Sonntag, Juli 3, 2022

Es ist viel wichtiger die richtigen Sachen zu machen, als die Sachen richtig zu machen

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Das Startup synthavo ist Teil der Gründermotor Meisterklasse#7: In diesem Interview erzählen die Gründer:innen mehr

Stellt euch und euer Startup doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Sebastian, Bene & Alex von synthavo und wir helfen Maschinenbauunternehmen dabei, ihre Service- und Vertriebsprozesse im After-Sales-Geschäft zu automatisieren. Ihr müsst euch vorstellen, dass es bei Maschinenbauunternehmen immer noch super viele manuelle Tätigkeiten im Service gibt, die aufwendig und kostenintensiv sind. Und genau deshalb entwickeln wir eine KI-basierte Software für den Customer-Self-Service. 

Das heißt Nutzer von Maschinen können sich mit unserer Lösung selbst helfen, wenn sie Probleme mit ihrem Gerät oder ihrer Anlage haben. Dabei starten wir mit dem Thema Ersatzteilbeschaffung und bieten im ersten Schritt eine visuelle Maschinenbauteilerkennung an, welche als API direkt in den Webshop oder das Service-Portal unserer Kunden integriert werden kann. 

Für die Technik-Interessierten unter euch ist bestimmt auch interessant, dass unsere künstliche Intelligenz zur Objekterkennung mit synthetischen (CAD-)Daten trainiert wird. Dadurch entfällt die aufwendige & manuelle Erzeugung von „gelabelten“ Bilddatensätzen und das System ist hoch skalierfähig.

Warum habt ihr euch entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Für uns drei war es schon immer wichtig selbstbestimmt etwas aufbauen zu können. So kann man eigene Entscheidungen treffen und ist für die positiven oder negativen Konsequenzen dieser Entscheidungen selbst verantwortlich. Gleichzeitig erkennt man so in jeder Entscheidung und jeder Aufgabe einen wirklichen Mehrwert für das Unternehmen und einen Sinn, den man so als Angestellter großer Unternehmen oft nicht sehen kann. Wenn dann die ersten Kunden kommen und das Unternehmen beginnt zu wachsen geht der Spaß richtig los!

Wie habt ihr euch als Gründerteam zusammengefunden?

Bene und ich haben uns im Zuge seiner Master-Arbeit kennengelernt, als er auf der Suche nach Branchen-Experten aus dem Bereich Maschinenbau war. Bei meinem alten Arbeitgeber habe ich Alex getroffen, der dort damals ebenfalls als Masterand gearbeitet hat. Wir waren alle schon immer gründungsinteressiert und uns war sehr schnell klar, dass wir gemeinsam ein Unternehmen aufbauen möchten. So haben wir dann unsere alten Jobs in der Software- und Maschinenbau-Branche gekündigt und mit Hilfe des Exist-Gründerstipendiums den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei euch aus?

Gewöhnlich starten wir morgens mit einem „Daily Stand Up“ bei dem jeder im Team kurz darüber spricht, welche Aufgaben er am Vortag erledigt hat und woran er heute arbeiten wird. So erhält das ganze Team einen Überblick woran gerade gearbeitet wird und wo es weiteren Abstimmungsbedarf gibt. Dazu treffen wir uns zwei bis drei Tage in unserem Büro in Stuttgart und die anderen Tage remote im Online-Meeting.

Nach dem Stand-Up arbeitet jeder für sich eine gewisse Zeit an seinen Themen bis wir uns wieder im Team treffen, um z.B. gemeinschaftlich über das Geschäftsmodell oder wichtige Kundenprojekte zu sprechen. Abends lassen wir den Tag oft bei einem Bier oder einer Partie Kicker auf dem Campus der Uni Stuttgart ausklingen.

Was unterscheidet euch von anderen Unternehmen?

