Networking ist signifikant wichtig für den Erfolg

tamanguu – your digital assistant to artist management

Stellen Sie sich und das Startup tamanguu doch kurz unseren Lesern vor!
Ich bin Johannes Ripken, Mitgründer und Ideengeber von tamanguu.
tamanguu entwickelt eine fortschrittliche ‚Software-as-a-Service‘ Plattform für Künstlermanagement. Wir helfen Musikmanagern und -künstlern mit digitalen, smarten Tools zu größerem Erfolg in der Branche. tamanguu lässt sich in anderen Worten als digitalen Assistenten beschreiben, der den Anwender mit einem Guided Management Ansatz durch die strategische und operative Arbeit des ganzheitlichen Künstlermanagements begleitet.

Gegründet haben wir im April 2017, das operative Team besteht mittlerweile aus fünf sehr fähigen Personen.
Aktuell arbeiten wir am ersten Modul tamanguu.contacts, unserem ‚minimal viable product‘ (MVP). Dieses Modul widmet sich dem Relationship Management und Networking und wird im Frühjahr 2018 in die Beta Phase gehen. Wer dabei sofort an CRM Systeme (Customer Relationship Management) denkt, liegt nicht ganz richtig. Wir setzen den Fokus auf die persönlichen, emotional getragenen Beziehungen im geschäftlichen und privaten Leben und nicht auf die Vertriebspipeline eines klassischen CRMs. Dieser Ansatz geht zwar gezielt auf die Bedürfnisse der Musikindustrie ein, aber ist dem Feedback von zahlreichen Gesprächspartnern zufolge auch höchstinteressant für andere Branchen.

Wie ist die Idee zu tamanguu entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Mein Background spielt sich überwiegend in der Musikbranche ab. Durch 10 Jahre Praxiserfahrung in der Branche und einer abgeschlossenen Doktorarbeit über Künstlerentwicklung habe ich viele Probleme, Herausforderungen und Chancen identifiziert, die zu der Idee von tamanguu geführt hat. Das Grundkonzept habe ich in der Elternzeit meines zweiten Kindes erarbeitet und formuliert.

Die drei Mitgründer sind das erfolgreiche Unternehmerehepaar Susanne Arpe-Darwisch und Michael Arpe und der sehr erfahrene Softwareentwickler Dr. Wolfram Schroers. Wolfram und ich sind operativ voll bei tamanguu. Susanne und Michael sind eher strategisch involviert, da sie ihr eigenes Unternehmen ma design GmbH & Co. KG führen. Ich habe das Konzept zunächst Michael vorgestellt, der direkt begeistert war. Wolfram war zu dem Zeitpunkt, als wir in Kontakt kamen, ein langjähriger freier Mitarbeiter bei ma design, bei dem der Wunsch nach einem eigenen Unternehmen und seine Kompetenzen perfekt mit unserem Gründungsvorhaben von tamanguu zusammenpassten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Auf Produktentwicklungsseite war es eine höchstrelevante Herausforderung zu entscheiden, welches Modul wir aus dem Gesamtkonzept als erstes entwickeln, weil dieses Modul entscheidend für weitere Entwicklungen, Finanzierungen, unser erster Markeneindruck in der Branche und somit für Erfolg oder Misserfolg sein wird. Unsere Interviews und Suche nach Partnern und Multiplikatoren zeigt aber, dass wir hier eine richtige Entscheidung getroffen haben.

Eine weitere Herausforderung war es ein stimmiges, erfahrenes Team zusammenzustellen. Abgesehen davon, dass es eh in der heutigen Zeit schwieriger geworden ist, gute Fachkräfte zu finden, gerade in der Softwareentwicklung, hatten wir die Anforderung, für uns passende Fachkräfte mit langjähriger Berufserfahrung einzustellen. Schließlich ist das Team unglaublich wichtig für ein Startup. Glücklicherweise haben wir nun großartige Menschen in unserem Team, auch wenn die Suche teilweise doch recht lang gedauert hatte.

Finanziert sind wir bisher komplett aus Eigenkapital, da alle Gründer nicht wenig in das Unternehmen investiert haben. In 2018 werden wir aber dennoch auf Investorensuche gehen müssen, sind hier aber aufgrund der bisherigen Entwicklung sehr zuversichtlich.

