Vertraue beim Zusammenstellen deines Teams auf dein Bauchgefühl

TalentBait Stellenanzeigen in Form von Infografiken

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen TalentBait doch kurz unseren Lesern vor!
Moin, wir sind TalentBait, ein junges Technologie-Startup aus Hamburg und wir möchten mit unserem Produkt die Personalwelt auf den Kopf stellen. Wir sind ein Team von zwei Gründern, die viel Startup-Erfahrung mit an den Tisch bringen. Diana hat als iOS-Entwicklerin bei mytaxi in Hamburg und bei Immediately App in San Francisco einen wertvollen Beitrag zum Erfolg beider Unternehmen geleistet. Ich selbst habe die letzten 4 Jahre im Silicon Valley bei mehreren erfolgreichen Startups (Visual.ly, Viglink, Five) in den Bereichen B2B und Consumer-Apps gearbeitet.

Wie ist die Idee zu TalentBait entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee entstand durch meinen Job im Bereich Datenvisualisierung. Während eines Kundenprojektes haben wir uns mit visuellen Lebensläufen beschäftigt und viel positive Resonanz erhalten. Irgendwann haben wir jedoch gemerkt, dass es eigentlich die Firmen sind, die ihre virtuelle Präsenz verbessern müssen, und da haben wir den Spieß einfach umgedreht. So entstand die Idee, Stellenanzeigen in Form von Infografiken anzubieten.
Meine Mitgründerin Diana Basso und ich kennen uns seit dem Informatikstudium und haben mit Click&Pass bereits ein Startup gegründet. Uns eint die Leidenschaft digitale Produktentwicklung zu betreiben und die Chance digitale Geschäftsprozesse mitzuentwickeln. Wir sind beide Verfechter des Lean-Startup-Movements und versuchen unsere Entscheidungen möglichst zeitnah und pragmatisch zu treffen und genauso umzusetzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ein gutes Team und ein Netzwerk von Supportern aufzubauen ist meiner Meinung nach mit die größte Herausforderung. So etwas geschieht nicht über Nacht, sondern ist harte Arbeit und hängt auch von Parametern wie deinem Standort und der Erfahrung ab. Wir haben in der Vergangenheit bereits mit guten Designern zusammengearbeitet, daher fiel es uns etwas leichter auf diesen Pool zurückzugreifen. Unser Startup finanziert sich derzeit durch Ersparnisse, zudem sind wir aktiv auf der Suche nach einem Pre-Seed-Investor.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Um die Idee greifbarer zu machen haben wir zunächst Designs mit befreundeten Startups geteilt und deren Meinung eingeholt. Dieses Feedback ermöglichte es uns, den Rahmen für die erste Produktversion zu legen. Zudem haben wir unser Büro in St.Georg bezogen, was uns auch strukturell vorangebracht hat. Unser Prozess besteht aus sehr kurzen Iterationen von maximal einer Woche. Wir definieren in jedem Sprint Features, die uns strategisch voran bringen, und vermeiden es, an Features zu arbeiten, die z.B. einen Monat in Anspruch nehmen.

Wer ist die Zielgruppe?
Wir sprechen Firmen und Recruiter an, die sich nicht scheuen neue digitale Formate zu testen und die klassischen Gewässer verlassen wollen. Meistens aus der Not heraus, weil sie nicht die passenden Kandidaten finden. Das gilt an erste Stelle für Unternehmen und Einrichtungen, die Millennials und Digital Natives direkt ansprechen wollen.

Wie funktioniert TalentBait?
Die Firmen legen Ihre Stellenanzeigen wie gewohnt an, füllen darüber hinaus aber noch Informationen zur Kultur und den Firmenwerten aus. Wir generieren basierend auf diesen Daten verschiedene Formate wie z.B. eine Infografik, die sich perfekt zum Teilen in sozialen Netzwerken oder per E-Mail eignen.

Wo liegt der USP?
Firme sind oft mit dem richtigen Design und der Distribution digitaler Stellenanzeigen überfordert. Wir stellen sicher, dass sie hochklassige Vorlagen nutzen und trotzdem Ihr Branding einhalten können. Kurz gesagt: Bessere UX, höhere Sichtbarkeit auf sozialen Netzwerken und sehr einfaches Teilen über E-Mail.

TalentBait, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen bei der digitalen Transformation im HR-Bereich an vorderster Front mitspielen. Wir arbeiten schon jetzt an neuen Formaten wie Chatbots oder Video-Bewerbungen und sind gespannt, einige dieser Experimente mit unseren Kunden am Markt zu testen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ressourcen: Du wirst als Startup-Gründer schnell an die Grenzen kommen, was dein angelerntes Wissen betrifft. Unser Tipp: nicht verzagen sondern auf gute Ressourcen zurückgreifen. Noch nie mit einem Investor gesprochen oder eine Firma gegründet? Dann besorg dir ein Buch oder nutze dein Netzwerk und tausch dich mit anderen aus. Es gibt zahlreiche gute Einführungen zu jedem Thema, die dich schnell auf Stand bringen und es dir ermöglichen eine gute Entscheidung zu treffen.
Team: Vertraue beim Zusammenstellen deines Teams auf dein Bauchgefühl und arbeite mit Leuten, deren Wertesystem du teilst. Es ist schwer in diesem Bereich große Kompromisse einzugehen, denn früher oder später werdet ihr aneinander rasseln.
Taktik und Strategie : Eine gute Vision zu haben ist wichtig und man sollte sie immer im Blick haben. Viel wichtiger ist jedoch, dass man flexibel ist wie man sein Ziel erreicht. Wir schlagen vor viele Taktiken auszuprobieren, bevor man die Flinte ins Korn wirft.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nils für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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