Wir sind ein junges Team, das leidenschaftlich und „hands-on“ am Aufbau eines Deep Tech Startups in der Region Stuttgart arbeitet. Hier gibt es keine Hierarchien und jeder hat unglaubliche Freiräume bei der Ausgestaltung seiner Aufgaben. Sei es von wo er die Aufgaben erledigt, wie, wann oder mit wem. Im Gegensatz zu großen Firmen kann man bei uns im Team live erleben, welche Herausforderungen es beim Aufbau eines Unternehmens zu bewältigen gibt und wie man Erfolge auf dem Weg zum Einhorn feiert. Jeder hat als einzigartiges Team-Mitglied sofort einen Impact auf den Erfolg des Unternehmens und sieht dadurch die Ergebnisse seiner Arbeit unglaublich schnell. Gleichzeitig sind wir unkompliziert und pragmatisch und haben Spaß bei der Arbeit!

Wer ist eure Zielgruppe?

Unsere Kunden sind große Mittelständler aus den Bereichen Maschinenbau und Automatisierungstechnik, sowie der Intralogistik und dem Field-Service. Nutzer sind Instandhaltungs- und Service-Techniker sowie Maschinennutzer, die wir befähigen eigenständig und schnell Ersatzteile direkt an der Maschine zu identifizieren, zu warten und zu bestellen. Laut McKinsey präferieren durchschnittlich doppelt so viele Kunden wie vor der Corona-Krise digitale Kanäle gegenüber klassischen Kommunikations-kanälen wie Telefon und E-Mail. Dies gibt Unternehmen die Möglichkeit Kosten im Service und bei der Bearbeitung von Ersatzteilbestellungen einzusparen und schneller auf Kundenanforderungen zu reagieren.

Warum habt ihr euch für die Gründermotor Meisterklasse#7 beworben?

Als Gründer hat man oft so viel um die Ohren, dass man manchmal den Wald nicht mehr vor lauter Bäumen sieht. Die Meisterklasse hilft uns den Fokus zu bewahren, uns auf die wesentlichen Themen zu konzentrieren und von der Erfahrung anderer Gründer und der Coaches zu profitieren.

Wie ist der Ablauf der Meisterklasse?

Jeden Freitag gibt es Input-Sessions zu verschiedenen Themen, die für junge Start-Ups hochrelevant sind, wie z.B. Sales, Marketing oder Product-Market-Fit. Anschließend hat man die Möglichkeit mit Coaches zusammen seine Fortschritte und Hindernisse zu besprechen und nächste Schritte zu planen.

Wie werdet ihr von den Mentro:Innen in der Meisterklasse unterstützt?

Die Mentor:Innen helfen uns vor allem dabei Ziele und Meilensteine, sowie eine Finanzierungs-Roadmap zu planen. Ohne entsprechende Erfahrung im Start-Up oder Venture Capital Bereich ist es für Gründer oft schwierig zu verstehen, worauf es in den ersten Monaten und Jahren eines Start-Ups wirklich ankommt, um schnell Progress zu machen. Diese Sicht geben uns die Mentor:Innen und schaffen ebenfalls eine gewisse Verbindlichkeit für die Teams, an Ihren Zielen und Aufgaben zu arbeiten.

Wo möchtet ihr am Ende der Meisterklasse stehen?

Wir haben bereits mehrere namhafte Pilotkunden und werden bald erste Subscription-Umsätze mit unserer Lösung machen. Gegen Ende des Jahres wollen wir eine erste Finanzierungsrunde auf die Beine stellen und dafür unseren Kundenstamm, die technische Infrastruktur und unser Team weiter ausbauen.

Wo seht ihr euch und euer Startup in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir der Weltmarktführer im Bereich Customer-Self-Service für den After-Sales von Maschinen werden und so weltweit unseren Kunden & Nutzern helfen, Ersatzteile schnell und einfach zu finden, zu beschaffen und bereitzustellen.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Immer zuerst die technisch möglichst einfachste und kleinste (aber schnellste) Lösung wählen, welche die Kundenbedürfnisse zu 80 % befriedigt, anstatt ewig an der perfekten technischen Lösung zu tüfteln. 

So kann sehr schnell Kundenfeedback eingeholt und in die richtige Richtung entwickelt werden. 

Es ist viel wichtiger die richtigen Sachen zu machen, als die Sachen richtig zu machen (Coaching-Angebote nutzen!). Außerdem möglichst schnell in Vollzeit an der Idee arbeiten.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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