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Synfioo ermöglicht eine effizientere Logistik

Stellen Sie sich und das Startup doch kurz unseren Lesern vor!
Synfioo ist ein Potsdamer Start-up, das mit seinen Lösungen eine größere Transparenz von Transportprozessen und eine effizientere Logistik ermöglicht. Wir haben eine Software für die gezielte Überwachung von Transportketten entwickelt. Über unsere Plattform erfahren Logistikunternehmen sofort, wo störende Einflüsse wie Staus, Sicherheitskontrollen, Streiks, schlechtes Wetter und vieles mehr sich auf die Transportplanung auswirken können. Unsere Lösung bietet eine intermodale Ende-zu-Ende Überwachung und Störungsbenachrichtigungen für jeden einzelnen Transport in Echtzeit sowie die daraus resultierende, verlässliche Vorhersage von Ankunftszeiten (ETA, Estimated Time of Arrival).

Aktuell besteht das Synfioo Team aus über 20 Mitarbeitern. Sowohl die Gründer als auch viele Teammitglieder kommen vom Hasso-Plattner-Institut und der Universität Potsdam.

Wie ist die Idee zu Synfioo entstanden?
Die Idee entstand im Rahmen eines Forschungsprojektes (HPI Potsdam) zur Optimierung von Transporten im Hinblick auf Kosten- und CO2-Einsparungen (EU-gefördertes Forschungsprojekt „GET Service“ – „Green European Transportation“). Die damaligen Ergebnisse haben Unternehmensvertreter stark beeindruckt, weil solch eine Lösung noch nicht am Markt existierte. Mit einem Umsatz von ca. 263 Milliarden Euro im letzten Jahr zählt die Logistikindustrie nach der Automobilwirtschaft und dem Handel zu einem der größten Wirtschaftsbereiche in Deutschland – und es gab eine große Nachfrage nach Real Time Visibility Plattformen, die bis heute anhält. Ohne zu zögern haben wir den Entschluss gefasst, unsere Ideen in einem Unternehmen in die Tat umzusetzen.

Dank vieler konstruktiver Gespräche mit Mentoren, Experten, Forschern und Gründungsnetzwerken konnten wir unser Profil schärfen und unseren Ansatz weiter konkretisieren. Nach drei Jahren Forschungsarbeit folgte dann die Gründung von Synfioo und die erste Zusammenarbeit mit dem Pilotkunden Jan de Rijk, einem der führenden europäischen Logistikdienstleister.

Welche Vision steckt hinter Synfioo?
Unsere Vision ist es, Transportplaner durch unsere Ankunftszeitprognose-Plattform bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Sie können dann jederzeit und von überall verlässliche Bewegungs- und Störungsdaten abrufen und müssen nicht auf Informationen von Fahrern oder Lagerleitern warten. Bei unerwarteten Störungen im Transportablauf werden Planer direkt benachrichtigt und können so frühzeitig reagieren und handeln, indem sie die Route neu optimieren. Dadurch können sie sich wieder mehr auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und sparen Zeit und Kosten. Dank unserer Synfioo Web App und der Mobile App profitieren auch kleine und mittelständische Transportunternehmen von Effizienzsteigerungen, die ohne zusätzliche Ausgaben für IT-Infrastruktur möglich werden.

Dieser „demokratische“ Ansatz ist uns wichtig, unsere Anwendung soll für alle offen und einfach nutzbar sein.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Eine der größten Herausforderungen war es sicherlich, potenzielle Kunden davon zu überzeugen, dass wir die Arbeitsanforderungen in der Logistikbranche nicht nur wissenschaftlich untersuchen, sondern ganz real begreifen und alltagstaugliche Lösungen anbieten.

Wir hatten das große Glück, direkt mit unserem ersten Pilotkunden an den Markt zu gehen, dem holländischen Logistik-Konzern Jan de Rijk, einem Unternehmen mit mehr als 1000 Lastwagen. Das hat viele in der Branche aufhorchen lassen und so hatten wir quasi den Fuß in der Tür. Viele mittelständische Unternehmen sowie große weltweit agierende Konzerne haben danach Interesse an unserer Lösung angemeldet. Durch die Beteiligung einer Investorengruppe mit einem siebenstelligen Betrag im letzten Jahr konnten wir unser Unternehmenswachstum zudem weiter beschleunigen und Synfioo nachhaltig am Markt platzieren.

