Ein Alleinstellungsmerkmal ist unerlässlich!

The Illusionist Distillery: Der Gin wird nach der Destillation mit einer Blüte mazeriert, die ihn blau einfärbt

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen „The Illusionist Distillery“ doch kurz unseren Lesern vor!
Max und ich kennen uns seit dem Kleinkindalter und sind schon lange befreundet. Nach dem Abitur haben wir unterschiedliche Pfade eingeschlagen: Max ist Zahnarzt geworden und ich bin Diplom-Betriebs- und Volkswirt. Unser Unternehmen, The Illusionist Distillery, haben wir schließlich im September 2015 gegründet.

Wie ist die Idee zum Illusionist Dry Gin entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Ideen gab’s schon immer viele. Wir sind seit einigen Jahren Hobby-Destillateure und haben mit einer kleinen Tisch-Destille erste Geiste und Brände hergestellt. Den Ausschlag für unser Produkt gab dann unsere gemeinsame Leidenschaft für das Kochen: Über die asiatische Küche haben wir erstmals die „blaue Blüte“, heute das Alleinstellungsmerkmal unseres Gins, kennengelernt. Im Sommer 2015 haben wir dann den Entschluss gefasst, einen Gin auf den Markt zu bringen, der in sich einzigartig ist und neben dem Geschmacklichen auch optisch ein absolutes Novum darstellt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die eigentliche Herausforderung bestand darin, das Unternehmen ohne Fremdkapital und große Summen an Eigenkapital von Grund auf organisch aufzubauen. So haben wir beispielsweise unsere Destille selbst in Handarbeit aufgebaut. Inzwischen steht der Plan für eine erste Finanzierungsrunde, so dass momentan der Aufbau eines nationalen Vertriebsnetzwerks die meiste Zeit in Anspruch nimmt. Auch die Expansion auf internationale Märkte loten wir gerade aus.

Wer ist die Zielgruppe von The Illusionist Dry Gin?
Eine spezielle Zielgruppe gibt es eigentlich nicht, da ein Farbeffekt in einem Drink für alle sehr neu und aufregend ist – dazu gleich mehr. Was wir sehr positiv wahrnehmen, ist die Tatsache, dass Frauen der traditionellen Männer-Dominanz im Spirituosensektor starke Konkurrenz machen. Frauen sind experimenteller und nicht so sehr auf die klassischen London Dry Gins fixiert. Wir haben unter unseren Kunden eine Frauenquote von mindestens 50 Prozent – davon kann sich so mancher DAX-Konzern eine Scheibe abschneiden!

Was ist das Besondere an dem Gin?
Unser Gin wird nach der Destillation mit einer Blüte mazeriert, die ihn blau einfärbt. Wenn man dann beispielsweise Tonic Wasser hinzugibt, schlägt das Blau in ein weiches Rosa um.

Wie ist das Feedback?
Selbst den größten Kritikern zaubert der Illusionist beim Farbumschlag ein Lächeln ins Gesicht. Aber auch für den Geschmack unseres Gins bekommen wir sehr viel Zuspruch. Das ist für uns als Destillateure natürlich fast noch wichtiger.

Illusionist, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wie bereits angesprochen möchten wir den Vertrieb auf nationaler und internationaler Ebene ausbauen. Darüber hinaus wollen wir unseren besonderen Gin im gehobenen Bar-, Hotellerie -und Gastro-Segment etablieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Versuche schwierige Probleme nicht selber zu lösen. Das dauert zu lange und führt oft zur falschen Lösung. Wende dich an Menschen, die sich mit den relevanten Fragestellungen auskennen.
Versuche nicht auf Biegen und Brechen Investoren zu finden, um dein Produkt zu skalieren. Arbeite mit Leuten, die du kennst und schaffe ein gutes Arbeitsklima. Ein gutes Produkt dazu und die Anfragen und Möglichkeiten kommen von alleine.
Finde eine Nische für dein Produkt. Ein Alleinstellungsmerkmal ist unerlässlich.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Maximilian Muggenthaler und Tim Steglich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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