ermöglichen: von smarten Lichtsystemen über mitdenkende Heizungsthermostate bis hin zu Rasenmährobotern oder elektronischen Türschlössern ist alles dabei. Darüber hinaus beraten wir Kunden bei der Auswahl von Produkten und Lösungen und unterstützen sie bei der Installation und Anwendung. Somit müssen auch ältere oder technisch unversierte Menschen keine Berührungsängste mit den neuen, digitalen Produkten haben. Auf unserem Blog und YouTube-Kanal teilen wir zudem Know-How rund um das Thema Smart Home und zeigen die Vorteile auf, die ein vernetztes Zuhause mit sich bringt. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Als Marius aus den USA zurückkam war er begeistert von den Smart-Home-Lösungen mit denen er in Amerika in Kontakt gekommen war. Die Einfachheit der Anwendung hat ihn sofort überzeugt. In Deutschland steckte der Smart-Home-Markt allerdings noch in den Kinderschuhen. Vor allem fehlte eine Vergleichs- und Beratungsplattform, die einen Überblick über neue, smarte Produkte und Anwendungen bot. Das wollten wir ändern und haben mit tink einen direkten Ansprechpartner für Menschen geschaffen, die sich für Connected-Home-Produkte interessieren und ihr Zuhause smarter gestalten wollen. Seit der Gründung im Jahr 2016 ist es unser großes Ziel, unsere Begeisterung für Smart-Home-Produkte auf jeden zu übertragen und Connected Home in Deutschland zur Normalität zu machen.

Welche Vision steckt hinter tink?

Wir helfen Menschen, smarte Technologien zu Hause sinnvoll zu integrieren. Dabei stellen wir nicht nur die Hardware von verschiedenen Herstellern bereit, sondern beraten ganz individuell und integrieren auch relevante Dienstleistungen, wie z.B. eine Installation oder einen Sicherheitsdienst. Wir verfolgen das Ziel, mit tink eine Marke aufzubauen, die übergreifend für das Thema Vernetzung Zuhause steht und der der Konsument vertraut. Das haben wir bereits in Deutschland geschafft und wir werden unser Angebot in die weiteren Kernmärkte in Europa bringen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Am schwierigsten ist es tatsächlich, Menschen von neuen Dingen zu überzeugen und ihnen die Vorteile von digitalen, smarten Produkten so näher zu bringen. Der Smart-Home-Markt befindet sich in Deutschland noch ganz am Anfang. Wir wollen das ändern, den Markt revolutionieren und einen Multi-Milliarden-Geschäft daraus machen. 

Daran, dass das funktioniert, glauben nicht nur wir, sondern auch verschiedene Investoren, die bereits in tink investiert haben. Die Gründungsfinanzierung einzusammeln war aber wohl eine der größten Herausforderungen, die wir mit tink bisher gemeistert haben. Denn es erfordert sehr viel Geschick und Geduld, die Gründungsidee so zu präsentieren, dass ein Investor eine Millionenbewertung auch akzeptiert. Erst kürzlich konnten wir mit Cadence Growth Capital einen weiteren Investor von unserer Business-Idee überzeugen. Der Growth PE Fund führt unsere aktuelle Series-D-Finanzierungsrunde über 40 Millionen Euro als Lead-Investor an. Rocket Internet und SevenVentures als Investmentarm von ProSiebenSat1 haben sich ebenfalls an der neusten Wachstumsfinanzierung beteiligt. Letztere sowie Vattenfall glauben aber bereits länger an unser Geschäftsmodell. 2018 erhielten wir von ihnen bereits ein Investment in Höhe von 10 Millionen Euro.  

Wer ist die Zielgruppe von tink?

Mit unserer Plattform sprechen wir Menschen an, die sich für das Thema Connected Home interessieren und ihr eigenes Zuhause durch verschiedene smarte Produkte und Lösungen vernetzen möchten. Zu unserer Zielgruppe zählen aber auch Industriepartner wie der Energieversorger Vattenfall oder die Generali Versicherungsgruppe, bei denen unsere Plattform als White-Label-Lösung bereitgestellt wird. Bei den beiden genannten Industriepartnern betreiben wir unsere Plattform co-branded auf deren Websites und bieten exklusive und passende Angebote für ihre Kunden an. Dadurch können sie sich gezielt von Wettbewerbern absetzen und ihr Angebot mit unseren Leistungen zu neuen Lösungen kombinieren.

