Samstag, November 27, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Maria Möller und Laura Mohn Gründerinnen von talking hands, Daumenkinos für Gebärdensprache, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup talking hands doch kurz vor!

Wir sind Laura und Maria, die Gründerinnen von talking hands. Aus persönlichen Gründen war es für uns eine Herzensangelegenheit, ein neues Medium zum Gebärden-Lernen auf den Markt zu bringen. Also haben wir Gebärden in Daumenkinos verwandelt und können damit sicherstellen, dass Kinder mit und ohne Behinderung gleichermaßen Spaß beim Lernen haben und sich im Alltag verständigen können.

Wie ist die Idee zu talking hands entstanden?

talking hands war ursprünglich Lauras Abschlussarbeit zu dem Thema „Trisomie 21“. Laura hatte sich das Thema ausgesucht, da ihre Schwester Down-Syndrom hat und die Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom stark verzögert ist, weswegen sie auch auf Gebärden angewiesen sind. Damit aber Familienangehörige und Freunde Gebärden leicht lernen können, ist es wichtig, gutes Lernmaterial zu haben. Das stellen wir nun mit talking hands sicher.

Welche Vision steckt hinter talking hands?

Unser großes Ziel ist, Inklusion im Bildungssystem zu fördern und zu stärken. Wir möchten mit talking hands ein Unternehmen aufbauen, dass durch innovative und spielerische Lernmaterialien Teilhabe ermöglicht. Die Daumenkinos für Gebärdensprache sind dabei unser erstes Produkt.

Wer ist die Zielgruppe von talking hands?

Unsere Zielgruppen sind vorrangig Bildungseinrichtungen und Familien. Wir haben aber schnell gemerkt, dass das Interesse an Gebärdensprache sehr groß ist und auch Leute, die noch gar keinen Bezug dazu hatten, sehr schnell begeistert waren von unseren Büchlein. „Danke“, „viel Glück“ und „ich liebe dich“ sind beispielsweise unsere Bestseller, die auch oft einfach als Grußgeschenk bestellt werden.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Wir wurden von Produktionsfirma angesprochen und gefragt, ob wir uns bewerben möchten. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben unseren Pitch sehr lange und ausgiebig geübt, um sicherzustellen, dass unsere Vision und Mission der Inklusion auch wirklich rüberkommt. Es war uns wahnsinnig wichtig, auf so einer großen Bühne die Dringlichkeit des Themas zu verdeutlichen. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Wir haben uns natürlich sehr über diese Chance gefreut. Gleichzeitigt hat es uns auch bestätigt, dass unsere Arbeit relevant ist und auf immer mehr Interesse und Toleranz in unserer Gesellschaft stößt.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf talking hands aufmerksam werden?

Wir sehen uns nicht nur als Unternehmerinnen, sondern auch ein stückweit als Aktivistinnen für Inklusion. Uns geht es darum, Awareness zu schaffen und unsere Gesellschaft zu sensibilisieren. Inklusion ist in Deutschland noch keine Priorität. Aber um so mehr Leute aufgeklärt werden und sich mit der Thematik auseinander setzen, umso schneller kommt Veränderung. Wenn wir durch unseren Auftritt viele Leute von der Gebärdensprache begeistern und neugierig machen, wäre schon viel getan.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir hatten Frau Wöhrl im Fokus. Ihr Engagement für soziale Zwecke hat uns stark beeindruckt.

talking hands, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen uns als Inklusionsunternehmen. In fünf Jahren haben wir eine ganze Palette an tollen Materialien und Hilfsmitteln, die Inklusion auf ganz natürliche Art und Weise möglich macht. Und das nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1.Durchhalten

2. Netzwerken

3. Spaß haben

Maria Möller (l.) und Laura Mohn aus Frankfurt präsentieren mit talking hands Daumenkinos für Gebärdensprache. Sie erhoffen sich ein Investment von 100.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

talking hands ist am 25. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Maria Möller und Laura Mohn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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