Ein offener und ehrlicher Austausch im Gründerteam

Suadeo ist ein unabhängiges Fashion und Lifestyle Netzwerk

Stellen Sie sich und das Startup Suadeo doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Daniel Donaldson und ich bin CMO und Co-Founder von Suadeo. Suadeo ist ein unabhängiges Fashion und Lifestyle Netzwerk. User können bei uns durch Produktempfehlungen Geld verdienen, indem sie ihre Outfits teilen, Freunde und Follower inspirieren und bei jedem Kauf eines empfohlenen Produktes eine Provision erhalten. Wir sind nun seit knapp anderthalb Monaten auf dem Markt und es gibt uns als IOS-App, Android-App und Website.

Wie ist die Idee zu Suadeo entstanden?
Menschen vertrauen Empfehlungen aus dem eigenen Netzwerk deutlich mehr als bspw. Banner-oder TV-Werbung. Warum erhält man jedoch keine Vergütung, wenn man seinen Freunden die neusten Trends empfiehlt? Genau diese Frage haben wir uns vor der Gründung von Suadeo auch gestellt. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, eine Plattform zu entwickeln, die es jedem ermöglicht, mit wenig Aufwand Geld durch die Empfehlung von Produkten zu verdienen. Wir sehen in Suadeo die nächste Evolutionsstufe des Influencer-Marketings und zeitgleich möchten wir den Go-to-Fashion-Marktplatz für Millennials entwickeln.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war/ist ohne Frage die Entwicklung der Plattform und die damit einhergehende Suche eines vierten Teammitglieds bzw. einer geeigneten Agentur. Uns war von Anfang an klar, dass Suadeo einen hohen initialen Entwicklungsaufwand erfordern würde. Daher war es wichtig, von Anfang an mit guten und vertrauensvollen Programmierern zusammenzuarbeiten. Wir haben sowohl unseren Lead-Developer, als auch den technischen Dienstleister, mit dem wir eng zusammenarbeiten, mit großer Sorgfalt ausgewählt und eine verhältnismäßig lange Konzeptionsphase eingeplant. Im Nachhinein sind wir über diese Herangehensweise sehr glücklich. Bezüglich der Finanzierung ist es so, dass aktuell 100% des formellen Stammkapitals bei den Gründern liegt. Somit ist Suadeo eigenfinanziert und ist bis dato ohne Fremdinvestitionen ausgekommen. Diese Entscheidung haben wir zum Start bewusst gewählt, da wir uns von potentiellen Geldgebern an einem fertigen Produkt und nicht einer groben Idee messen lassen möchten.

Wer ist die Zielgruppe von Suadeo?
Im Grunde genommen kann man unsere Zielgruppe in content-generierende und konsumierende User unterteilen. Als content-generierenden User sehen wir jeden Fashionbegeisterten, der Spaß daran hat, seine Styles zu präsentieren und gerne mit seiner Leidenschaft zur Mode etwas dazuverdienen möchte. Natürlich spricht Suadeo in diesem Fall vor allem Influencer an, die sich bereits in anderen Sozialen Netzwerken eine relevante Reichweite aufgebaut haben. Durch das Teilen des Links ihres Suadeo-Profils auf bspw. Instagram, Pinterest oder Facebook können sie die bereits vorhandenen Follower ganz einfach auf Suadeo zu Käufern (konsumierenden Usern) konvertieren. Hierbei ist es uns besonders wichtig, denjenigen eine Plattform zu bieten, die nicht die Zeit oder Möglichkeit haben, ihre Leidenschaft für Mode zum Beruf zu machen (Mikroinfluencer). Als konsumierenden User sehen wir eigentlich jeden, der sich für Mode und die neusten Trends interessiert. Der Vorteil von Suadeo liegt für diese User darin, dass sie sich nicht durch die breite Produktpalette der Onlineshops scrollen müssen, sondern von ihren Freunden und Vorbildern ausgewählte Produkte in gut kombinierten Looks „ready to shop“ präsentiert bekommen.

Wie funktioniert Suadeo?
Auf Suadeo können User Bilder von ihren Outfits hochladen und die getragenen Produkte zu einem unserer zahlreichen Partnershops verlinken. Wir automatisieren dabei den Prozess der Produktverlinkung, d.h. der Preis, das Produktfoto und der Deeplink zum Produkt werden mit einem Klick automatisch generiert. Was dabei rauskommt, ist ein „ready to shop“Outfit in nur wenigen Minuten. Sobald jemand über einen hochgeladen Style eines Suadeo-Users ein Produkt kauft, bekommt der empfehlende User eine Provision. Die Höhe der Provision hängt von dem jeweiligen Partnershop ab und liegt zwischen 4 und 11%.

Welche Vorteile bietet Suadeo?
Suadeo automatisiert den Prozess der Produktempfehlung und ermöglicht es somit jedem, mit geringem Aufwand die auf einem Bild getragenen Produkte in die angesagtesten Onlineshops zu verlinken und durch diese Empfehlung Geld zu verdienen. Da es sich dabei nicht um klassische Markenkooperationen handelt, wird der authentische Charakter der Empfehlung gewahrt. Zudem können User auf Suadeo die Outfits ihrer Freunde und Vorbilder schnell und einfach nachshoppen, ihre Lieblingsstyles auf ihrer Wunschliste sammeln und nach Marken und Kleidung für verschiedene Anlässe suchen. Suadeo ist die nächste Evolutionsstufe des Social Shoppings – nutzergenerierte Produktpräsentationen anstelle von professionellen Fotoshootings. Authentische Empfehlungen von Personen aus dem eigenem Netzwerk wecken das Interesse und Vertrauen des Käufers.

Wie ist das Feedback?
Wir stehen natürlich noch ganz am Anfang und sind dabei, eine Community aufzubauen. Das Feedback, welches wir von den ersten Nutzern bekommen, ist sowohl bezüglich Konzept, als auch Umsetzung sehr gut! Selbstverständlich gibt es auch einige Dinge, die wir noch anpacken und verbessern möchten – hierzu stehen wir in engem Austausch mit unseren Usern und freuen uns sehr über den Zuspruch und die Unterstützung der User-Community.

Suadeo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir möchten Suadeo als Plattform für Empfehlungen im Bereich Fashion in Deutschland etablieren und schnellstmöglich an neuen Features basteln, um die User-Experience zu verbessern und Suadeo langfristig als Fashion-Marktplatz mit authentischem, user-generated Content in den Köpfen der Menschen zu verankern. Natürlich spielt auch das Thema Internationalisierung eine wichtige Rolle in unseren Zukunftsplanungen. Wir haben bei der Entwicklung von Suadeo stark auf die Skalierbarkeit geachtet, da es uns ein besonderes Anliegen ist, unsere Plattform mit geringem Aufwand auch für andere Länder und Sprachen zugänglich zu machen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ich bin kein Freund großer Weisheiten! Vielmehr glaube ich, dass jede Gründerstory anders ist und es keine Formel oder Fahrplan für eine erfolgreiche Gründung gibt. Die wichtigsten Punkte, auf die man achten sollte, sind in meinen Augen:
1) Schnelle Anpassungen, wenn es der Markt bzw. die Situation verlangt.
2) Ein guter und gesunder Umgang mit Rückschlägen (denn sie werden in jedem Fall kommen).
3) Offener und ehrlicher Austausch im Gründerteam.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Daniel Donaldson für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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