Betretet Neuland, seid mutig, seid entschlossen – im Zweifel einfach machen!

Tabbt Ausgaben teilen sowie kostenlos und sicher Geld senden und empfangen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Tabbt doch kurz unseren Lesern vor!
Tabbt ist eine App für alle Situationen, in denen man im Alltag mit Freunden, Bekannten oder Kollegen Geld ausgibt. Tabbt ermöglicht nicht nur, einfach, schnell und sicher Geld an einzelne Kontakte zu senden, sondern auch gemeinsame Kosten aufzuteilen und fortlaufend zu verrechnen. Tabbt funktioniert direkt mit dem bestehenden Bankkonto und ist der erste “Zero Knowledge”-Payment-Provider – das bedeutet, dass Tabbt keinerlei Einsicht in die Bankdaten seiner Nutzer hat.

Wie ist die Idee zu Tabbt entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir haben uns im Studium an der TU Hamburg kennengelernt. Die Idee zu Tabbt entstand in der Studienzeit, in der Kommilitonen oder Mitbewohner häufig gemeinsame Anschaffungen und Ausgaben haben. Wir selber standen in vielen Lebenssituationen – mit Freunden, mit dem Partner, mit Kollegen – häufig vor der Herausforderung, dass kleine und große Geldbeträge auf mehrere Personen aufgeteilt werden müssen. Der Wunsch nach einem Alltagsbegleiter, der einfach und sinnvoll gemeinsame Ausgaben verrechnet, war ausschlaggebend für uns, eine App zu entwickeln, die genau das kann. Dabei befasste sich die erste Version von Tabbt zunächst mit der monetären Aufteilung gemeinsamer Erlebnisse. Die neue Tabbt-App, die seit September 2016 in den Appstores verfügbar ist, ermöglicht Nutzern darüber hinaus, Geld direkt von Bankkonto zu Bankkonto zu senden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir erhielten direkt im Anschluss an unser Studium an der TU Hamburg ein EXIST-Gründerstipendium, das uns die Möglichkeit gab, uns voll auf unser Startup zu konzentrieren. Der Weg zur eigenen Payment-Lösung ist nicht ganz einfach. Wer in Deutschland Finanzdienstleistungen anbieten will, der benötigt in der Regel eine Banklizenz. Doch als Startup ist es alles andere als leicht, diese zu beantragen. Also mussten wir alternative Wege finden. Die Lösung: Wir haben das Zahlungssystem, das wir benötigen, einfach selber programmiert und dabei auf genau die Dinge geachtet, die uns wichtig sind: Einfache Bedienung, maximaler Datenschutz, rasend schnelle Überweisungen.

Wer ist die Zielgruppe von Tabbt?
Smartphone-Nutzer, die offen sind für die digitalisierte Welt. Das Alter spielt dabei eher weniger eine Rolle. Tabbt wird von allen Altersgruppen genutzt. Tabbt hat eine ganze Reihe von Use-Cases – häufige Anwendungsfälle sind in der WG oder in der Partnerschaft, im Freundes- und Kollegenkreis oder auch im gemeinsamen Urlaub.

Wie funktioniert Tabbt?
Nutzer erstellen so genannte Tabs zu gemeinsamen Erlebnissen, in denen sie die getätigten Ausgaben und eine beliebige Anzahl von Teilnehmern eintragen können. Die App teilt die angegebenen Kosten auf die Teilnehmer eines Tabs im gewünschten Verhältnis auf – bei Bedarf können Geldbeträge mit wenigen Klicks auch an andere Tabbt-Nutzer gesendet werden. Die Überweisungen in Tabbt werden dabei direkt bei der eigenen Hausbank eines Nutzers ausgelöst. In der Regel kommt das Geld über Nacht beim Empfängerkonto an. Wenn Sender und Empfänger bei derselben Bank sind, findet die Überweisung sogar in Echtzeit statt. Anders als bei traditionellen Payment-Anbietern steckt hinter Tabbt ein eigenes, flexibles Transaktionssystem. Dieses ermöglicht es auch, Rechnungen auf mehrere Personen aufzuteilen und automatisch alle Ausgaben laufend miteinander zu verrechnen. Außerdem verfügt die App über eine Offline-Funktion mit automatischer Synchronisation aller Zahlungen sobald wieder eine Internetverbindung besteht.

Warum sollte man Tabbt nutzen?
Weil Zahlungen heute mehr sind als reine Geldtransfers. Wer Tabbt nutzt, der erzählt die Geschichte hinter einer Transaktion. Zudem war das Versenden von Geld an Freunde und das Teilen von Zahlungen nie einfacher. Die App ist ein praktischer Alltagsbegleiter – sie ermöglicht es Menschen, sich auf die wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren und verrechnet die gemeinsamen Ausgaben im Hintergrund. Tabbt ist das neue Bezahlen – gemeinsam, kostenlos, schnell und sicher.

Tabbt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen mit Tabbt eine Payment-Lösung schaffen, die näher an den Bedürfnissen der Menschen und an ihrem Alltag ist. Wir glauben, dass bargeldloses und mobiles Bezahlen sowie das digitale Versenden von Geld an Privatpersonen in 5 Jahren fest in unserem Leben verankert sein wird. Viele junge Menschen sehnen sich nach mobilen Lösungen, die den hochsensiblen und zugleich völlig alltäglichen Bereich des Private Bankings betreffen. Leider machen sich bisher viele Unternehmen keine Gedanken um die Sicherheit und Privatsphäre der Menschen, die ihre Bankgeschäfte nicht mehr in der Filiale erledigen, sondern mit dem Gerät, mit dem sie auch (fast) alles andere in ihrem Leben machen: dem Smartphone. Wir möchten uns aktiv einbringen, um das zu ändern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Erstens: Geduld. Als frischer Gründer neigt man oft dazu, alles auf einmal machen zu wollen und den nächsten Schritt kaum abwarten zu können. Es lebt sich aber erfahrungsgemäß deutlich entspannter und auch die Resultate sind häufig besser, wenn man einem strategischen Plan folgt, der in klare Zeitabschnitte eingeteilt ist und Freiraum für Sprints und Gelegenheiten lässt.
Zweitens: Ausdauer. Unserer Erfahrung nach ist es für den Erfolg von neuen Geschäftsmodellen essentiell wichtig, sie auf gesunde Beine zu stellen; also ein langfristiges, gründlich überlegtes, nachhaltiges Ziel zu verfolgen. So genannte “Quick Wins” sind nett – aber gewinnen wird am Ende immer der, der die bessere Strategie und den längeren Atem hat.
Drittens; der für uns wichtigste Tipp: Einfach machen. Klingt banal, ist es aber nicht. Wir alle haben viele Fragen und wenige Antworten. Als Gründer muss man sich manchmal einfach nur trauen, etwas auszuprobieren. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Auf schlaue Tipps von Experten zu hören ist zwar wichtig und richtig, aber niemals eine abschließende Antwort auf ganz neue Fragen, die vor uns Gründern sowieso noch niemand gestellt, geschweige denn beantwortet hat. Deshalb: Betretet Neuland, seid mutig, seid entschlossen – im Zweifel einfach machen!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jan Michaelis und Lucas Romero für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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