Wie funktioniert tink? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit tink haben wir uns mittlerweile erfolgreich als Fachhändler für das Internet der Dinge positioniert. Auf unserer IoT-Commerce-Plattform finden Kunden eine große Auswahl der neuesten und spannendsten Connected-Home-Produkte, die es derzeit auf dem Markt gibt. Alle angebotenen Produkte werden von uns vor dem Verkauf persönlich getestet und bewertet. Zudem setzen wir uns durch sehr günstige Preise von anderen großen Elektronikshops oder Versandgiganten wie Amazon ab. Das gelingt uns vor allem durch den Abschluss exklusiver Bundles mit Marken wie Sonos, Bosch, tado oder Google Nest. Zudem veranstalten wir wiederkehrende Aktionswochen, die sogenannten Smart Home Days, bei denen wir Preise einzelner Produkte stark reduzieren oder auch Kombi-Angebote schnüren. Unsere Kunden schätzen vor allem aber auch unseren Beratungsansatz sowie unsere Hilfeleistungen bei der Installation und Anwendung der Produkte.

Als Experte auf diesem Gebiet bieten wir ihnen damit ein Rundum-sorglos-Paket, das einzigartig auf dem Markt ist. Es geht uns also nicht nur primär um den Verkauf von Hardware, sondern vor allem auch um die Software und die dahinterliegenden Dienstleistungen. Zu guter Letzt berichten wir auf unserem Blog über aktuelle News aus der Branche und veröffentlichen kontinuierlich Testberichte über neue Produkte, um sowohl Bestands- als auch Neukunden sowie potenzielle Partner verschiedener Industriezweige stets auf dem Laufenden zu halten.

tink, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser momentaner Fokus liegt ganz stark auf der Internationalisierung unseres Geschäftsmodells. Geplant ist, die tink-Plattform in den kommenden Monaten in verschiedenen weiteren Kernmärkten Europas zu launchen. Wir möchten Marktführer im Bereich Smart Home in Europa werden und unserem Business durch die Erschließung der neuen Märkte einen enormen Aufschwung verleihen. Darüber hinaus haben wir uns zum Ziel gesetzt, neue relevante Services in unsere Lösungen zu integrieren und neue Anwendungsfelder zu erschließen. Hierzu gehört ganz klar auch die Kategorie e-Mobilty. Sowohl diese drei Wachstumsdimension als auch unser massives Wachstum im jetzigen Geschäft werden dazu führen, dass wir spätestens 2022 mehr als eine Millionen Haushalte für unsere Plattform gewonnen haben und einen Umsatz im dreistelligen Millionenbereich verzeichnen werden. In fünf Jahren möchten wir aus dem jetzigen Smart-Home-Markt einen Milliardenmarkt generiert haben. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Macht Investoren durch Kreativität auf euch aufmerksam. Clevere Startups sprechen Investoren nicht direkt an, sondern werden von ihnen gefunden. Es kommt also darauf an, kreativ zu sein und die richtigen Investoren auf sich aufmerksam zu machen. Einer der Samwer Brüder hat uns beispielsweise im Café angesprochen und Vattenfall ist über einen TV-Spot auf uns aufmerksam geworden.

Baut ein gutes Team auf und verzichtet dabei auf Kompromisse. Investiert mindestens 20 Prozent eurer Zeit ins Recruiting und in die Personalentwicklung. Die richtigen Leute an Bord zu nehmen ist nicht nur entscheidend für den Unternehmenserfolg, sondern auch kritisch für die Unternehmenskultur. Kompromisse bei Personalentscheidungen haben sich für uns nie ausgezahlt.

Vergesst euer Privatleben nicht. Langfristig kann man mit einem Unternehmen nur erfolgreich sein, wenn man genug Zeit in das Privatleben investiert. Sofern die Beziehungen zur Familie und Freunden intakt sind, hat man auch einen freien Kopf, um sich auf die Firma zu konzentrieren.

Wir bedanken uns bei Marius und Julian für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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