Wer ist die Zielgruppe von tamanguu?
Unsere Zielgruppe sind professionelle Musikmanager und Musikkünstler, oder zumindest diejenigen, die semiprofessionell und sehr ambitioniert sind. Außerdem haben wir bestimmte primäre Länder, die wir bearbeiten, wobei wir allerdings mit unserer Inbound Marketingstrategie länderunabhängig agieren. tamanguu wird in deutscher und englischer Sprache verfügbar sein.

Unser erstes Modul ist eigentlich für jeden interessant, für den Networking bzw. gute Beziehungen für den geschäftlichen Erfolg relevant sind, aber wir fokussieren unsere eigenen Marketingaktivitäten auf die Musikbranche, weil wir uns das big picture von tamanguu immer wieder vor Augen halten und es gerade als Startup wichtig ist, eine klar definierte Zielgruppe zu haben.

Wie funktioniert tamanguu?
tamanguu ist wie gesagt eine ‚Software-as-a-Service‘ Plattform, die webbasiert, modular und als Subscription Modell funktioniert. Der Anwender wählt die passenden Module aus, die er für seine Aufgaben benötigt und zahlt entweder die Module als Einzellizenzen oder rabattiert ein Gesamtpaket. Der Anspruch, ein digitaler Assistent zu sein, wird in allen Modulen präsent sein, in dem basierend auf best practices und dem individuellen Verhalten des Anwenders Handlungsempfehlungen generiert werden. Checklisten, Prozesstemplates, Analyse- und Reportingtools sowie analytische Verknüpfungen zwischen den unterschiedlichen Modulen werden dem Anwender in seinen Managementaktivitäten unterstützen, beraten und begleiten.

Wie ist das Feedback?
Ich habe seit Beginn an mit unterschiedlichsten Branchenexperten Interviews geführt, um deren Probleme, Herausforderungen, Bedürfnisse und Wünsche zu identifizieren und anschließend über tamanguu erzählt. Dabei haben wir bereits in der frühen Phase unglaublich viel Zuspruch bekommen, von Majorlabel Managern bis zu „kleinen“ Künstlern.

Aktuell befinden wir uns auf der Suche nach Betatestern, potentiellen Kunden, Multiplikatoren wie Medien- und Kooperationspartnern und bekommen so viel positives Feedback, dass ich am liebsten schon das Gesamtkonzept komplett umgesetzt hätte. Wir nehmen das als Rückenwind für unsere gehissten Segel mit – als kleine Metapher eines Kieler Startups. Ahoi!

Tamanguu, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren haben wir mit einem gewachsenen Team eine Plattform mit mehreren großartigen, miteinander vernetzten Modulen geschaffen, die von einer stattlichen Anzahl von Managern und Künstlern genutzt wird. Die Musikbranche befindet sich derzeit in einem massiven Demokratisierungsprozess und wieder im nachhaltigen, starken Wachstum, was für uns ein fruchtbarer Nährboden ist.

Unsere Vision geht noch deutlich weiter. Allerdings schauen wir realistisch in die Zukunft und wissen, dass diese Vision vermutlich nicht innerhalb von fünf Jahren erreicht wird.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Da kann ich nur etwas für die frühe Phase sagen, in der wir uns derzeit befinden.
Erstens:
Bei der Produktidee müssen zwei Faktoren zu 100 % stimmen. Zum einen muss man als Gründer mit voller Passion für die Idee brennen und das Team, Kooperationspartner und potentielle Kunden damit anstecken. Zum anderen muss aber genau für diese Idee ein reeller Bedarf bestehen, basierend auf den Problemen, Herausforderungen und Bedürfnissen der potentiellen Kunden.

Zweitens:
Mit der Qualität des Teams bei den Kompetenzen, die für den Unternehmenserfolg relevant sind, steigt oder fällt das Startup. Die Idee kann grandios sein, aber mit einer schlechten Umsetzung wird es schwer, das Produkt erfolgreich am Markt zu etablieren.

Drittens:
Networking ist signifikant wichtig für den Erfolg. Das eigene Netzwerk bringt Multiplikatoren, Kunden, wertvolles Feedback und Inspirationen. Ich war schon immer ein Netzwerker, auch wenn mir der Wert meines Netzwerkes nicht immer bewusst war. Dieser Wert wird nun greifbar, weil ich mit tamanguu viele interessante und relevante Anknüpfungspunkte in meinem Netzwerk habe.
Da mein Netzwerk über die Jahre gut gewachsen und für mich sehr wichtig ist, freue ich mich sehr darüber, in Kürze endlich unser erstes Modul tamanguu.contacts für mein eigenes Relationship Management zu nutzen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Johannes Ripken für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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