Keine Lust auf Socken sortieren

Symbolsocks Socken mit farbigen Motiven

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Symbolsocks doch bitte unseren Lesern kurz vor!
Symbolsocks haben unten auf der Sohle farbige Symbole, damit man die Socken nach dem Waschen leichter sortieren kann.

Wie ist die Idee zu Symbolsocks entstanden? Warum haben Sie sich entschieden ein Startup zu gründen?
Die Idee entstand während eines Beziehungsstreits. Ich wohnte mit meiner damaligen Freundin zusammen und einmal in der Woche hatten wir einen riesigen Streit darüber, wer nach dem Waschen die Socken sortieren musste. Das ging mir derart auf die Nerven, dass ich Symbolsocks erfand.
(Nur weil viele oft fragen: ja, das ist eine wahre Geschichte!)

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Hauptschwierigkeit bestand darin, einen Produzenten zu finden, der anfangs in kleinen Mengen produziert. Ich besuchte 12 verschiedene Produzenten in Bulgarien und der Türkei, bis ich schlussendlich einen passenden Partner fand. Die Finanzierung war ausschließlich durch Eigenkapital und durch den Cashflow.

Wer ist die Zielgruppe von Symbolsocks?
Die meisten Symbolsocks werden von Frauen zw. 30 und 55 Jahren gekauft, einerseits als Hilfe im Haushalt, als auch als Geschenkartikel. Die zweite große Zielgruppe sind junge Männer (meist Young Professionals), denen das Socken sortieren einfach zu mühsam ist und denen Symbolsocks das Leben daher um einiges erleichtert.

Wie viele verschiedene Motive haben Sie?
Zurzeit gibt es 25 verschiedene Motive wie z.B. Quadrate, Dreiecke, Sterne, Herzen, Hunde, Lippen, eine Austria- und eine Germany-Edition. Neue Motive werden übrigens immer direkt von den Kunden selbst vorgeschlagen (z.B. per Email, Social Media, telefonisch). Danach machen wir über Social Media eine Abstimmung; der Vorschlag mit den meisten Stimmen wird umgesetzt und der „Erfinder“ des Symbols bekommt 5 Packungen Symbolsocks gratis.

Wo werden die Socken produziert?
Wir produzieren zurzeit in Bulgarien und der Türkei. Mir war es wichtig, dass die Produktion in Europa stattfindet und nicht in Fernost. Ich besuche unsere Produzenten vier Mal im Jahr, zweimal davon unangekündigt. So kann ich sicherstellen, dass sowohl die Qualität als auch die Arbeitsbedingungen passen.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für die Startup Show 2 Minuten 2 Millionen beworben haben?
Die Webagentur, die meinen Onlineshop programmiert hat, hat mich eines Tages gefragt, warum ich da eigentlich noch nicht dabei war. Die Frage konnte ich nicht wirklich beantworten, und da war das Anmeldefomular schon ausgefüllt und abgeschickt 😉

Wie haben Sie sich au die Show 2 Minuten 2 Millionen vorbereitet?
Den Pitch hab ich natürlich gute 100 Mal geübt und von verschiedenen Leuten Feedback dazu eingeholt. Dann gabs noch ein klassisches „Hit and Bounce“, also eine Liste von potenziellen Fragen, die die Investoren stellen könnten, und die dazugehörigen Antworten. Bezüglich Nervosität oder Lampenfieber hab ich eigentlich nicht viel unternommen, da ich bei Präsentationen eigentlich immer sehr ruhig und entspannt bin.

Sie sind eines der wenigen Startups die es in die Show 2 Minuten 2 Millionen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was hatten Sie sich von der Show versprochen?
Natürlich war schon die Teilnahme an der Show ein toller Erfolg der zeigt, dass das Produkt interessant genug ist, um es im Fernsehen zu zeigen. Vorwiegend gings mal um den Werbeeffekt, ein Investor zur Finanzierung der internationalen Expansion wäre natürlich auch schön gewesen.

Ziel der Show „ 2 Minuten 2 Millionen “ ist es, das Startups einen Investor bekommen und ein Deal zustande kommt. Welchen der Investoren hatten Sie im Fokus?
Am ehesten noch Frau Ametsreiter, da sie als einzige Frau natürlich perfekt in die Symbolsocks Hauptzielgruppe passt.

Wie war nach der Sendung das Feedback aus der Presse sowie von den Kunden?
Natürlich gab es zahlreiche Bestellungen im Onlineshop und auch aus dem Handel sowie Anfragen der Presse. Das hat die Marke Symbolsocks schon sehr toll gepusht. Es kam sehr viel positives Feedback, dass die Leute das Produkt und die Story dahinter toll finden und sich sofort in Symbolsocks verliebt haben.

Würden Sie anderen Startup Unternehmen empfehlen sich für Startup Shows im Fernsehen zu bewerben?
„There’s nothing more sexy than competition!“ Ich bin ein großer Fan von Wettbewerben, weil man dadurch wertvolles und direktes Feedback bekommt. Klarerweise bedarf es einer guten Vorbereitung, aber grundsätzlich sind selbst nicht ganz gelungene Auftritte eine unbezahlbare Werbung für ein Startup.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Zurzeit werden Symbolsocks in neun Ländern verkauft, in fünf Jahren ist das Ziel auf 30 Länder auf allen Kontinenten zu erweitern. Wir schreiben im 2. Jahr jetzt schon Gewinn, dieser soll natürlich sukzessive gesteigert werden.

Wir bedanken uns bei Helmut Ablinger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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