Eine grosse Portion Geduld und Ausdauer gehören dazu: Erfolg kommt selten über Nacht

sublimd reduziert administrative Arbeiten, um die Behandlungsqualität von Patienten zu steigern

Stellen Sie sich und das Startup sublimd kurz unseren Lesern vor!

Wir möchten Ärzte im Alltag entlasten, damit sie wieder mehr Zeit für die Patienten haben.

sublimd wurde im Jahr 2016 in der Schweiz von Medizinern und Informatikern gegründet. Wir entwickeln eine Software-Plattform für Krankenhäuser mit dem Ziel, administrative Arbeiten auf ein Minimum zu reduzieren, die Behandlungsqualität zu steigern und die klinische Forschung zu beschleunigen.

sublimd wurde mit dem Seedhopper Summer Prize, dem Swiss Quality Award und dem Publikumspreis von Deine gesunde Arzt-Idee ausgezeichnet. Weiter hat sublimd den Zuger JungUnternehmer Preis und den IHK Startup Slam am Europäischen Gesundheitskongress in München gewonnen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Nach dem Medizinstudium arbeitete Reto Kaul als Assistenzarzt in einer Notaufnahme. Er erfuhr, dass ein wesentlicher Teil seiner Arbeit darin bestand, Berichte am Computer zu erstellen. Entsprechend weniger Zeit stand für den direkten Patientenkontakt sowie die Weiterbildung zur Verfügung. Während dieser Zeit entstand die Idee einer Automatisierung der medizinischen Dokumentation. Dies ist auch heute noch die Idee von sublimd. Zusammen mit seinen Kollegen und der gemeinsamen Leidenschaft für Medizin, Technologie und Design erstellten wir den ersten Proof of Concept.

Welche Vision steckt hinter sublimd?

Im Fokus steht die nachhaltige Verbesserung der Patientenbetreuung. Ärzte sollen ihre Zeit wieder mit dem Patienten verbringen können und nicht im Büro mit mühseligen Dokumentationsarbeiten. Dabei setzen wir auf neueste Technologien und unsere Erfahrungen über die konkreten Abläufe im Krankenhaus.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als junges Unternehmen im Gesundheitswesen erste Kunden zu finden ohne bestehende Referenzprojekte, war eine Herausforderung. Für diese Referenzen brauchten wir aber Kunden. Gerade in der Medizin ist man mit neuen technologischen Lösungen zurückhaltend.

sublimd ist privat finanziert. Uns ist es wichtig, unabhängig entscheiden zu können. Deshalb haben wir bisher auf externe Investoren verzichtet.

Wer ist die Zielgruppe von sublimd?

Die sublimd Suiten richten sich an Leistungserbringer im Gesundheitswesen. Dazu gehören insbesondere Notaufnahmen, Sprechstunden in Kliniken sowie Ketten von Ärztezentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wie funktioniert sublimd? Wo liegen die Vorteile?

Der webbasierte Anamnese Bot erhebt vom Patienten bereits vor dem Arztgespräch autonom alle relevanten Gesundheitsinformationen, welche ein Arzt für die Entscheidungsfindung und Dokumentation benötigt.

Aus den erhobenen Daten erstellt unsere Report Engine automatisch einen gut strukturierten medizinischen Bericht. Dabei sind die Schlüsselinformationen für das medizinische Fachpersonal sofort ersichtlich. Unsere Algorithmen basieren auf jahrelanger Forschung und Entwicklung und werden in Zusammenarbeit mit mehreren Krankenhäusern und Arztpraxen immer weiter verfeinert.

Durch die Zeitersparnis bei der Dokumentation haben die Ärzte wieder mehr Zeit für das Gespräch mit dem Patienten. Zudem reduziert sich das Risiko, dass eine wichtige Frage vergessen geht, auf ein Minimum. Damit verbessert sich auch die Behandlungsqualität.

Wie ist das Feedback?

Wir erhalten von unseren Kunden sehr erfreuliches Feedback. Gerade Ärzte mögen sublimd, da sie wieder mehr Zeit für die Patienten haben. Zudem schätzen unsere Kunden die kurzen Feedback-Zyklen. Wir sind dankbar für die wertvollen Anregungen, mit welchen wir unsere Software weiter verbessern können.

sublimd, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Im letzten Jahr haben wir unser Management-Team mit Elmar Tiefes, unserem deutschen Country Manager, erweitert. Seither bieten wir unsere Lösung im ganzen DACH-Raum an.

In 5 Jahren kann viel passieren, wir sind ein agiles Unternehmen und stellen uns schrittweise den neuen Herausforderungen. Dabei möchten wir unsere Wertvorstellungen und Leidenschaft erhalten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Löst ein echtes Problem und überprüft eure Ideen mit Nutzern
  • Wählt ein Thema, welches euch über Jahre begeistert
  • Eine grosse Portion Geduld und Ausdauer gehören dazu: Erfolg kommt selten über Nacht

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei  den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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