Folge deiner Intuition und stehe für dich selbst ein!

ThirdEyeMedia Beratung für Start-ups und Venture-Capital-Unternehmen

Stellen Sie sich und das Unternehmen ThirdEyeMedia doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Französin und Amerikanerin, mache leidenschaftlich Yoga und arbeite in der PR. Ich bin in einem zweisprachigen Haushalt aufgewachsen und habe in Frankreich, Italien, Schweden, den USA und Großbritannien gelebt. Über ein Jahrzehnt war ich in der Tech-PR tätig und habe das Erscheinungsbild der Europäischen Tech-Szene mitgestaltet, unter anderem für Unternehmen wie Google, Accel Partners und iZettle. 

Nach Lissabon bin ich Ende 2014 gezogen und habe ThirdEyeMedia gegründet: Eine Kommunikationsagentur, die Start-ups und Venture-Capital-Unternehmen dabei hilft, ihre Markenbekanntheit in entscheidenden Wachstumsphasen, wie Fundraising oder Expansion in andere Märkte, zu steigern. Wir sind eine Tech-Boutique-Agentur, in der die flachen Hierarchien und Agilität eines Start-ups mit der Expertise erfahrener Kommunikatoren kombiniert werden. Wir bieten maßgeschneiderte Kommunikationskonzepte für Start-ups und Venture-Capital-Unternehmen in Europa und Amerika.

Unser Vorteil ist, dass wir in-house fünf Sprachen sprechen und dadurch in neun Märkten innerhalb Europas und den USA agieren können. Wir können alle großen Europäischen Märkte von Skandinavien bis Portugal abdecken und bieten multilinguale Servicepakete für mehrere Märkte. Dabei verlieren wir aber nicht den persönlichen Charakter einer Boutique-Agentur. Zu den früheren und aktuellen Kunden von ThirdEyeMedia zählen TransferWise, GoCardless, Badoo, FoodCherie, Eight Roads Ventures, TechTour, CodeFirst: Girls, 360 Capital Partners, Navya, Elvie und Atomico.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe ThirdEyeMedia gegründet, weil ich das Gefühl hatte, dass eine Lücke gefüllt werden muss: multilinguale PR über europäische Ländergrenzen hinweg. Soweit ich weiß, gibt es keine andere fünfköpfige Agentur, die die Bedürfnisse eines Start-ups in neun oder zehn verschiedenen Sprachen sowie Märkten befriedigen kann. Wir können das, und wir können diese Art von Meldungen innerhalb weniger Wochen streuen. Wenn beispielsweise ein französisches oder italienisches Start-up auf uns zukommt und Unterstützung bei einer Fundraising-Mitteilung anfragt, empfehlen wir nicht nur auf Französisch oder Italienisch, sondern auch auf Englisch zu kommunizieren. Das gibt uns die Möglichkeit, Mitteilungen in der englischsprachigen Presse von London bis zum Silicon Valley zu platzieren.

Was war bei der Gründung von ThirdEyeMedia die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung ist tagein tagaus die Anforderungen unserer Kunden in einer schnelllebigen Branche umzusetzen. Sowohl die Tech- als auch die Medienbranche leben im Trend der Unmittelbarkeit. Als PR-Experten und Berater ist es unser Job, unseren Kunden hin und wieder den Rat zu geben, etwas Tempo herauszunehmen und die eigene Strategie zu überdenken. Andersherum forcieren wir auch auf einen bestehenden Trend zu reagieren und Neuigkeiten passend zu Events oder Meilensteinen zu veröffentlichen.

Was uns mit am meisten Spaß macht, ist Start-ups und VC-Unternehmen dabei zu helfen, einen Fußabdruck in unbekannten Territorien zu hinterlassen. Ob es die Einführung in einem neuen Markt ist oder Platzierungen in einem neuen Themenfeld – das sind natürlich oft die schwierigsten, aber auch gleichzeitig die spannendsten Aufträge, sowohl für unsere Kunden als auch für ThirdEyeMedia.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall und ich glaube, es ist auch der einzige Weg. In meinem Fall war der Weg zur Unternehmensgründung nicht geradlinig, sondern von Kurven und Umleitungen geprägt. Es war eine Mischung aus Intuition und Stärkung meines Selbstwertgefühls, privat und beruflich. Die Belohnung, dieses Risiko einzugehen, war immens. Heute leite ich eine vollwertige PR-Agentur mit einem fünfköpfigen Team und Kunden aus Europa und den USA. Es ist eine spannende Aufgabe, für die ich jeden Morgen beim Aufwachen dankbar bin. 

Der Weg vom festen Arbeitsvertrag zum eigenen Unternehmen ist nichts, wofür man jemals vollends bereit ist. Meine Entscheidung, London zu verlassen und in Lissabon neu anzufangen, ist natürlich gewachsen. Ich begann als Freelancerin und hatte plötzlich so viel zu tun, dass ich entschieden habe, jemanden einzustellen. Zu keiner Zeit hat es sich angefühlt wie der perfekte Moment, um mein eigenes Business zu gründen.

