Technologie-Startup Synapticon nimmt nach Finanzierungsrunde weiter Fahrt auf

Mit Oshra Rodav-Orpaz gewinnt das junge Technologieunternehmen Synapticon eine erfahrene Managerin aus Israel als Chief Operation Officer

Ein Startup wird erwachsen: 4 Monate nach Bekanntgabe einer umfangreichen Kapitalerhöhung hat die Synapticon GmbH ihre Struktur neu geordnet und Fokusthemen definiert. Das junge Technologieunternehmen aus der Region Stuttgart mit dem Schwerpunkt Robotik hat sich zudem personell deutlich verstärkt und treibt seine Internationalisierung mit Nachdruck voran.

Der Entwickler und Hersteller von Embedded Technologie, auf der Steuerungssysteme für Roboter basieren, bewegt sich in einem sehr dynamischen und rasch wachsendem Markt. Um die sich hier bietenden Möglichkeiten zu nutzen und die steigende Nachfrage zu bedienen, nahm das Unternehmen im Februar neue Investoren an Bord. Mit 7 Industries, einem in Industrieunternehmen investierenden Family Office, gewann Synapticon eine internationale Investorengröße als führenden Unterstützer. Zusätzlich beteiligt sich seitdem ein namhaftes Maschinenbauunternehmen aus dem Raum Stuttgart. Der High-Tech Gründerfonds sowie die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg unterstützten ebenfalls die Kapitalerhöhung, die in Summe einen hohen einstelligen Millionenbetrag umfasste.

„Da wir in kurzer Zeit auf über 50 Mitarbeiter angewachsen sind, darunter 44 Ingenieure, haben wir die Organisation nun neu strukturiert, um noch effizienter zu arbeiten“, erklärt Nikolai Ensslen, CEO und Gründer von Synapticon. „Auch wenn auf dem Organigramm noch alle Fäden bei mir zusammenlaufen, so habe ich in unserem CTO Andrija Feher und in unserer neuen COO Oshra Rodav-Orpaz die ideale Unterstützung und Entlastung.“

Frauenpower aus Israel für schwäbische Tüftler

Mit der Anstellung von Oshra Rodav-Orpaz als Chief Operation Officer gewann Synapticon einen hochkarätigen Neuzugang für sein Führungsteam.. Die 35-Jährige wechselte vom weltweit erfolgreichen IT-Sicherheitsunternehmen Check Point aus Tel Aviv zum Start-Up im Großraum Stuttgart. Sie war dort sieben Jahre lang unter anderem als Business Analyst Manager und Head of Sales Growth Efforts beschäftigt. In dieser Zeit entwickelte sich der Cybersicherheitsanbieter zu einem weltweiten Technologieführer mit knapp 4.000 Mitarbeitern. Nachdem ihre Karriere in einer Helikopter-Einheit der israelischen Luftwaffe begann und Jahre an führenden Universitäten in Israel folgten (Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften – magna cum laude, MBA in Unternehmensführung und Strategie), war Oshra Rodav-Orpaz bei Israels größter Rechtsanwaltskanzlei und danach beim Finanzministerium beschäftigt.

„Von einem börsennotierten Großunternehmen aus Tel Aviv zu einer jungen Hightech-Schmiede nach Schönaich, das mag bei Außenstehenden für Verwunderung sorgen. Ich habe mir diese Entscheidung natürlich reiflich überlegt und bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass sich Synapticon ebenso zu einem Technologieführer entwickeln kann. Für mich ist das nicht nur eine Herausforderung sondern vor allem auch eine große Chance“, erklärt die Israelin. „Vielen Experten gilt die Region um Tel Aviv als das neue Silicon Valley. Ich hoffe ich kann meine Erfahrungen bei Synapticon so einbringen, dass auch hier etwas großes entstehen wird.“

In ihrer Funktion als COO wird die 35-Jährige den Vertrieb und das Marketing sowie den Finanzbereich und administratives Aufgaben steuern. Eines ihrer ambitionierten Ziele ist es, den Umsatz des Unternehmens in den kommenden fünf Jahren in einen hohen zweistelligen Millionenbereich zu bringen.

Auf- und Ausbau der Standorte in Europa, USA und Asien

Den Counterpart auf technologischer Seite stellt Andrija Feher dar. Der CTO (Chief Technology Officer) ist als Mitgründer von Synapticon ein Mann der ersten Stunde und leitet mit CEO Nikolai Ensslen das Unternehmen seit 2010. Feher verantwortet unter anderem die Forschung und Entwicklung (R&D), die Qualitätssicherung und das neu aufgebaute Testlabor für Antriebe, Industrierobotik und Autonome Systeme. Speziell bei der Produktentwicklung wird er von Simon Fischinger, VP Engineering, unterstützt. Aktuell gehört zudem die Gewinnung neuer Mitarbeiter zu den Aufgaben von Andrija Feher.

„Gegenwärtig suchen wir fast 20 Ingenieure um die große Nachfrage unserer Kunden und Interessenten schneller bedienen sowie unsere Forschung & Entwicklung weiter vorantreiben zu können“, berichtet Feher. „Daneben planen wir nicht nur unsere Standorte in Deutschland und Serbien sondern auch unsere Niederlassungen in den USA und China weiter auszubauen.“

Produkte, Lösungen und Applikationen – klar strukturiert

Nicht nur personell, sondern auch technologisch hat sich das Unternehmen im Zuge der Kapitalerhöhung erneuert. Ziel ist ein klarer Fokus auf Embedded Systeme für die Robotik, um seine Kunden mit einer kompletten Plattform zukunftssicherer Technologie zu unterstützen. Synapticon adressiert in erster Linie die Hersteller industrieller Roboterarme und fahrerloser Transportsysteme für den Einsatz in Fertigungsbetrieben sowie die Hersteller professioneller Service-Roboter und robotischer Produkte für Endverbraucher.

Dazu bietet Synapticon seinen Kunden mit seiner „Embedded Robotics Platform“ klar definierte Standardprodukte wie System-on-Chips, Elektronik-Module sowie zugehörige Softwarekomponenten und Entwicklungswerkzeuge. Unter der Kategorie „Robotic Solutions“ werden Software zur Steuerung Roboterarmen und Software zur autonomen Navigation sowie Hardware wie Robotik-spezifische Sensoren und integrierte Antriebe angeboten, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden angepasst werden können. Durch die Kombination dieser Produkte und Lösungskomponenten stellt Synapticon Herstellern von robotischen Endprodukten (OEMs) wie stationären Roboterarmen und mobilen Robotern zielgerichtete Lösungspakete zur Verfügung.

„In den vergangenen Jahren haben wir in vielen individuellen Projekten immer wieder neue Elemente und Lösungen entwickelt. Wir wollen und werden nun die Kreativität unserer Ingenieure in strategisch fokussierte Bahnen lenken.“, fasst Nikolai Ensslen zusammen. „Unsere Stärken liegen in der Leistungsfähigkeit und der einfachen Integrierbarkeit unserer Technologie, im Ansatz der Dezentralität und dem Fokus auf robotische Anwendungen. Wir haben ein Portfolio entwickelt, das es Herstellern erlaubt nahtlos vom Prototyp in die Massenproduktion überzugehen. Dabei erzielen die Produkte der Unternehmen, die unsere Technologie nutzen, höchste Leistungsfähigkeit und überzeugen durch optimierte Herstellkosten, vereinfachtes Engineering und damit einer sehr kurzen Time-to-Market.“

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