Donnerstag, Dezember 8, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Sustainacy ist eine B2B-Plattform, welche die Verhaltenswissenschaft nutzt, um Mitarbeitenden zu nachhaltigeren Entscheidungen und Handlungen zu ermutigen.

Stellen Sie sich und das Startup Sustainacy doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Selina Sinning, CEO und Co-Gründerin von Sustainacy.
Sustainacy ist eine B2B-Plattform, welche die Verhaltenswissenschaft nutzt, um Mitarbeitenden zu nachhaltigeren Entscheidungen und Handlungen zu ermutigen.
Unser Ansatz, Nachhaltigkeitsinitiativen und Mitarbeitenden-Engagement zu kombinieren, führt zu erfolgreicheren ESG-Strategien, einer nachhaltigeren Kultur und einer höheren Attraktivität und Retention-Rate für Mitarbeitende.

Dabei stützen wir uns vor allem auf das ‘EAST-Prinzip’, welches besagt, dass das gewünschte Verhalten einfach (easy), attraktiv (attractive), sozial (social) und zeitnah (timely) gestaltet werden sollte, um Veränderungen anzustoßen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Nach meinem Studium habe ich mich schwergetan, ein Unternehmen zu finden, mit dessen Werten ich mich wirklich identifizieren konnte. Auch in meinem Bekanntenkreis konnte ich beobachten, dass viele von derselben Problematik berichtet haben oder sich über unzureichende oder teilweise sogar gänzlich fehlende Nachhaltigkeits-Initiativen beschwerten.

Angesichts des niedrigen Engagements von Mitarbeitenden und der Überforderung einiger Unternehmen mit der Komplexität von Nachhaltigkeits-Transformationen habe ich zusammen mit meiner Mitgründerin Oriana Coku den Entschluss gefasst, die beiden Probleme parallel anzugehen. Denn es zeigt sich: nur 2% der Nachhaltigkeits-Transformationen sind erfolgreich, doch diese Rate kann deutlich gesteigert werden, wenn Mitarbeitende in den Prozess einbezogen werden.
Gerade hier in Deutschland wird dabei der positive Einfluss von Behavioral Science auf die 3 P’s der Nachhaltigkeit (people, planet & profit) noch viel zu sehr unterschätzt – und das möchten wir ändern.

Welche Vision steckt hinter Sustainacy?

Wir wollen zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht im Widerspruch zu unternehmerischen Zielen steht und alle 3 P’s der Nachhaltigkeit in Organisationen vorantreiben. Durch unseren Ansatz, der die Mitarbeitenden in den Fokus rückt, soll das Unternehmensklima gefördert und die ESG-Bilanz des Unternehmens verbessert werden. Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass alle Beteiligten von dieser Herangehensweise profitieren!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Viele Unternehmen denken immer noch zu kurzfristig oder sind mit der Herausforderung der Transformation überfordert. Das hat zur Folge, dass sie ihre Anstrengungen darauf konzentrieren, irgendwie mit den neuesten Entwicklungen und Vorschriften mitzuhalten. Wir müssen daher immer noch viel Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit leisten, dass dieses Vorgehen keine nachhaltige Lösung darstellt und es im Gegenteil darauf ankommt, Nachhaltigkeit in die DNA des Unternehmens und damit auch in die täglichen Entscheidungen der Mitarbeitenden einfließen zu lassen. 

Wir haben im Incubator-Programm von Futury gestartet und aktuell sind wir StipendiatInnen des Berliner Start-up-Stipendiums. Übergangsweise finanzieren wir uns durch Bootstrapping, doch Anfang nächsten Jahres wollen wir mit der ersten Finanzierungsrunde beginnen. 

Wer ist die Zielgruppe von Sustainacy?

Wir wenden uns in erster Linie an große und mittelständische Organisationen, die bereits erkannt haben, wie wichtig es ist, ihr Geschäftsmodell und ihre Strategie an die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen anzupassen, sich aber schwertun, eine zum Unternehmen passende Handlungslinie zu bestimmen.

Da wir die Themen Nachhaltigkeit und Mitarbeitenden-Engagement fördern, sprechen wir vor allem CSOs und HR-ManagerInnen an. 

Wie funktioniert Sustainacy? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Sustainacy baut auf Ergebnissen der Verhaltenswissenschaften auf. Wir nutzen Erkenntnisse aus Theorie und Praxis, um ESG-Strategien im Unternehmen voranzubringen, Talente anzuziehen und zu binden und eine nachhaltige Unternehmenskultur zu schaffen. Leider sehen wir immer wieder, dass Anbieter ähnliche Ansätze ohne ExpertInnen-Wissen auf diesen Gebieten (Behavioural Science & Nachhaltigkeit) entwickeln und dabei wichtige Aspekte vernachlässigen oder sogar hinderliche Lösungen auf den Markt bringen. 

Dahingegen entwickeln wir eine holistische, gamifizierte Lösung, welche Unternehmen und ihre Mitarbeitende auf jedem Schritt hin zu nachhaltigerem Verhalten und Denken begleitet. Ein wichtiger Aspekt unserer Lösung besteht beispielsweise darin, dass wir Mitarbeitende für ihr nachhaltiges Verhalten belohnen (natürlich ebenso nachhaltig!) 

Sustainacy, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Klimawandel braucht Verhaltenswandel und nachhaltige Unternehmen brauchen nachhaltige Mitarbeitende. In 5 Jahren werden wir mehr als 150 Unternehmen beim Aufbau einer nachhaltigen Unternehmenskultur begleitet haben. Damit sind wir die erste Wahl für Unternehmen, die Nachhaltigkeit einfach in ihre Kernprozesse einbinden wollen. Außerdem konzentrieren wir uns aktuell noch auf Unternehmen mit Sitz in Deutschland, doch in 5 Jahren wollen wir unser Angebot auf den europäischen Markt ausdehnen.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Angebote wahrnehmen und aktiv nach Unterstützung suchen. 
Man muss den Weg nicht allein gehen. Nutzt die vielen Angebote & Veranstaltungen für Start-ups, sucht euch MentorInnen, die euch mit ihrer Erfahrung & Expertise unterstützen können und tauscht euch mit Gleichgesinnten aus. Und vor allem: fragt euer Netzwerk aktiv & kontinuierlich nach Feedback.

Hört auf eure innere Stimme & bleibt euch treu. Denn: 1.000 Menschen, 1.000 Meinungen. Während es wichtig ist, Feedback von außen zu holen, solltet ihr euch bewusst bleiben, was ihr wollt und euch nicht in eine Ecke drängen lassen, in der ihr euch nicht wohlfühlt. Ein Startup zu gründen ist sehr zeitintensiv und man steckt sehr viel Energie in diese Aufgabe. Nur wer an seine Idee glaubt, kann auch Energie aus dieser Arbeit schöpfen und langfristig eine Vorbildfunktion einnehmen. 

Habt Spaß! Gerade als GründerIn muss man sehr viel Zeit investieren. Deswegen ist es so wichtig auch Spaß bei der Arbeit und zusammen mit seinen Team-KollegInnen zu haben. Nehmt euch aktiv Zeit für tiefe Gespräche oder gemeinsame Aktivitäten, wie Sport oder kulturelle Veranstaltungen, die absolut nichts mit der Arbeit zu tun haben. 

Wir bedanken uns bei Selina Sinning für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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