Offen über die Idee reden und sich so viel wie möglich Feedback holen

taxbutler Steuererklärung mit dem Smartphone ganz einfach ersellen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen taxbutler doch kurz unseren Lesern vor!
Ich bin Matthias Raisch und gründete taxbutler mit dem Ziel, die günstigste und bequemste Steuererklärung Deutschlands zu bieten. Vor meinem Leben als Entrepreneur war ich 20 Jahre in der Finanzbranche tätig. Die letzte 14 Jahre bei Allianz u.a. als Leiter Services. In meiner Allianzzeit kam mir die Idee. Nach ersten Berechnungen und Recherchen beschloss ich mein Angestelltendasein an den Nagel zu hängen und nochmals ganz von vorne anzufangen. Mit Anfang 40 hatte ich noch mehr wie 20 Jahre vor mir und die wollte ich nicht einfach absitzen.
Aus der ursprünglichen Idee wurde dann recht schnell die einzige Software, mit der die Kunden mit dem Smartphone per Fotofunktion ganz spielerisch Ihre Steuererklärung machen können. Die Idee war quasi aus der Not geboren, da ich zwar den günstigsten Preis in Deutschland bieten konnte aber kein Produkt hatte, da ich kein Steuerberater bin. Denn in Deutschland dürfen vereinfacht dargestellt nur Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine Steuererklärungen für Dritte erstellen. Nun war ich auf der Suche nach einem Produkt für meine Startup. Es entstand eine Software bei der der Kunde keine Dateneingeben muss, sondern nur seine Dokumente einreicht. Entweder als Scan oder als Foto. Und damit war klar, dass taxbutler die einzige Software ist, mit der man mit dem Smartphone seine Steuererklärung erstellen kann.

Wie ist die Idee zu taxbutler entstanden?
Die grundsätzliche Idee entstand bei Mittagessen mit einem Kollegen, der sich als Steuerberater selbständig machte. Im Gespräch kamen wir auf die Preise die eine Steuererklärung kostet, da ich damit liebäugelte, meine künftig machen zu lassen. Der von ihm genannte Preis von 1.500 Euro war mir zu hoch. Im Hinterkopf setzte sich die Idee fest, dass wenn man zu einem deutlich günstigeren Preis bei gleichem Aufwand und gleichen Ergebnis eine Steuererklärung bekommt, es eigentlich einen Markt dafür geben müsste.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die rechtliche Lage klären, genügend Kapital zusammenzutragen und die laufenden Kosten im Griff zu halten. Ich habe mich über Business Angel und eigens Kapital bisher finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von taxbutler?
Taxbutler konzentriert sich auf Studenten, Berufsanfänger, Familien und Pendler die ausschließlich Einkünfte aus nicht selbständiger Tätigkeit haben.

Wie funktioniert die Steuererklärung via taxbutler?
Der Kunde registriert sich bei taxbutler, kauft sich sein Steuerjahr und legt dann in taxbutler seine Dokumente ab. Entweder lädt er die gescannten Unterlagen hoch und oder er loggt sich mit dem Smartphone ein, macht Fotos die dann direkt abgelegt werden. Damit der Kunde weiß, was er hochladen soll, ist der Bereich für die Ablage wie eine Checkliste aufgebaut. Dort steht jeweils das hochzuladende Dokument. Hat er alles hochgeladen, werden die Daten extrahiert und der Kunde kann dann mit einem Klick seine Steuererklärung erstellen. In diesem Moment arbeitet der Algorithmus von taxbutler die Daten ab, schreibt diese in die entsprechenden Felder der Steuererklärung und zeigt den Entwurf dem Kunden an. Ist alles OK, sendet der Kunde seine Steuererklärung aus der App direkt an sein Finanzamt.

Wo liegt der USP?
Schelmisch gesagt bin ich Wiso oder taxman 10.0 -. Nein aber der USP liegt darin, dass der Kunde nur seine Unterlagen fotografieren bzw. hochladen muss und den Rest (Datenerfassen, Formulardschungel) macht die Software.

taxbutler, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Nach einem erfolgreichen Proof of Conzept ist nun der nächste Schritt die Software im Handling zu optimieren und das Marketing auszubauen. In 5 Jahren ist taxbutler ein sehr ertragreiches Startup, das die Steuererklärung revolutioniert hat.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Offen über die Idee reden und sich so viel wie möglich Feedback holen. Mit kleinen Bordmitteln anfangen um die Idee zu testen und dann durchhalten, durchhalten durchhalten.

Weitere Informationen erhalten Sie hier

Wir bedanken uns bei Matthias Raisch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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