Welche Vision steckt hinter ThirdEyeMedia?

Bei ThirdEyeMedia verstehen wir uns als Entrepreneure, die andere Entrepreneure beraten. Wir verkaufen unsere Expertise und sowohl Unternehmen als auch Einzelpersonen profitieren von unserem Skillset. 

Wir wollen unseren Kunden dabei helfen herauszustechen. Und wir unterstützen Start-ups und VC-Firmen dabei, ihre eigene Stimme zu finden und ihr mediales Bild zu formen. Wir ermutigen Unternehmer mutig zu sein, Stellung zu beziehen und sich selbst als Vordenker in der Branche zu sehen, die man selbst mitgestaltet. Wenn man es schon mal gelesen hat, ist es keine Neuigkeit mehr. Wir wollen unseren Kunden dabei helfen, ihre eigene Message zu finden und etwas Neues zu sagen.

Wer ist die Zielgruppe von ThirdEyeMedia?

Wir unterstützen Tech-Unternehmen und Venture Capital-Firmen während sensibler Wachstumsstadien wie Fundraising oder Produkt- sowie Marktexpansion. 

Unsere Kunden lassen sich in drei Hauptkategorien einordnen:

  • Wachstumsstarke europäische Start-ups, die während ihrer Vergrößerung Unterstützung in der PR in mehreren Märkten brauchen
  • US-amerikanische Start-ups, die in Europa Fuß fassen wollen
  • Venture Capital Unternehmen, die in ganz Europa investieren

Die Grundlagen der PR-Arbeit habe ich bei Google und Accel Partners gelernt – zwei Unternehmen aus dem Silicon Valley, die in ihrem Bereich herausstechen. Von daher bieten wir die besten PR-Praktiken aus den USA hier in Europa an – kombiniert mit einem hohen Kompetenzstandard und einem ergebnisorientierten PR-Ansatz, den nur wenige Kommunikationsberatungen innerhalb Europas anbieten können.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben Start-up in unserem Blut. Wir denken kreativ, sind einfallsreich und immer bereit die berühmte Extrameile zu gehen. Das verpasst uns den einzigartigen Schliff. Wir sind im Kern international und denken von Beginn auch so, was für schnell wachsende Start-ups und Venture-Capital-Unternehmen mit marktübergreifenden Investments entscheidend ist. 

Wir sprechen fünf Sprachen in-house – Französisch, Englisch, Italienisch, Deutsch und Portugiesisch – und für Märkte, in denen uns die sprachliche Kompetenz fehlt, beschäftigen wir Freelancer*innen. Das erlaubt uns zentralisiert und direkt zu arbeiten: Wir können Kampagnen oder Meldungen in unterschiedlichen Märkten in Echtzeit teilen oder adaptieren, und uns auch über unsere Learnings austauschen. Wir bieten strategische Beratung, Expertise in vielen Märkten und Reichweite, die sonst keine Agentur in dieser Größenordnung bieten kann.

ThirdEyeMedia, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das Team von ThirdEyeMedia hat sich in den letzten 12 Monaten verdoppelt und wir werden uns weiterhin vergrößern. Doch auch während dieses Prozesses wollen wir schlussendlich eine Boutique-Agentur bleiben, in der wir einzelnen Kunden maßgeschneiderte Konzepte anbieten können. Erfahrungsgemäß hilft ein schlankes Team dabei, einen persönlichen Kontakt zum Kunden zu haben und Maßnahmen schneller und effizienter umzusetzen. In den nächsten fünf Jahren werden wir das Team weiter ausbauen und um PR-Experten aus mehr Märkten für mehr Sprachkompetenzen ergänzen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Folge deiner Intuition und stehe für dich selbst ein! Ich bereue zwar nichts, aber in der Retroperspektive denke ich, dass ich schon früher Unternehmerin hätte sein können, hätte ich auf mein Bauchgefühl vertraut. 

Nimm dir die Zeit, dir darüber klar zu werden, wofür dein Herz schlägt. Es scheint beängstigend einen sicheren Arbeitsvertrag aufzugeben, um das zu tun, was man liebt. Doch aller Wahrscheinlichkeit nach bist du in dem, was du wirklich machen willst, ausgezeichnet. 

Baue deine Fähigkeiten aus – wann immer es geht! Heutzutage ist vollkommene Jobsicherheit eine zunehmende Illusion und ein Vollzeitjob bei einem Arbeitgeber bietet nicht mehr die Sicherheit, wie das früher der Fall war. Die Anforderungen ändern sich und deswegen muss man mehr als je zuvor als Professional zeigen, dass man in Zeiten des Umbruchs flexibel und lernbereit ist. Man könnte schon das Gefühl bekommen, dass freiberufliches Arbeiten oder Gründen die sichersten Formen von Beschäftigung sind. Für diejenigen, die eine Aufgabe anpacken und sich selbst kreativ herausfordern, wird es immer etwas zu tun geben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei CLARA ARMAND-DELILLE für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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