Donnerstag, Januar 27, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

swapface Online-Shop für nachhaltige und innovativ designte Masken

Stellen Sie sich und das Startup swapface doch kurz unseren Lesern vor!

Unser Startup swapface.de ist ein Online-Shop für nachhaltige und innovativ designte Masken, die endlich Spaß und Leichtigkeit in den Masken-Alltag bringen. Denn Lächeln verbindet!

Uns liegen neben dem Spaß auch Qualität, Nachhaltigkeit und Diversität sehr am Herzen. Daher setzen wir mit swapface.de auf kreative, lustige Designs und natürliche, atmungsaktive Materialien. Jede Maske ziert eine andere Nasen-Mund-Partie – vom schicken Schnäuzer, über aufgespritzte Lippen bis hin zur gepiercten Nase. Unsere Masken sind unisex sowie unabhängig von Hautfarbe – damit wollen ermutigen sich mit verschiedenen Styles und Typen auszuprobieren und Grenzen verschwimmen zu lassen. Der Maskenschnitt ist von swapface entwickelt und die Motive in Zusammenarbeit mit einer Berliner Künstlerin handgezeichnet.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ende April besuchte ich meine Schwester Lilia in Berlin, um ihr beim Umzug zu helfen – das erste Wiedersehen seit der Lockdown-Zeit! Bei einer gemeinsamen Fahrt mit der U-Bahn stellten wir fest, dass uns beide der Gedanke umtrieb, was sich durch das Maskentragen und Verdecken der unteren Gesichtspartie in der Kommunikation verändern würde. Lilia und ich sind beide Unternehmerinnen und aktive Netzwerkerinnen – für uns stehen das Miteinander und die Kommunikation immer im Vordergrund.

Wir begannen zu rätseln, was die Menschen in der U-Bahn um uns herum wohl gerade für einen Gesichtsausdruck haben könnten und fingen an zu scherzen sowie den Menschen lustige Gesichtsausdrücke zuzuordnen.
Da wir beide eine weiße Maske trugen, kam Lilia eine Idee: sie zeichnet mir Lippen und Wimpern auf die Maske. Wir mussten beide laut lachen, als ich mich in der Scheibe der U-Bahn betrachtete – erst recht, als ich meiner Schwester kurzerhand einen Schnäuzer verpasste. Eine Idee war geboren…

Beim Aussteigen aus der U-Bahn war uns klar, was wir tun wollten: Ein gemeinsames Unternehmen gründen, um Menschen mit ihren Masken emotional miteinander in Kontakt zu bringen!

Was war bei der Gründung von swapface die größte Herausforderung?

Wir gründeten swapface in einer Phase in der alle Maskenproduzenten komplett ausgebucht waren. Die allererste Herausforderung war also einen Maskenproduzenten zu finden. Nach intensiver Recherche, vielen Telefonaten und einigen Verhandlungen, wurden wir letztendlich fündig. Wir hatten am Ende sogar zwei Produzenten zur Auswahl, die Arbeit hatte sich also gelohnt.

Die zweite große Herausforderung war eine Person für das Marketing zu finden – vor allem ohne große finanzielle Mittel. Wir hatten großes Glück Nico Garms über eine Empfehlung kennenzulernen, der unser Team persönlich und fachlich super ergänzt und als Veganer und genderqueerer Travestiekünstler unsere Philosophie der Nachhaltigkeit und Diversität absolut verkörpert. Die letzte große Herausforderung war die Zeit – denn das Prototyping der Masken sowie die Produktion dauerten wesentlich länger als geplant. Die Hochphase des Maskenabsatzes verpassten wir dadurch leider und müssen nun dafür umso mehr Marketing betreiben.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Mit einer Idee kann man immer starten. Es braucht jedoch eine gewisse Zeit um aus einer Idee ein richtiges Startup zu entwickeln. Bei uns war die Entwicklungsphase relativ kurz: die Idee entstand Ende April, Ende Mai gründeten wir das Unternehmen und Ende Juli launchten wir den Online-Shop – also insgesamt drei Monate. Je nach Branche dauert diese Phase jedoch wesentlich länger. 