Wer ist die Zielgruppe von Synfioo?
Synfioo richtet sich an alle, die sich eine transparentere Supply Chain wünschen. Das sind unter anderem Disponenten, Spediteure, Verlader oder zum Beispiel auch Hersteller aus der Automobilbranche.

Wir sprechen einen breiten Nutzerkreis an, denn all diese Gruppen verlieren Zeit oder Geld oder beides, wenn ungeplante Verzögerungen und Störungen auftreten.

Wie funktioniert Synfioo?
Mithilfe von Machine Learning werten wir historische und aktuelle frei zugängliche Daten über Staus, Wetterbedingungen und Wartezeiten aus – zusammen mit zur Verfügung gestellten Auftrags-, Fahrzeug- und Fahrerdaten. Für jeden einzelnen Transport werden die relevanten Störungen ermittelt und die genaue Ankunftszeit für Zwischenstopps und Zielpunkte berechnet. Das Synfioo-Frühwarnsystem benachrichtigt die Betroffenen über verspätete Ankünfte und schwerwiegende Störungen. Diese können ihre Prozesse dann daraufhin neu ausrichten und gegebenenfalls rechtzeitig umstrukturieren. Synfioo kann direkt als Web App oder über eine Mobile App (Synfioo GPS, erhältlich im Google Playstore) genutzt und ins eigene TMS integriert werden.

Kunden von RIO, der digitalen Plattformlösung von Volkswagen Truck & Bus, können uns zudem über den Dienst RIO Order nutzen.

Welche Vorteile bietet Synfioo? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Das Frühwarnsystem von Synfioo ermöglicht robustere Transportketten, sowie eine bessere Auslastung der Fahrzeuge, da durch unsere Software eine transparentere und engere Planung möglich wird. Zudem werden finanzielle Schäden durch zuverlässige Ankunftszeitvorhersagen reduziert. Auf der Plattform selbst bieten wir viele Filtermöglichkeiten, so dass der Transportplaner immer den Überblick behält, welche Transporte gerade besonders kritisch sind weil beispielsweise die Lieferfrist verpasst wird. Automatische Benachrichtigungen zu Transportstörungen ersetzen bei uns die zeitraubende, manuelle Informationssuche. Unsere Softwarelösung lässt sich sowohl in bestehende Transportsysteme, also in bereits bekannte Umgebungen integrieren, als auch auf dem eigenen Smartphone nutzen.

Insgesamt eröffnet Synfioo dem Kunden die Möglichkeit, eine objektive Analyse von Verspätungsgründen durchzuführen, da durch die Darstellung aller transportrelevanten Störungen ein neues Level an Transparenz gegeben ist. Die Digitalisierung der Transportkette erhöht damit die Prozesseffizienz und führt gleichzeitig zu einer nachhaltigen Qualitätssteigerung durch die Automatisierung von Abläufen zwischen allen Transportbeteiligten.

Wir sind die ersten am Markt, die ein so ganzheitliches Leistungsspektrum anbieten.

Synfioo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir planen die europaweite Expansion und möchten unsere namhafte Kunden- und Partnerbasis weiter ausbauen und erweitern. Aktuell arbeiten wir eng mit SAP zusammen, wir sind im SAP IoT-Accelerator und erhalten hier viele Hinweise und Unterstützung. Unsere Software lässt sich nahtlos in bestehende Anwendungen (SAP TM) einbinden. Außerdem sind wir Initialpartner von RIO, der Digitalmarke von Volkswagen Truck & Bus und seit Juni auf deren Plattform integriert. In fünf Jahren würde ich uns gerne als gefragte Experten für Digitalthemen und Logistik sehen und weiterhin aktiv an der Gestaltung der digitalen Transformation in der Logistikbranche mitwirken.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Sprich mit Branchenkennern und lass deine Idee von diesen prüfen, nur so schärfst du dein Profil und kannst dich letztlich auch am Markt damit behaupten.
Überzeuge deine Kunden nicht mit der Komplexität deines Produkts, sondern mit der Vereinfachung von Prozessen oder der Effizienzsteigerung, die sie erwarten können.
Such dir das passende Team und frag dich, wer begeistert sich für deine Vision und steht mit vollem Einsatz hinter deinem Produkt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Marian Pufahl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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