Startet mit einem Problem, das echte Menschen haben

thangs löst ein Problem, das jeder kennt: Du brauchst etwas, willst es dir aber nicht gleich kaufen?

Stellt euch und euer Startup Unternehmen thangs doch kurz unseren Lesern vor!
Gerne, hinter unserem Startup steckt ein junges Team aus 4 Studenten und 3 in Unternehmen festangestellte Entwickler und Designer. Mit unserer App thangs lösen wir ein Problem, das jeder kennt: Du brauchst etwas, willst es dir aber nicht gleich kaufen? Du denkst, dass irgendjemand aus deinem Kontaktbuch helfen kann, möchtest aber nicht alle einzeln anschreiben? Wenn du etwas ausgeliehen hast, vergisst du gerne mal Dinge rechtzeitig zurückzugeben? thangs löst diese Probleme. Mit unserem einfachen Bedienkonzept und sinnvollen Features mischen wir jetzt die Sharing Economy auf.

Wie ist die Idee zu thangs entstanden und wie habt Ihr euch als Gründerteam zusammengefunden?
thangs entstand aus der Bachelorarbeit der drei Designern (Samuel Nau, David Paul und Sammy Schuckert) im Studiengang Kommunikationsgestaltung an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. In dieser Arbeit beschäftigten wir uns, ein halbes Jahr lang, mit den Problemen die beim Leihen entstehen und haben als Antwort diese App konzipiert. Das Kern-Gründerteam hatte sich eigentlich also schon lange bevor eine Gründung überhaupt im Raum stand, zusammengefunden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie habt Ihr euch finanziert?
In der Zeit nach der Bachelorprüfung im Februar 2015, wandten wir uns an die Stuttgarter Startup-Szene, nahmen an einem Startup Weekend, dem Elevator Pitch BW und verschiedenen Seminaren teil und begaben uns dort auf die Suche nach Entwicklern, die unsere Begeisterung für thangs teilten. Die größte Herausforderung bestand nämlich für uns darin, die richtigen Leute für das Projekt zu finden. Zur Finanzierung: wir hatten das Glück, zu den Gewinnern des ShareBW-Wettbewerbs des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im November 2015 zu zählen. Das Preisgeld dieses Wettbewerbes ermöglichte uns die Gründung und außerdem auch die bisherige Finanzierung des Projekts.

Wer ist die Zielgruppe von thangs?
thangs richtet sich hauptsächlich an Studierende und Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss im Alter von 19-33 Jahren, da sich diese Personengruppe in Studien als besonders teilaffin zeigte und bis auf wenige Ausnahmen ein Smartphone besitzt. Des Weiteren haben besonders Studenten ein hohes Interesse an ökologischen Themen, der Share Economy und kennen den Austausch als Lebensform durch Wohngemeinschaften. Somit sehen wir bei dieser Zielgruppe auch das größte Potenzial das Konsumverhalten nachhaltig für die Zukunft zu verändern.

Wie funktioniert der thangs?
Stell dir vor du möchtest bald verreisen, besitzt aber seit der letzten Reise, die einige Jahre zurückliegt, keinen Koffer mehr. Bevor du dir jetzt einen kaufst, kannst du thangs zu Hilfe nehmen. In drei einfachen Schritten kannst du mit unserer App eine große Anzahl von Freunden und Bekannten (nämlich die Kontakte aus deinem Telefonbuch) nach einem passenden Reisekoffer fragen. Deine Kontakte können dann zunächst ohne viel Aufwand mit einem Klick auf einen „Ja“ oder „Nein“-Button antworten. Die eigentliche Kommunikation kann dann mit den Personen, die mit „Ja“ geantwortet haben, über den integrierten Chat geschehen.
Sobald ihr euch dann darüber einig geworden seid, wann und wo ihr den Reisekoffer übergeben möchtet, kannst du mit wenigen Klicks ein Eintrag in der Leihliste erstellen. Damit siehst du auf einen Blick, von wem du den Koffer ausgeliehen hast und wann du ihn zurückgeben sollst. Eine automatische Erinnerungsfunktion hilft dann dabei, diesen Termin nicht zu verschlafen denn Wiedersehen macht bekanntlich Freude. Das Ganze natürlich auch für die von dir verliehenen Gegenstände um den Überblick zu behalten.

Warum sollte man thangs nutzen?
thangs vereinfacht die Kommunikation um das Leihen sehr und hilft dir dabei schnell und einfach das zu finden was du suchst. Des Weiteren hilft dirdie App auch dabei, einen Überblick über deine verliehenen Gegenstände zu behalten und Dinge wieder rechtzeitig zurückzubringen bzw. zurückzuerhalten. Durch den Austausch und dem gemeinsamen Nutzen von Gebrauchsgegenständen wird dabei nicht nur die Gemeinschaft gefördert, sondern man kann auch bares Geld und Platz sparen. Zusätzlich schont man außerdem die Umwelt. Wie jeder weiß, werden unsere Rohstoffe immer knapper und wir befinden uns schon längst in einem Wettlauf gegen die Zeit. Jedes geteilte Produkt muss nicht extra hergestellt werden und trägt somit schon einen kleinen Teil dazu bei, Rohstoffe einzusparen. Genau deshalb sollte man thangs nutzen.

Wie ist das bisherige Feedback?
Unsere bisherigen Nutzer helfen uns im Moment sehr, da sie sehr Feedback-freudig sind und wir merken, sie denken das Konzept der App weiter. Unter Zuhilfenahme des Nutzerfeedbacks und unseren eigenen Ideen, entwickeln wir momentan neue Features, die das Leihen über thangs noch einfacher machen sollen. Zum Beispiel sind wir gerade daran, ein Inventar zu integrieren. Mit diesem „Leih-Inventar“ kann man seinen Freunden zeigen, welche Gegenstände man besitzt und signalisieren, dass man bereit ist diese zu verleihen.

thangs, wo geht der Weg hin? Wo seht Ihr euch in fünf Jahren?
Momentan ist es wichtig, mehr Leuten die Idee hinter dem Konzept und dessen Vorteile nahezubringen. thangs wächst, wenn die Leute anfangen sich über ihren Konsum bewusst zu werden und eine Alternative zum Kauf suchen – mit thangs wollen wir genau das erreichen. Das Leihen eines Produktes soll genau oder sogar noch komfortabler werden als der Kauf. Langfristig soll thangs die erste Anlaufstelle werden, wenn es darum geht ein Produkt nutzen zu wollen. In fünf Jahren möchten wir somit unseren Beitrag dazu geleistet haben, uns von einer Massenkosumgesellschaft wegbewegt zu haben und erreichen, dass viele Leute ihren oftmals sinnlosen Konsum überdenken.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würdet Ihr angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
Tipp 1: Startet mit einem Problem, das echte Menschen haben
Tipp 2: Habt Spaß an dem was ihr tut, steckt euer ganzes Herzblut rein und gebt nicht direkt auf, wenn etwas Mal nicht funktioniert.
Tipp 3: Verliebt euch nicht zu sehr in euer Produkt, sondern darin das gewählte Problem zu lösen.

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Bildquelle: Nadine Burck 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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