Was aber den „Start wenn nicht alles perfekt ist“ anbelangt, so kann man auch hier sagen: klar, das geht und sollte man sogar unbedingt machen – sonst verpasst man womöglich den perfekten Markteintritt und verbrennt mehr Geld als nötig. Allerdings sollte man gut abwägen, wo ein „noch nicht perfekt“ dem Unternehmen in Summe schadet und wo schon. Wir sind zum Beispiel mit unseren Masken (sowie Aufbewahrungsbeuteln) ohne unsere Logo-Fähnchen gestartet, weil unser Produzent bzw. dessen Zulieferer diese nicht rechtzeitig geliefert hat. Zwar war das alles andere als gut für unsere Brand, jedoch war uns das Risiko zu hoch, dass die Lieferung hinterher zu lange dauern würde. Und damit lagen wir vollkommen richtig: der Produzent versprach, dass die Fähnchen eine Woche später geliefert würden und wir warten immer noch darauf! Hier wäre der Gesamtschaden also wesentlich höher, wenn wir gewartet hätten…

Welche Vision steckt hinter swapface?

Unsere Vision ist überall auf der Welt mehr Spaß in den Masken-Alltag zu bringen. Menschen zu verbinden, in dem wir sie zum Lächeln bringen. Mut machen anders zu sein und sich auf eine leichte Weise mit dem Gender-Thema auseinander zu setzen.

Wer ist die Zielgruppe von swapface?

Unsere Zielgruppe ist sehr gemischt: vom Jugendlichen bis zur Oma kommen unsere Masken super an. Die Hauptzielgruppe ist jedoch eher im Alter zwischen 30-60; wobei wir noch mehr Erfahrungen sammeln müssen, um dazu eine valide Aussage treffen zu können. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere lustigen und gleichzeitig hochwertigen Motive sind ein bisher einzigartiger Stil! Die Masken geben auf eine ästhetische Weise eine Vorlage für viele lustige Situationen im Alltag. Außerdem heben wir uns mit der Qualität und unserem Humor von anderen Anbietern ab. Deswegen haben wir swapface letztendlich auch gegründet.

swapface, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die Nachfrage an unseren Masken kommt bereits jetzt aus anderen Ländern und dort hin möchten wir auch liefern, sobald wir in Deutschland richtig Fuß gefasst haben. In fünf Jahren wird sich sicherlich viel verändert haben. Vielleicht gibt es dann keine Maskenpflicht mehr, vielleicht hat es sich aber in manchen Bereichen als fester Bestandteil des Alltags etabliert, wie z.B. in China. Ob wir später auf andere Produkte umsteigen werden, müssen wir uns dann noch überlegen – das wird sich bestimmt auch ergeben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Weil wir zu zweit sind, haben wir gleich vier Tipps für euch:

  1. Suche dir Mitgründer*innen, die dich ergänzen. Etabliere eine offene und direkte Kommunikation, um frühzeitig Dinge aus der Welt zu schaffen und auch in schwierigen Phasen ein gutes Fundament für eine Auseinandersetzung zu haben.
  2. Gründe mit Leichtigkeit und feire deine Erfolge! Man investiert ja viel und möchte natürlich alles für den großen Erfolg tun. Die Gefahr, dass man dabei verbissen und zu ernst wird, ist groß. Und das ist am Ende weder für das Unternehmen noch für einen selbst gesund. 
  3. Fokussiere dich! Es ist wichtig, die Prioritäten richtig zu setzen und genau zu überlegen, welche Dinge jeweils zu jedem Zeitpunkt am wichtigsten sind für den Unternehmenserfolg. 
  4. Schlüpft regelmäßig in die Haut eurer Kunden und betrachtet euer Produkt und die Abläufe mit den Augen eurer Kunden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Svanja Kleemann und Lilia Kleemann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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