Bringt Geduld und Durchhaltevermögen mit!

ticket-erstattung: Erstattung von Tickets für abgebrochene oder abgesagte Veranstaltungen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz unseren Lesern vor!
Ticket-erstattung.de ist ein Startup zur digitalen Vereinfachung des Erstattungsprozesses von Tickets für enttäuschte Besucher von abgebrochenen oder abgesagten Veranstaltungen. Hinter ticket-erstattung.de steht ein junges Entrepreneur-Team aus Baden-Württemberg – Christian Schiele, Philipp und Christoph Stickel, Dr. Frederic Dachs und Michael Rajkowski. Wir machen das Leben für Verbraucher einfacher.

Wie ist die Idee zu ticket-erstattung entstanden?
Wir haben im Jahr 2016 nach dem Abbruch von Rock am Ring aus den Medien erfahren, dass es keine Erstattung für Tickets geben werde. Das fanden wir schon zu diesem Zeitpunkt – sagen wir mal fraglich. Als dann auch noch das Southside und das Hurricane abgebrochen wurden und die Veranstalter in die gleiche Kerbe schlugen, hat es uns gereicht. Unsere beiden Anwälte im Team – Michael und Frederic – haben das dann rechtlich geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ein solcher Ausschluss von Erstattungen rechtlich nicht tragbar und auch – sofern vorhanden – in den AGB der Veranstalter unwirksam ist. So kamen wir auf die Idee, die Verbraucher zu entschädigen und das Geld beim Veranstalter wieder zu holen.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Es war eine gute Gelegenheit selbst unternehmerisch tätig zu werden. Das Team hat gepasst und es hatten alle Lust etwas zu bewegen. Da war die Entscheidung leicht.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Von der Idee bis zum Launch waren es bei uns lediglich 5-6 Wochen. In der ersten Zeit hatten wir vor allem rechtliche Fragen zu klären, z. B. ob wir für den Forderungskauf eine Bank- oder Inkassolizenz benötigen, wie wir mit den Daten unserer Kunden rechtssicher umgehen, etc. Wir sind bis heute rein durch Eigenkapital finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von ticket-erstattung?
Bislang zielen wir ausschließlich auf die Besucher von abgebrochenen Veranstaltungen jeder Art.

Wie funktioniert ticket-erstattung? Bei welchen Ausfällen hilft ticket-erstattung?
Es ist ganz einfach: Man gibt in unserer Eingabemaske alle abgefragten Daten an und lädt einen Nachweis für den Konzertbesuch (z. B. Ticket oder die Bestellbestätigung / Rechnung) als PDF oder Bilddatei hoch. Wir prüfen die Anfrage und erstatten in der Regel innerhalb von 48 Stunden das Geld. Das war’s schon.

Welche Vorteile bietet ticket-erstattung?
In erster Linie: Es ist einfach! Bei uns geht alles online innerhalb weniger Minuten. Die Veranstalter haben das Ganze als langwierigen Offlineprozess konzipiert – unserer Meinung nach, um möglichst viele von der Beantragung der Erstattung abzuhalten. Keiner geht gerne zur Post, um ein PDF-Dokument, das er vorher ausdrucken und ausfüllen musste, zusammen mit dem Originalticket oder der Bestellbestätigung und Festivalbändchen dem Veranstalter zu schicken. Der Versand erfolgt auch noch auf eigenes Risiko, sprich: Wenn der Brief auf dem Weg verloren geht, hat der Besucher „Pech gehabt“. Auch auf die Vorlage der Originaltickets zu bestehen, bei einer Veranstaltung, die wegen Starkregen abgebrochen und bei dem viele Tickets sich buchstäblich aufgelöst haben, finden wir wenig kundenorientiert.

Zudem erstatten wir deutlich schneller als die Veranstalter. Die brauchen nach eigenen Angaben bis zu 12 Wochen. Wir erstatten innerhalb von 2 Tagen. Außerdem bezahlen wir ohne eine Bedingung. Die Veranstalter zahlen meist „unter Vorbehalt“, was bedeutet, dass sie sich das Geld ggf. zurückholen wollen.

Wie ist das Feedback?
Außer von den Veranstaltern, die uns vereinzelt auch schon mal als „kriminell“ bezeichnet haben: Ausgezeichnet. Wir haben buchstäblich noch keine schlechte Rückmeldung unserer Kunden erhalten und jeder, dem wir von dem Konzept erzählen, ist begeistert.

ticket-erstattung, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben noch was vor – wo es genau hin geht, können wir gerade noch nicht sicher sagen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie wir weiter wachsen können.

Es wäre schön in fünf Jahren ein paar Mitarbeiter zu beschäftigen und sonst mit dem Team, so wie es ist, gut weiter zu arbeiten und neue Projekte zu verfolgen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Schaut, dass Ihr ein menschlich homogenes und fachlich heterogenes Team habt. Es sollten alle wesentlichen Kompetenzen, die ihr für dieses Geschäftsmodell braucht, durch das Team abgedeckt werden. Sonst müsst Ihr das zukaufen, was teuer ist. Außerdem ist jemand aus dem eigenen Team immer mit mehr Herzblut dabei, als ein externer Dienstleister.

2. Holt Euch frühzeitig (d. h. vor der Gründung) rechtliche und steuerliche Beratung. Denn nach der Gründung können manche Dinge gar nicht mehr oder nur noch mit größerem finanziellem Aufwand glatt gezogen werden.

3. Bringt Geduld und Durchhaltevermögen mit!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Frederic Dachs für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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