Die meisten Dinge funktionieren nicht im ersten Anlauf

Teppino verbindet haptisches Spielen auf dem Spielteppich mit der digitalen Spiele-Welt

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Teppino doch kurz vor unseren Lesern vor!
Der Spielteppich von Teppino ist ein kreatives Lernspielzeug für Kinder von 3-6 Jahren, das haptisches Spielen auf dem Spielteppich mit der digitalen Spiele-Welt verbindet.

Wie ist die Idee zu Teppino entstanden?
Ich wollte schon immer ein eigenes Spielzeug entwickeln und habe lange nach einer geeigneten Gelegenheit gesucht. Der Spielzeugmarkt ist sehr hart umkämpft und wird von den großen Markenherstellern dominiert. Mit dem Spielteppich habe ich eine Nische entdeckt, um die sich bisher noch keiner der Großen kümmert. Und dennoch ist der Teppich ein Produkt, welches jeder kennt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war es, mit wenig Budget viel umzusetzen und einen ordentlichen Marktstart hinzukriegen. Seit dem Winter 2016 haben wir eine ordentliche vierstellige Anzahl von Teppichen verkauft und konnten auch schon erste Händler für unser Produkt gewinnen. Finanziert ist das Projekt aus meinen Ersparnissen. Außerdem betreibe ich mit Simplydeko noch einen Onlineshop für Partyartikel. Den daraus resultierenden Cashflow nutze ich ebenso für den Aufbau von Teppino.

Wer ist die Zielgruppe von Teppino?
Kinder von 3-6 Jahren – und deren Eltern natürlich

Wie funktioniert der Teppich?
Grundsätzlich sind alle unsere Teppiche ganz normale Spielteppiche – und damit wie schon seit Jahrzehnten eine kreative Spielunterlage fürs Kinderzimmer. Zu ausgewählten Teppichen bieten wir die kostenlose Teppino-App an, mir der die Kids den Teppino virtuell entdecken können.

Was ist das Besondere an dem Teppich?
Zum einen sind unsere Teppiche streng auf Schadstoffe kontrolliert und wir haben uns für eine faire Produktion in Belgien (statt Asien) entschieden. Zum anderen sind wir die ersten, die den Klassiker „Spielteppich“ mit digitalem Spiel- und Lernspass verbinden.

Warum ist er pädagogisch wertvoll?
Mit unserer App vermitteln wir den Kindern Lerninhalte, ähnlich wie beim tiptoi von Ravensburger. Außerdem funktioniert die App nur in Verbindung mit dem Teppich und die Kinder werden dazu inspiriert, die digitalen Inhalte der App in ihr kreatives Spielen auf dem Teppich einfließen zu lassen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Die Redaktion der Höhle der Löwen hatte aus der Presse von Teppino erfahren und uns angesprochen. Wir haben kurz überlegt und es für eine sehr gute Idee gehalten.

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Pitch kürzen – Pitch kürzen – Pitch kürzen – üben… üben… üben…

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „ die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Die Show ist eine tolle Gelegenheit, von so erfahrenen Unternehmern wie den Löwen ein Feedback zu Teppino zu bekommen. Allein dafür würde ich es immer wieder machen. Und ich bin natürlich sehr gespannt, ob wir einen oder mehrere Löwen als Investor für uns gewinnen können.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Teppino aufmerksam werden?
Sehr wichtig. Die Show hat einfach eine riesige Reichweite und bietet uns eine einmalige Gelegenheit, unser Produkt bekannt zu machen.

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Eigentlich alle. Obwohl Ralf Dümmel wohl am besten helfen könnte, unsere Spielteppiche in den Handel zu bringen.

Wie geht es mit Teppino nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Unser Fahrplan steht, unabhängig davon, ob es einen Deal gibt – sollten wir ein Investment von einem Löwen erhalten, könnten wir natürlich deutlich schneller durchstarten.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In den nächsten 5 Jahren wollen wir Teppino als die Premium-Marke für Spielteppiche etablieren und sowohl im Spielwaren-, als auch im Möbelhandel Fuß fassen. Unsere Vision ist es, dass in jedem Kinderzimmer ein Teppino liegt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Erster Tipp: Verbringt nicht zu viel Zeit mit Konzeptarbeit, sondern geht schnell in die Umsetzung, geht mit einem ersten Produkt an den Markt und lernt aus den Erfahrungen.
Zweiter Tipp: Versucht, die ersten Schritte mit eigenem Geld zu schaffen. Auch im Jahr 2016 kann man noch Unternehmen gründen, ohne direkt von Anfang an Investoren zu brauchen.
Dritter Tipp: Bleibt hartnäckig. Die meisten Dinge funktionieren nicht im ersten Anlauf. Das kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen.

Bild © VOX/ Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Teppino am 06.September in #DHDL

Wir bedanken uns bei David Völker und Ansgar Messmer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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