Gründer sollten sich genügend Zeit nehmen, die Idee zu entwickeln

SUPER ETAGE B2B Bestellplattform für Mode- und Lifestyle-Produkte

Stellen Sie sich und das Startup SUPER ETAGE doch kurz unseren Lesern vor!
Mit einer Ausbildung in unserem Familienunternehmen, einem Großhändler für die Foodbranche, bin ich in die Berufswelt gestartet, wodurch ich früh ein genaues Verständnis für den B2B Sektor entwickeln konnte. Im Modebusiness bewege ich mich seit mehr als zehn Jahren: alles begann als freie Stylistin direkt nach meinem Studium. 2010 habe ich dann mein erstes Label House of Cases, ein Fashionaccessoire Label gegründet, zwei Jahre später das Lifestyle-Label Manu Es Torrent Ibiza gerelauncht und 2014 einen eigenen Multibrand Concept Store in der Hamburger City etabliert.

Ich kenne die Bedürfnisse der Branche genau, verstehe die Hürden, die man nehmen muss, um ein Label aufzubauen, aber auch die Herausforderungen, vor denen Händler oder Einkäufer stehen. Genau diesen Needs möchte ich nun mit SUPER ETAGE nachkommen: ein digitaler Großhandelsmarktplatz für Labels und Händler mit Fokus auf Mode- und Lifestyleaccessoires, um Produkte anzubieten, zu suchen, zu finden und zu kaufen/verkaufen – alles auf einer Online-Plattform, mit einem Interface.

Wir bieten den vielen, auch kleineren, Mode – & Lifestyle-Labels eine Order-Plattform, durch die sie endlich sichtbar werden für ein Netzwerk von tausenden nationaler und internationaler Modehändler. Ein Netzwerk, das wir übrigens selbst etabliert haben und für SUPER ETAGE einbringen. Das sind Einkäufer und Modehäuser, die weltweit tätig sind. Mit diesen haben mein erfahrenes Team und ich über die letzten Jahre geschäftlich zusammengearbeitet.

Wie ist die Idee zu SUPER ETAGE entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Ich bin als Geschäftsführerin von zwei Labels alle Stationen selbst gegangen, um diese von Anfang an aufzubauen: Vertriebswege etablieren, die auch heutzutage immer noch sehr analog und damit zeitaufwendig und kostenintensiv sind, wie klassische Vertriebsagenturen überzeugen, Messen besuchen oder Showrooms finden. Irgendwann hatte ich die Nase voll – salopp gesagt. Ich wollte eine Lösung, die schnell, einfach und schlank ist: von überall aus und 365 Tage im Jahr. Unser Gründerteam besteht im Kern aus Personen, die ich seit vielen Jahren bereits kenne, ebenfalls Experten aus dem Mode – und Lifestylebereich. Mir ist es wichtig, mit Menschen zusammen zu arbeiten, denen ich vertrauen kann und die genauso wie ich von der Idee überzeugt sind, die Branche endlich zu digitalisieren.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
An sich empfinde ich nichts an meiner Arbeit als Herausforderung, die mich sehr anstrengt oder negativ berührt. Da ich immer selbstständig war, kenne ich es nicht anders, mich „durchzubeißen“, am Ball zu bleiben und Menschen für mich zu gewinnen und zu überzeugen. Ich freue mich, dass unser Konzept so positiv aufgenommen wird auf allen Ebenen und die Herausforderungen bringen Spaß und motivieren uns als Team jeden Tag. Bislang habe ich SUPER ETAGE komplett selbst finanziert und aktuell sind wir auch auf der Suche nach neuen Investments, um die Zielsetzungen und das Wachstum zu gewährleisten. Auch die Zusammenarbeit mit einem strategischen Partner, vorausgesetzt es ist ein „Perfect Fit“, können wir uns durchaus vorstellen.

Wer ist die Zielgruppe von SUPER ETAGE?
Wir definieren zwei Zielgruppen für unsere digitale Plattform: Zum einen sind es Labels aus dem Premiumsegment, die jung, progressiv, trendy und „nischig“ sind. Genau solche Marken, die noch frisch und wenig etabliert sind, denn genau solche Labels suchen wiederum Händler und Einkäufer. Hier fokussieren wir uns auf internationale Boutiquen, Multi-Label-, Department- & Concept Stores, die ein individuelles, spannendes und neues Produktportfolio ihren Kunden bieten möchten und bei SUPER ETAGE diese Needs erfüllt bekommen.

Wie funktioniert SUPER ETAGE?
SUPER ETAGE ist eine digitale Orderplattform für den Fashion- und Lifestylesektor. Labels laden ihre Produkte hoch und können diese direkt an Händler und Einkäufer über die Plattform in den Wholesale hinein verkaufen. Retailer wiederum können über eine einfache Filter- und Suchfunktion schnell und intuitiv Produkte suchen und finden und diese über einen einzigen Checkout ordern und bezahlen. Und das alles über ein einziges Interface – bedeutet: Es können verschiedenste Produkte unterschiedlicher Labels sein.

Welche Vorteile bietet SUPER ETAGE?
Erst einmal ist SUPER ETAGE an sich schon ein einziger Vorteil: wir digitalisieren einen bislang komplett analogen, langwierigen Prozess auf einer Plattform. Dies hat den grundsätzlichen Mehrwert, dass Kosten für Messestände, Reisen oder Personal eingespart werden können. Wir bieten Labels ein großes Netzwerk von internationalen Einkäufern und Händlern und eine vielfältige Auswahl an Zahlungsmodalitäten. Unser Geschäftsmodell ist zudem transparent und fair. Händler und Einkäufer können 24/7 an 365 Tagen im Jahr ordern und das über eine innovative, flexible Tag-Suche aus einem umfangreichen, internationalen Modeaccessoire- und Lifestyleportfolio. Dieses ist durch unser Team exklusiv kuratiert und wird permanent erweitert. Außerdem haben wir als besonderen Service einen Fashion News-Bereich, wo wir zu aktuellen Trends informieren, zukünftig Labels vorstellen oder Kooperationspartnern eine Bühne geben möchten.

SUPER ETAGE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir sehen uns in fünf Jahren als die größte Fashion Order Plattform in Europa. Geplant ist außerdem die Erschließung weiterer Märkte, die wir strategisch definieren werden. Wir haben eine lange Roadmap mit weiterführenden Geschäftsideen und technischen Features, die auf der Plattform implementiert werden sollen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Als erstes sollten sich Gründer genügend Zeit nehmen, die Idee zu entwickeln und kontinuierlich zu hinterfragen und auszubauen. Ein weiterer Tipp ist, sein Netzwerk zu nutzen und zu aktivieren, um sich Unterstützung in Bereichen zu sichern, die einem selbst nicht so liegen, denn niemand kann alles. Es ist wichtig, zu erkennen, wo die eigenen Stärken und vor allem auch Schwächen liegen und sich in den Bereichen professionelle Verstärkung zu sichern und das Team entsprechend zusammenstellen. Als drittes ist es ratsam, in einer Nische zu starten und sich step-by-step an die Breite eines Segments heran zu tasten.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Laisa-Maria Mann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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